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Kindersitztest 2013 des ADAC: Marken-Kindersitze versagen im Test

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ADAC-Kindersitztest 2013  

Kindersitze von Markenhersteller versagen im Test

24.10.2013, 14:59 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Kindersitztest 2013 des ADAC: Marken-Kindersitze versagen im Test. Der ADAC testete 15 Kindersitze: Die Zahl der schlechten Produkte sei auffallend hoch. (Quelle: ADAC)

Der ADAC testete 15 Kindersitze: Die Zahl der schlechten Produkte sei auffallend hoch. (Quelle: ADAC)

Vier von 15 Kindersitzen sind beim aktuellen Test des ADAC und der Stiftung Warentest mit dem Urteil "mangelhaft" durchgefallen. Darunter waren auch zwei Modelle der Traditionsmarke Römer. Generell habe es beim zweiten Kindersitztest in diesem Jahr auffallend viele schlechte Modelle gegeben, so der ADAC.

Getestet wurden die Kindersitze aus allen Gewichtsklassen in den Kriterien Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung und Verarbeitung. Sieben Sitze bewerteten die Prüfer bei der Schutzleistung mit "sehr gut" oder "gut". Diese Modelle seien zugleich auch mit Blick auf Schadstoffe in Ordnung gewesen. Bei den mangelhaften Sitzen fanden die Experten dagegen in einem Fall im Bezug den in Spielzeug seit Jahren verbotenen Weichmacher DEHP, in einem anderen Fall sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Bauteilen der Hosenträgergurte.

Ein Sitz von Römer versagte beim Frontaufprall, der andere hat laut ADAC und Stiftung Warentest viel zu hohe Schadstoffwerte. Bei einem Sitz von Axkid riss im Test sogar die Isofixverankerung, bei einem Sitz von Nania wird das Kind beim Seitenaufprall ungeschützt an die Autotür gedrückt.

Das ist der Testsieger

Als bestes Produkt im Test erweist sich der "Cybex Juno 2-Fix" mit einer sehr guten Beurteilung. Er wird mit Fangkörper in der Klasse I, für Kinder von etwa einem bis vier Jahren angeboten. Da allerdings nicht jedes Kind einen Fangkörper akzeptiert, sollten Eltern dies vor dem Kauf unbedingt ausprobieren.

Folgende Sitze erhalten ein "gut“ und sind empfehlenswert: Der "Casualplay Q-Retraktor Fix" und der "Casualplay Q-Retraktor Fix & Support Leg" (mit Stützfuß) für die Klasse I,von etwa einem bis vier Jahren, sowie der "Kidfix XP SICT" von Römer, der "Solar" von Storchenmühle, der "Monza Nova 2" und "Monza Nova 2 Seatfix" von Recaro, alle für die Klasse II/III, von etwa vier bis zwölf Jahren.

Schneidende Gurte und unsichere Verankerungen

Beim Römer "Xtensafix", Klasse I/II/III von etwa ein bis zwölf Jahren) rutscht der Gurt beim Crashtest aus der Führung und schneidet in den Hals des Kindes ein, was ein hohes Verletzungsrisiko darstellen kann - der ADAC bewertet deshalb das Produkt als mangelhaft. Auch der rückwärts gerichtete Römer "Max-Fix" (Klasse 0+/I, bis etwa vier Jahre), ein sogenannter Reboarder, erhält aufgrund seiner hohen Schadstoffbelastung das ADAC Urteil "mangelhaft".

Durchgefallen sind auch die Babyschale "Nania Baby Ride" (bis etwa 1,5 Jahre) und der "Axkid Kidzofix "(Klasse I/II von etwa ein bis sieben Jahren). Während die Babyschale beim Seitenaufprall versagt und das Kind bei einem Unfall ungeschützt an die Fahrzeugtüre geprallt wäre, reißt beim Axkid die Isofixverankerung im Frontcrash und der Sitz fliegt durch das Fahrzeug. Darüber hinaus ist dieser Sitz hoch belastet mit Schadstoffen. Die vollständigen ADAC-Kindersitztestergebnisse sind unter www.adac.de/kindersitztest zu finden.

ADAC testet Kindersitze 
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Auffallend viele Modelle bekommen im aktuellen Test schlechte Noten. Video

Was Eltern beim Kauf von Kindersitzen beachten müssen

Wichtig für die Eltern: Die Kleinsten müssen bei jeder Fahrt im Sitz richtig gesichert sein. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt Bedienung und Einbau erklären lassen. Um Fehler beim Einbau zu vermeiden, muss die Bedienungsanleitung genau befolgt werden. Außerdem empfiehlt der ADAC, den Sitz vor dem Kauf im eigenen Fahrzeug auszuprobieren: Nicht jedes Produkt passt optimal in jedes Auto. Der Kindersitz muss sich stabil befestigen lassen und besonders auf den richtigen Gurtverlauf ist zu achten.

Ein Autokindersitz muss sich nicht nur gut im eigenen Wagen fixieren lassen. Der Nachwuchs muss ihn auch akzeptieren. Deshalb sollten Eltern unbedingt vor dem Kauf ausprobieren, ob der Sitz sich gut handhaben lässt und dem Kind gefällt, wie Stiftung Warentest rät. Grundsätzlich sollte möglichst lange eine rückwärtsgerichtete Babyschale genutzt werden - mindestens bis das Kind 15 Monate alt ist oder sein Kopf aus der Schale herausragt. Um den Nachwuchs im Sitz anzugurten, sollten dicke Jacken ausgezogen und der Hosenträgergurt straffgezogen werden. Zwischen Kind und Gurt darf nur eine flache Hand passen.

Praktische Tipps zur Befestigung

Wer sich für einen Isofix-Sitz interessiert, der mit stabilen Haken an genormten, mit der Autokarosserie verbundenen Ösen befestigt wird, sollte die Typenlisten der Sitzhersteller beachten, empfehlen die Experten. Dort wird aufgeführt, welche Sitze für welches Automodell zugelassen sind. Für das Isofix-System vorbereitete Sitze lassen sich aber alternativ oft auch mit dem Autogurt sichern. Eltern, die sich das ständige An- und Abschnallen der Babyschale sparen wollen, sollten eine Schale mit Basis kaufen. Die Basis wird einmal per Isofix oder Gurt befestigt, und der Sitz kann darauf schnell eingeklinkt, aber auch wieder abgenommen werden.

Erst mit 15 Monaten rückwärtsgerichtet

Seit dem Sommer dieses Jahres ergänzt eine I-Size genannte EU-Norm die aktuelle Norm ECE 44/04 für Autokindersitze. Sie ist nach Körpergröße statt nach Gewicht eingeteilt und besagt, dass Kinder bis 15 Monate rückwärtsgerichtet sitzen. Außerdem müssen Modelle mit I-Size-Norm Seitenaufpralltests bestehen. Diese gehören bei der Stiftung Warentest aber schon seit Jahren zum Testprogramm, weshalb auch ältere, gut bewertete Sitze laut den Angaben nach wie vor bedenkenlos gekauft werden können.

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