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Kinderängste: Fotograf Joshua Hoffine zeigt "Children's Nightmares"

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"Children's Nightmares" von Joshua Hoffine  

Fotograf zeigt die schlimmsten Albträume und Urängste von Kindern

23.05.2014, 16:49 Uhr | tze, t-online.de

Kinderängste: Fotograf Joshua Hoffine zeigt "Children's Nightmares". Monster lauern unter dem Bett und unter der Kellertreppe - Fotos aus der Serie "Children's Nightmares" von Joshua Hoffine (Quelle: Joshua Hoffine 2014 - www.joshuahoffine.com)

Monster lauern unter dem Bett und unter der Kellertreppe - Fotos aus der Serie "Children's Nightmares" von Joshua Hoffine (Quelle: Joshua Hoffine 2014 - www.joshuahoffine.com)

Im dunklen Keller lauert ein Monster darauf, dass ein Kind die Treppe hinabsteigt. Bei Vollmond dringt ein zähnefletschender Werwolf ins Haus ein. Die Mutter liegt plötzlich tot auf dem Bett - es sind Urängste von Kindern, die der amerikanische Fotograf Joshua Hoffine sehr real in Szene setzt.

"Children's Nightmares" - Kinderalbträume - heißt die Serie, mit der Hoffine viele Fans gefunden hat. Die albtraumhaften Szenen inszeniert er im Stil von Horrorfilmen mit aufwändigen Kulissen, Kostümen, Theaterschminke - und seinen kleinen Töchtern als Hauptfiguren.

Zentrale Themen sind die Angst vor Dunkelheit, Angst vor dem Tod der Eltern und die Angst, zerfleischt und verschlungen zu werden. "Wir alle sind mit diesen Urängsten auf die Welt gekommen. Wenn wir heranwachsen, schwächen sie sich ab und wandern ins Unterbewusstsein. Kindheitsängste werden durch reale Bedrohungen wie Angst vor Trennung, Krankheit oder Jobverlust abgelöst", sagt Hoffine.

Den Moment größter Spannung eingefangen

Beim Anblick der Fotos stockt dem Betrachter unwillkürlich der Atem. Der Fotograf versteht es, in Hitchcock-Manier den Moment der größten Spannung einzufangen: In der nächsten Sekunde wird das Kind dem Monster begegnen, der Zuschauer sieht das Unvermeidliche kommen, aber das Opfer ahnt noch nichts... Schauerlicher und stärker mit Spannung aufgeladen als ein kinderverschlingendes Monster sei dieser Moment unmittelbar vor der Begegnung, hat der Fotokünstler in einem Radio-Interview erklärt.

Horrorfilme sind moderne Märchen

Die Psychologie der Angst beschäftigt Hoffine schon lange. Der 41-Jährige aus dem US-Bundesstaat Kansas studierte englische Literatur, ehe er sich als Fotograf selbstständig gemacht hat. 2003 begann er seine Serie "Horror Photographs", ein Thema, das ihn schlagartig bekannt machte, als er seine Horrorfotos 2008 erstmals im Internet veröffentlichte.

Als Vater von vier Töchtern hat er immer wieder Märchen vorgelesen und seine Faszination für deren unheimliche Welten entdeckt, die von Monstern, Werwölfen, Hexen und Kobolden bevölkert werden. Immer wieder begegnete er diesen Archetypen menschlicher Ängste, ging ihnen auf den Grund und erkannte sie in modernen Horrorfilmen wieder. "Monster sind eine Metapher. Jegliche Erscheinung von Horror geht auf den Gedanken zurück, dass es Kräfte von Chaos und Zerstörung in dieser Welt gibt, die uns immer und überall bedrohen können und denen wir machtlos ausgeliefert sind. Die Gestalt des Monsters kann wechseln, aber seine Urbedeutung nicht," sagt Hoffine.

Gänsehaut auf der Kellertreppe

Die meisten Reaktionen hat er auf das Motiv mit dem Mädchen auf der Kellertreppe bekommen. Es tastet sich mit der Taschenlampe in der Hand nach unten in die Dunkelheit, während ihm zwischen den hölzernen Stufen ein Monster bösartig grinsend entgegenblickt. Immer wieder erzählten ihm Leute, dass sie auch in einem Haus mit so einer Kellertreppe aufgewachsen seien.

UMFRAGE
Wovor haben Sie sich als Kind am meisten gefürchtet?

"Auch ich hatte Angst vor der Dunkelheit, vor Kellertreppen und dem Monster, das unter meinem Bett lebte. Später hatte ich Albträume von meinen sterbenden Eltern oder einem Atomkrieg", sagt Hoffine in einem Interview mit der "Welt".

Großer Spaß hinter den Kulissen des Horrors

Den schaurigen Fotos sieht man nicht an, dass ihre Produktion eine ausgesprochen lustige Angelegenheit für alle Beteiligten ist. Seine Kinder müssten sich beherrschen, dabei nicht in Lachen auszubrechen, verrät der Fotograf - vor allem, wenn die Oma in die Rolle der Schreckensgestalt schlüpft.

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