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Kita-Streik auf Bayern und NRW ausgeweitet

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Kita-Streik geht in die nächste Runde  

Bei diesen Firmen dürfen Kinder mit zur Arbeit

11.05.2015, 14:32 Uhr | AFP, dpa

Kita-Streik auf Bayern und NRW ausgeweitet. Kinder müssen draußen bleiben, denn in den städtischen Kitas gibt es unbefristete Streiks. (Quelle: dpa)

Kinder müssen draußen bleiben, denn in den städtischen Kitas gibt es unbefristete Streiks. (Quelle: dpa)

Zur Oma, in die Notbetreuung oder mit ins Büro? Zehntausende Eltern müssen ihr ganzes Improvisationstalent aufbieten, um während des Kita-Streiks ihre Kinder unterzubringen. Die Gewerkschaften hoffen auf Rückendeckung auch aus der Wirtschaft.

Geschlossene Kitas, ratlose Eltern: Die Gewerkschaften haben die Streiks an kommunalen Kindertagesstätten am Montag auf ganz Deutschland ausgeweitet. Am Vormittag legten auch Erzieher in Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen die Arbeit nieder. Damit werde nun in allen Bundesländern unbefristet gestreikt, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Bei diesen Firmen dürfen Kinder mit zur Arbeit

Ein Ende ist nicht abzusehen, denn die Arbeitgeber halten die Forderung nach einer besseren Eingruppierung der Erzieher für nicht bezahlbar. Mehrere Unternehmen reagierten und versuchen, ihren Beschäftigten bei der Kinderbetreuung zu helfen.

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Viele Firmen organisieren inzwischen selbst Angebote für den Nachwuchs von Mitarbeitern. So stockten eine Reihe von Unternehmen wie die Commerzbank und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport die Kinderbetreuung auf, die den Beschäftigten ohnehin zur Verfügung steht.

Die Lufthansa erhöhte die Zahl ihrer "Eltern-Kind-Büros". Das sind Büros, in denen Eltern arbeiten und zugleich ihre Kinder betreuen können. Der Autobauer Opel bietet seinen Mitarbeitern an, "unbürokratisch und flexibel" Urlaub, unbezahlten Sonderurlaub, Freischichten oder Home-Office-Tage zu genehmigen. Auch bei der Deutschen Telekom können Eltern ihre Kinder an Streiktagen mit ins Büro nehmen. Die Deutsche Bank vermittelte Angestellten unter anderem Babysitter, Siemens übernimmt in Einzelfällen dafür sogar die Kosten.

Gemeinsam eine Lösung finden

Auch viele kleinere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit an, die Kinder mit zur Arbeit zu bringen. Eine Verpflichtung der Arbeitgeber dazu besteht allerdings nicht. Die Beschäftigten sollten ihre Vorgesetzen daher informieren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Unternehmen sollen sich mit Kitas solidarisieren

Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marlis Tepe, forderte von den Unternehmen, sich mit den Kita-Beschäftigten zu solidarisieren. "Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas."

In vielen Städten machten die Erzieher mit Trillerpfeifen und Plakaten auf ihre Forderungen aufmerksam. "Wir sind es wert" stand darauf, oder: "Wir managen eine Horde Kinder - wir wollen ein Managergehalt."

Notgruppen überfüllt

Viele Eltern zeigten Verständnis für den Arbeitskampf der Erzieher. Aber die Aussicht auf einen unbefristeten Streik macht sie auch ratlos. Die wenigen Notgruppen, die die Städte eingerichtet hatten, waren am Montag fast überall völlig überbucht. "Dieser Tarifkonflikt wird auf dem Rücken der Familien ausgetragen, insbesondere auf dem der Kinder", kritisierte der Vizevorsitzende des NRW-Elternbeirats, Attila Gümüs.

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