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Kita-Tarifstreit und drohender Streik: Das müssen Eltern jetzt wissen

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Wie geht es jetzt weiter?  

Das müssen Eltern über den Kita-Tarifstreit wissen

14.08.2015, 10:16 Uhr | Michael Bauer, dpa

Kita-Tarifstreit und drohender Streik: Das müssen Eltern jetzt wissen. Kita-Tarifstreit: Das Hin und Her im Kita-Tarifstreit scheint kein Ende zu nehmen. Wenn sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im Oktober nicht einigen, gibt es wieder Streik. (Quelle: dpa)

Das Hin und Her im Kita-Tarifstreit scheint kein Ende zu nehmen. Wenn sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im Oktober nicht einigen, gibt es wieder Streik. (Quelle: dpa)

Ist unsere Kita bald wieder wegen Streik geschlossen? Diese Frage dürfte Eltern jetzt am meisten beschäftigen. Die Tarifverhandlungen sind festgefahren, die letzten Gespräche über die Bezahlung von Erziehern sind gescheitert. Wie geht es jetzt weiter? Hier finden Eltern einen Überblick.

Gibt es jetzt wieder Kita-Streiks?

Nicht zwangsläufig. Streiks sind nach Worten von Verdi-Chef Frank Bsirske nicht vor der ersten Oktoberhälfte geplant. Bis dahin haben beide Konfliktparteien noch viel Zeit, eine Eskalation zu vermeiden. Ein wichtiger Faktor ist, wie groß in den kommenden Wochen der Druck von Politikern und Eltern sein wird, den Streit ohne neuerliche Streiks aus der Welt zu schaffen.

Wie geht es jetzt bei den Tarifverhandlungen weiter?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder verharren Arbeitgeber und Gewerkschaften unbeirrt auf ihren Positionen und es gibt neue Streiks. Oder sie verhandeln weiter, bewegen sich aufeinander zu und finden ein Ergebnis, mit dem sie auch in ihren eigenen Reihen das Gesicht wahren können. Zumindest sind sich beide Seiten einig, miteinander im Gespräch bleiben zu wollen.

UMFRAGE
Finden Sie, dass Erzieher und Sozialarbeiter besser bezahlt werden müssten?

Wie könnte eine Einigung aussehen?

Bsirske hat drei Punkte genannt, die ihm besonders am Herzen liegen: mehr Geld für die Erzieherinnen in den unteren Gehaltsgruppen, eine klare Regelung bei der Anerkennung der Berufsjahre, die Erzieherinnen bei anderen Kita-Trägern wie etwa den Kirchen geleistet haben, und mehr Geld für Sozialarbeiter. Bei letzteren soll die Unzufriedenheit über den Schlichterspruch besonders groß gewesen sein. Auch die bislang geplante Laufzeit des Tarifwerks von fünf Jahren könnte eine Rolle spielen. Sie ist den Gewerkschaften zu lang.

Sollte sich der kommunale Arbeitgeberverband VKA in mindestens einem Punkt bewegen, könnten die Verhandlungsführer der Gewerkschaften das als Erfolg verbuchen. Das könnte ihnen größere Zustimmung bei ihren Mitgliedern bescheren. Und die Arbeitgeber hätten mit einem Kompromiss weitere Streiks abgewendet. Das dürfte bei Eltern von Kita-Kindern positiv ankommen.

Die Arbeitgeber fordern derzeit, dass die Verhandlungskommission der Gewerkschaften den Schlichterspruch anerkennt. Das ist aber nach den klaren Ergebnissen der Mitgliederbefragungen unwahrscheinlich.

Warum blieben die Arbeitgeber beim letzten Verhandlungstag stur?

Sie haben nach eigener Auffassung schon genug getan, um überhaupt zu dem - inzwischen gescheiterten - Schlichterspruch zu kommen. Mehr geht nicht, lautet ihr Credo. Nicht nur bei den Gewerkschaften hat es rumort, auch bei den Arbeitgebern herrschte Unzufriedenheit. Der VKA beklagt Austritte von Kommunen, denen schon der Schlichterspruch zu teuer war. Damit steht auch der Arbeitgeberverband unter internem Druck. Er will keine weiteren Zugeständnisse machen, die seine Mitglieder noch mehr Geld kosten

Ist Verdi-Chef Bsirske angeschlagen?

Der Verdi-Chef hatte dem Schlichterspruch zugestimmt, die übrigen Gewerkschaftsführer übrigens auch. Doch viele Mitglieder folgten ihrer Führung nicht. "Wir haben alle miteinander das Ergebnis für abschlussfähiger gehalten, als es am Ende war", räumte Bsirske ein. Er versucht nun, den Druck an die Arbeitgeber weiterzugeben. Die Befragung sei "ein klares Signal", mehr für die Beschäftigten zu erreichen - nicht nur an die Gewerkschaftsspitze, sondern auch an die Arbeitgeber. Wollten die wirklich eine Befriedung bei Erziehern und Sozialarbeitern, müssten sie dieses Signal erkennen, argumentiert er.

Welche Rolle spielt Bsirskes angestrebte Wiederwahl?

Bsirske will sich auf dem Verdi-Bundeskongress vom 20. bis 26. September in Leipzig als Vorsitzender wiederwählen lassen. Die Arbeitgeber spekulieren darauf, dass der Verdi-Chef, der nun den eigenen Mitgliedern Härte und Kampfbereitschaft demonstriert hat, nach einer Wiederwahl kompromissbereiter ist und auf den "Boden der Realität zurückkehrt", wie Arbeitgebervertreter Böhle es formuliert. Bsirske selbst bestreitet jeglichen Zusammenhang zwischen seiner Verhandlungsführung und dem Bundeskongress.

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