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Immer mehr Kinder werden in Kitas und bei Tageseltern betreut

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Trend hält an  

Immer mehr Kinder in Kitas und bei Tageseltern

01.10.2015, 17:14 Uhr | AFP

Immer mehr Kinder werden in Kitas und bei Tageseltern betreut. Fast jedes dritte Kind geht zur Kita oder zu Tageseltern.  (Quelle: dpa)

Fast jedes dritte Kind geht zur Kita oder zu Tageseltern. (Quelle: dpa)

Die Zahl der in Kitas oder bei Tageseltern betreuten Kleininder steigt. Das Plus von 32.000 Kindern bewirkt vor allem der Osten Deutschlands. Das sind die aktuellen Zahlen.

In Deutschland wird fast jedes dritte Kind unter drei Jahren in einer Kita oder von Tageseltern betreut. Zum Stichtag am 31. März waren dies fast 700.000 Kleinkinder und damit rund 32.600 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das Plus fiel den Angaben zufolge allerdings geringer aus als in den Vorjahren; 2014 etwa war die Zahl der betreuten Kleinkinder um 64.500 gestiegen.

Im Osten mehr Kinder extern betreut

Die Betreuungsquote im Osten Deutschlands ist auch weiterhin deutlich höher als im Westen. Während in den neuen Bundesländern unter Einbeziehung von Berlin knapp 52 Prozent der Kleinkinder außerhalb von Zuhause betreut werden, sind es in den alten Ländern 28,2 Prozent. Am höchsten liegt die Quote in Sachsen-Anhalt (57,9 Prozent), am niedrigsten in Nordrhein-Westfalen (25,8 Prozent).

Auch in den einzelnen Altersgruppen unterscheiden sich die Betreuungsquoten noch deutlich. Bundesweit wurden 2,6 Prozent der Babys unter einem Jahr extern betreut. Bei den Einjährigen besuchten 35,8 Prozent eine Kita oder Tageseltern, bei den Zweijährigen waren es mehr als 61 Prozent.

Frühkindliche Bildung und Karriere verursachen den Zulauf

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) erklärte, Eltern nutzten zunehmend Kinderkrippen und Kindertagesbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur frühkindlichen Bildung. Zudem verbessere eine gute Kinderbetreuung die Chancengleichheit von Kindern. Schwesig verwies darauf, dass der Bund in dieser Legislaturperiode bereits das Sondervermögen zum Ausbau der Kinderbetreuung auf eine Milliarde Euro aufgestockt habe. Es sei "gut, dass der Bund die freiwerdenden Mittel aus dem Betreuungsgeld künftig nutzt, um Länder und Kommunen bei der Kinderbetreuung zu unterstützen".

Weniger Tagesmütter

Seit dem 1. August 2013 haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz. Anfang März 2015 gab es laut Statistikamt bundesweit 54.536 Kindertageseinrichtungen. Das waren 1121 Einrichtungen mehr als als ein Jahr zuvor. Die Zahl der dort beschäftigten Erzieher, Kitaleiter und Verwaltungsmitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum um 5,2 Prozent auf 555.000. Gleichzeitig sank die Zahl der Tagesmütter und -väter um 753 auf gut 44.100, was einem Rückgang um 1,7 Prozent entspricht.

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