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Babyschwimmen: Babys fühlen sich im Wasser wohl

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Babyschwimmen  

Im Wasser fühlen sich Babys zuhause

28.01.2009, 14:17 Uhr | Robert Scholz; aq

Babyschwimmen: Babys fühlen sich im Wasser wohl. Im Wasser fühlen sich die meisten Babys geborgen.

Im Wasser fühlen sich die meisten Babys geborgen. (Bild: Imago)

Am Ende der Schwangerschaft schwimmt der Fötus in zirka einem Liter Fruchtwasser. Alle drei Stunden wird dieser erneuert und bis zur eigentlichen Geburt hat das Baby fast die Hälfte davon getrunken. So könnte man sagen, dass das Leben seinen Ursprung im Wasser hat. Und kaum ist das Baby geboren, soll es schnell wieder hinein. Das Schwimmen mit Babys hat bereits eine lange Tradition und seine Beliebtheit bei Eltern ist bis heute ungebrochen.

Tradition und Forschung

Die Urvölker haben es wohl getan und die Völkerkunde findet auch heute noch archaische Kulturen, in denen das Baden mit dem Baby im Fluss ganz selbstverständlich zur Tagesroutine gehört. 1968 startete die Sporthochschule Köln dann eine Langzeitstudie zum Thema Baby- und Kinderschwimmen und kam 1975 zu dem Schluss, dass in den ersten 22 Lebensmonaten des Kindes die Bewegung im Wasser zu besseren motorischen Fertigkeiten führt als im Trockenen. Im Osten Deutschlands forschte man zur gleichen Zeit an der Leipziger Hochschule für Körperkultur ebenfalls zu dieser Thematik. Zwischenzeitlich haben sogar mehrere Weltkongresse zu diesem Thema stattgefunden.

Was ist dran, am Planschen mit Baby im Arm?

Ursula Jahn-Zöhrens, Hebamme und Leiterin von Babyschwimm-Kursen in Baden-Württemberg, verfällt in einen gerührten Ton, wenn sie die Gesichter ihrer kleinen Klienten beschreibt, wie sie sich in den Armen der Mutter in den Wellen wiegen. „Man muss die Freude und das Lachen gesehen haben, um zu verstehen, was mit den Kindern im Wasser passiert.“: Das Baby gewinnt ganz automatisch an Selbstsicherheit, es erreicht eine natürliche Freiheit, wie sie nur im Wasser erlebbar wird, so Frau Jahn-Zöhrens weiter. Das Wasser ermöglicht dem Kind andere Bewegungsmöglichkeiten und ist somit für die motorische Entwicklung des Babys, sowie für das Training von Herz-/Kreislaufsystem und Muskeln, der ideale Ort.

Sinnlichkeit und Wahrnehmung

Aber auch die Sinne werden trainiert. Das Gefühl von Wärme und Kälte; von Auftrieb und Sinken; von Widerstand und „Schwerelosigkeit“, verbessert die sinnlichen Fähigkeiten des Kindes. Es schläft besser, das Immunsystem ist effektiver auf Infekte eingestellt, die Konzentration und die Atmung werden gestärkt - also ein beinahe allumfassendes Trainings- und Vorbeugeprogramm. Für das Kind ist die Welt außerhalb des Uterus erstmal befremdlich. Nichts wird mehr durch das Fruchtwasser gedämpft, die Atmung muss sich um Sauerstoff aktiv bemühen - das Erlebnis des Wassers gestaltet den Übergang dieser beiden Welten sanfter. Ganz nebenbei verstärkt das gemeinsame Schwimmen übrigens auch die Bindung zu den Eltern. Diese entdecken, meist mit großem Erstaunen, das Können ihres Sprösslings. Sie verlieren die Angst mit dem Kind falsch umzugehen und erlangen mehr Vertrauen in dessen Kräfte. Gerade überängstliche Eltern profitieren von den Stunden im Becken.

Was gilt es zu beachten?

Vor Allem stehen die Bedürfnisse des Kindes. Das Hauptanliegen beim Babyschwimmen, ist nicht das Schwimmen zu erlernen, sondern die Wiederentdeckung des Wassers. Dazu sollte dieses eine entsprechend kontrollierte Qualität haben und zirka 34 Grad Celsius warm sein. Die Lufttemperatur sollte 30 Grad nicht unterschreiten. Babys frieren relativ schnell, weil ihnen ein ausreichendes Fettpolster fehlt. Eine halbe Stunde im Wasser sollte deshalb auch nicht überschritten werden. Das Tauchen wird übrigens kontrovers diskutiert. Ursula Jahn-Zöhrens verweist aber auf das gesunde eigene Gefühl des Kindes - wenn es nicht getaucht werden will, dann macht das Kind das auch deutlich.

Weitere Voraussetzungen

Prinzipiell ist die Wassergymnastik mit dem eigenen Kind ab der sechsten Woche möglich. Empfohlen wird ein Einstieg nach dem dritten Lebensmonat - natürlich nur, wenn das Kind gesund ist. Ein Kinderarzt muss davor aber nicht unbedingt konsultiert werden. Das Kind darf kein Fieber haben, keine allergischen Auffälligkeiten und nach Impfungen 48 Stunden nicht ins Wasser gehen. Im Handel werden besondere Schwimmwindeln für Babys angeboten. Einmalwindeln genügen den hygienischen Anforderungen nicht. In jedem Fall sollten sich Eltern in einem Kurs dem Element Wasser nähern. Zum einen wegen der fachlichen Kompetenz der Kursleiter und den damit verbundenen Erfahrungen, aber auch, weil das Miteinander von mehreren Eltern und ihren Wasserflöhen die Kinder in den sozialen Kompetenzen stärkt und die neuen Eltern in der Gruppe aufleben lässt.


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