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Laufräder: Worauf kommt's an?

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Worauf es bei Laufrädern ankommt

20.12.2011, 16:48 Uhr | iri, dpa

Worauf es bei Laufrädern ankommt. Laufräder: Immer mehr Kinder lieben die Mischung aus Roller und Fahrrad.

Laufräder: Immer mehr Kinder lieben die Mischung aus Roller und Fahrrad.

 

Der Knirps hat Tempo drauf. So ordentlich, dass seine Mutter hinter ihm herruft: "Pass auf, guck nach vorn!", was nur dazu führt, dass der Junge zu ihr schaut und mit seinem Laufrad zielstrebig auf einen Fußgänger zufährt. Dem bleibt nur, schnell zur Seite zu springen. Laufräder erobern die Städte: Immer mehr Kinder flitzen auf den Gefährten herum, die eine Mischung aus Roller und Fahrrad sind. Und mehr Hersteller als früher haben Laufräder im Programm. Die Optik reicht vom edel designten Alumodell bis zum Mini-Holz-Motorrad. Bei der Ausstattung gilt aber: Weniger ist mehr.

Holz oder Metall?

Wollen Eltern ein Laufrad kaufen, stehen sie zunächst vor der Frage: Holz oder Metall? Laufräder aus Stahl oder Aluminium können im Regen stehen, ohne dass viel passiert. Die Modelle aus Holz seien außerdem in der Regel etwas teurer, sagt Martin Hofmann von der Stiftung Warentest in Berlin, die Laufräder getestet hat. Bei der Stabilität gebe es dagegen keine großen Unterschiede. "Die Wahl ist Geschmacksache."

Für jeden Geschmack das passende Design

Metallräder gibt es in Rosa und Hellblau, mit Motiven von Ernie und Bert oder den Wilden Kerlen. Der Hersteller Hudora lässt die Kleinen bei seinem Laufrad "Ratzfratz" mit einer schwarzen Piratenflagge durch die Straßen flitzen. Klassische Holzräder kommen dagegen meist im schlichteren Design daher. Sie bestehen aus Birke oder Buche, einige haben farbige Räder oder einen bunten Sitz. Da auch ihre Hersteller wissen, dass Eltern ihren Nachwuchs gern auf schicken Gefährten sehen, bieten einige entprechende Sondermodelle an.

Kleine Motorräder und Rennwagen

Da schon kleine Jungs von großen Maschinen träumen - oder Väter das zumindest glauben -, gibt es auch Laufräder im Motorrad-Design. Beim britischen Hersteller Kiddimoto ähnelt das Laufrad einer Rennmaschine - Auspuff inklusive. Auch bei der Ausstattung setzen die Hersteller auf unterschiedliche Details. Kettler stattet seine Modelle zum Beispiel mit einem extralangen Sattel aus, weil Kinder darauf beim Fahren herumrutschen können. Puky legt Wert auf einen tieferen Einstieg: Ein Trittbrett soll beim Fahren zu Balanceübungen animieren.

Schadstoffarme Modelle

Nachdem die Stiftung Warentest 2008 bei einer Untersuchung von Laufrädern ("Test"-Ausgabe 7/2008) Schadstoffe in Reifen, Griffen und Sitzbezügen bemängelte, haben viele Hersteller reagiert. Die Tester kritisierten unter anderem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in den Reifen, diese stehen in Verdacht, das Erbgut zu verändern, Krebs erzeugend zu sein und die Fortpflanzung zu beeinträchtigen. Deshalb können Eltern jetzt häufig schadstoffarme Vollgummireifen auswählen. Für Sitze gibt es spezielle Bezüge.

Auf Bremse verzichten

Manche Hersteller statten ihre Laufräder mit Bremsen aus. Davon sollten Eltern aber besser die Finger lassen, rät Reinhard Liebisch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. Die kleinen Fahranfänger seien mit der Bremse völlig überfordert. "Die stoppen mit den Füßen", weshalb der Sattel nur so hoch eingestellt werden sollte, dass die Kinder noch stehen können. Außerdem sollten sie beim Fahren Schuhe tragen. "Die Bremse suggeriert Eltern, dass ihre Kinder bremsen können. Das ist aber falsch", sagt auch Martin Hofmann. Er rät daher, ein Modell ohne Bremse zu kaufen - oder sie vom Händler abmontieren zu lassen. Wer nicht auf die Bremse verzichten möchte, sollte laut Liebisch zumindest darauf achten, dass sie am Hinterrad montiert ist.

Fragwürdige Einschlagbegrenzung

Einige Laufräder verfügen über eine Einschlagbegrenzung für den Lenker. Sie soll verhindern, dass das Kind den Lenker aus Versehen zu stark herumreißt und stürzt. Der Nachteil: Die Mädchen und Jungen können laut Stiftung Warentest damit keine engen Kurven fahren. Fällt das Laufrad auf den Boden - etwa bei einem Sturz -, steht der Lenker außerdem hoch, was zu Verletzungen führen kann. Gibt es eine Bremse, sollte laut den Testern aber nicht auf die Einschlagbegrenzung verzichtet werden. "Sonst könnte sich der Bautenzug um den Lenker wickeln", warnt Hofmann.

Gut für Koordination und Reaktion

Generell sind die Experten von Laufrädern überzeugt. "Für das Kind ist es ein großes Erlebnis: Es merkt, dass es auf einmal viel schneller vorankommt", erklärt Liebisch. Auch schulten Laufräder die Koordination und Reaktion, das Gleichgewichtsvermögen und die Wahrnehmung. "Vom Laufrad können Kinder meist problemlos auf ein Fahrrad umsteigen."

Erst laufen lernen und dann aufs Laufrad

Aber wann ist ein Kind so weit, dass es auf ein Laufrad kann? "Das Kind sollte sicher laufen können", sagt Liebisch. Wer so lange nicht warten möchte, ist bei Kokua richtig. Das RockaBike lässt sich auf eine Holzwippe montieren und ersetzt so das Schaukelpferd. Und das neuseeländische Design-Studio Wishbone bietet ein Laufrad für Kinder an, die noch Gleichgewichtsprobleme haben. Es lässt sich mit wenigen Handgriffen vom Laufdreirad in ein herkömmliches Laufzweirad umbauen.

 
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