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Kindersicherheit: Was beim Spielzeugkauf beachtet werden sollte

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Spielwaren  

So erkennen Eltern sicheres Spielzeug

24.03.2015, 14:57 Uhr | AFP

Kindersicherheit: Was beim Spielzeugkauf beachtet werden sollte. Spielzeug ist oft so stark mit Schadstoffen belastet, dass es in der EU nicht verkauft werden darf. (Quelle: dpa/Helen Maguire)

Spielzeug ist oft so stark mit Schadstoffen belastet, dass es in der EU nicht verkauft werden darf. (Quelle: Helen Maguire/dpa)

In der EU sind im vergangenen Jahr fast 2500 Produkte wegen gefährlicher Mängel vom Markt genommen worden, mehr als ein Viertel davon waren Spielsachen und Plüschtiere. Diese zogen die Prüfer aus dem Verkehr, weil sich Kinder an ihnen verletzen könnten oder sie mit bedenklichen Chemikalien belastet sind. Was Eltern beim Kauf von Spielzeug beachten müssen:

Welche Voraussetzungen muss Spielzeug laut Gesetz erfüllen?

Die gesetzlichen Regelungen schreiben vor, dass Spielzeuge unter anderem keine scharfen Kanten oder verschluckbaren Teile haben. Außerdem müssen sie schwer entflammbar sein. Elektrische Spielzeuge dürfen nur mit einer bestimmten Spannung betrieben werden. Zahlreiche Schadstoffe sind verboten, weil sie zum Beispiel allergieauslösend oder krebserregend wirken können. Diese Regelungen sind aber uneinheitlich und lückenhaft - viele als bedenklich geltende Stoffe sind beispielsweise nicht erfasst.

Erfüllt das Spielzeug wenigstens die gesetzlichen Vorgaben?

Wichtig ist vor allem das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Es wird von unabhängigen Stellen, etwa dem TÜV, für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vergeben. Wichtig ist, dass neben dem Zeichen die Prüfinstitution angegeben ist. Fehlt diese, kann es sich auch um ein gefälschtes Siegel handeln.

Darüber hinaus gibt es private Prüfzeichen, der TÜV Rheinland vergibt beispielsweise das Tox-Proof-Siegel und das Proof-Siegel für Spielzeug. Hier werden zusätzliche Prüfungen vorgenommen. Beim Tox-Proof-Test, der auch bei Textilien angewandt wird, werden nach Angaben des TÜV auch alternative Substanzen geprüft und Produkte unter realistischen Bedingungen etwa auf Speichel- und Schweißechtheit genauer untersucht.

Gibt es noch andere vertrauenswürdige Sicherheits-Siegel?

Neben dem GS-Zeichen gibt es hilfreiche Spezialsiegel etwa für Textilqualität (ÖkoTex Standard 100), elektrische Sicherheit (VDE) oder pädagogische Eignung (Spiel gut). Auch das staatlich initiierte Umweltsiegel "Blauer Engel" ist in einigen Fällen relevant. Das CE-Siegel der EU dagegen, das auf vielen Spielzeugen prangt, hilft wenig, weil es der Hersteller selbst anbringt und es nicht kontrolliert wird.

Was ist speziell bei Spielzeug aus Kunststoff zu beachten?

Plastikspielzeug sollte frei von PVC und Weichmachern (Phtalaten) sein. Diese Stoffe können schädlich für das Kind sein, wenn es sie verschluckt oder das Spielzeug in den Mund nimmt. Besser sind PP (Poly-Propylen) oder PE (Poly-Ethylen). Oft ist die Kunststoffart mit Zahlen von 1 bis 7 in einem Dreieck auf dem Produkt verschlüsselt. Die 3 steht für PVC. Die Kunststoffe der anderen Zahlen gelten als kaum bedenklich. Vorsicht gilt vor allem bei Billig-Spielzeug: Darin werden immer wieder hohe Konzentrationen giftiger Weichmacher entdeckt.

Ist Holzspielzeug generell unbedenklich?

Auch Holzspielzeug kann Schadstoffe enthalten. Verbraucher sollten zu unlackiertem, gewachstem Holz greifen. Vollholz ist besser als geklebtes Holz aus Pressspan oder Sperrholz, das ebenfalls Schadstoffe enthalten kann.

Wie sehe ich, woher das Spielzeug kommt?

Mehr als die Hälfte der Spielwaren in Deutschland stammt aus China. Hersteller müssen nicht angeben, wo ein Spielzeug produziert wurde. Vertrauenswürdige Firmen aber geben meist neben ihrer Adresse auch das Ursprungsland auf der Verpackung an. Produkte ohne Herstellerangabe sollten nicht gekauft werden.

Was kann ich im Laden sonst noch tun?

Verbraucherschützer empfehlen, auch auf eigene Faust zu testen. So könnten Käufer überprüfen, ob ein Spielzeug auf der Haut abfärbt oder ob es unangenehm riecht. Beides kann ein Hinweis auf Schadstoffbelastung sein. Die Qualität kann auch durch andere einfache Tests wie Zupfen an einem Plüschtier getestet werden. Auch sollte geprüft werden, ob sich Kleinteile leicht ablösen. Gefährliche Inhaltsstoffe sind Spielzeugen allerdings oft nicht anzumerken.

Was tun, wenn ich gefährliche Mängel feststelle?

Wer einen Defekt feststellt, sollte zum betreffenden Händler gehen. Bei Spielzeugen, die gegen die rechtlichen Regelungen verstoßen, können Kunden nach Angaben der Stiftung Warentest den Kaufpreis zurückverlangen. Wer glaubt, von einem Spielzeug gehe generell eine Gefahr aus, kann dies bei den Gewerbeaufsichtsämtern melden.

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