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Kinder für den Garten begeistern

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Kleine Gärtner  

Wie Sie Kindern den Garten schmackhaft machen

03.05.2012, 12:17 Uhr | dpa

Kinder für den Garten begeistern. Schon kleine Kinder können im Garten helfen. (Quelle: dpa)

Schon kleine Kinder können im Garten helfen. (Quelle: dpa)

Ein Haus mit eigenem Garten ist für viele junge Familien ein bevorzugtes Wohnmodell - auch, weil sie ihren Kindern Freiräume ermöglichen und bewussten Umgang mit der Natur vermitteln möchten. Dazu bietet ein kleines Grundstück den idealen Rahmen. Dort können die Kinder nicht nur ungestört toben. Auch ihre fleißigen Hände sind immer hilfreich. Allerdings müssen kleine Nachwuchsgärtner sorgsam und altersgerecht an die Gartenarbeit herangeführt werden - hier finden Sie jede Menge Tipps und Ideen für die Gartenarbeit mit Kind zum Durchklicken.

Was braucht der ideale "Kinder-Garten"?

"Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Kinder Freude an der Gartenarbeit entwickeln, ist, dass sie sich im Garten wohlfühlen", sagt Birgit Rafflenbeul von der Natur- und Umweltakademie Nordrhein-Westfalen in Recklinghausen. Zum Wohlfühlen brauchen die Kleinsten vor allem die Möglichkeit, sich zu bewegen. In einem ordentlich geplanten und gestalteten Garten können sie dies nur in begrenztem Maße. Aber es gibt auch dort Möglichkeiten, dem Bewegungs- und Spieltrieb der Kinder gerecht zu werden: "In einem Kinder-Garten sollte es immer unfertige, veränderbare Ecken geben - ein Heckengehölz, unter dem eine Höhle gebaut werden kann, Steine und Hölzer, auf denen balanciert wird oder mit denen Berge gebaut werden, Erdhaufen, die umgeschichtet werden", rät Rafflenbeul.

Kinder in die Gartenarbeit miteinbeziehen

Voraussetzung Nummer zwei ist, dass die Eltern selbst im Garten aktiv sind. "Wenn Kinder im Garten spielen und gleichzeitig erleben, dass die Eltern ihre Pflanzen hegen und pflegen, dann lassen sie sich leicht anstecken", so Rafflenbeul. Die Nachwuchsgärtner sollten Schritt für Schritt in die Gartenarbeit einbezogen werden.

"Grundsätzlich gilt: Kinder lernen erstens vom Vorbild und zweitens durch Üben, und zwar in Situationen, die ihrem Alter und ihrer Erfahrung nach mehr oder weniger von den Eltern kontrolliert werden", erläutert Inke Ruhe von der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" in Bonn. Im Vorschulalter ist Buddeln angesagt: Beim Umgraben sind kleine Gärtner auf jeden Fall dabei - auch wenn ein schillernder Käfer durchaus eine längere Arbeitspause verursachen kann. "Auch Kompost verteilen, Samen streuen und Gießen sind Tätigkeiten für die Kleinsten", zählt Rafflenbeul auf.

Wobei schon kleine Kinder helfen können

Die kleinen Hände halten am besten kindgerechte Gartenwerkzeuge, allerdings sind diese nicht ganz billig. "Wollen Sie das nicht investieren, helfen Sie bei der Bodenvorbereitung", empfiehlt die Fachbuchautorin Dorothea Baumjohann aus Hameln. Eine kleine Gießkanne und ein nicht allzu großer Eimer sollten jedoch verfügbar sein.

Auch der eine oder andere Topf kann von den kleinen Kindern bepflanzt werden - Hauptsache, es bleibt überschaubar, welche Pflanzen den Kindern und welche den Erwachsenen gehören. "Man kann zusammen etwas aussäen, zum Beispiel Sonnenblumen, Kapuzinerkresse oder Feuerbohnen, und diese Pflanzen dann später gemeinsam an einen Platz in den Garten setzen", sagt Baumjohann.

Das eigene Beet

Schulkinder können schon umfangreichere Projekte in Angriff nehmen. "Kinder lieben es, ihr eigenes Beet zu bewirtschaften. Teilen Sie im Garten eine kleine Fläche ab und geben Sie den Kindern Eigenverantwortung für ihr Stück Land", schlägt Baumjohann vor. Dort können sie beispielsweise Möhren oder Radieschen in Reihen säen. "Durch Anlegen von Stöckchen oder ein Seil mit Knoten lassen sich Saatabstände gut sichtbar machen", sagt die Pädagogin Rafflenbeul.

Wichtig sei, dass die Kinder mit der Verantwortung für ihr Fleckchen Beet auch die Möglichkeit zu eigenen Entscheidungen haben. Diese können durchaus anders fallen als die eines Erwachsenen. So haben Brennnessel und Löwenzahn für kleine Gärtner möglicherweise einen besonderen Stellenwert - weil sie Schmetterlinge anlocken oder weil sie so schön leuchten. Vorgaben oder gar Verbote sind an solchen Stellen kontraproduktiv: "Zeigen Sie, dass Sie in Ihrem eigenen Beet das Unkraut lieber wegziehen, um den Möhren den Platz freizuhalten, damit Sie später ernten können", rät Baumjohann den Eltern. "Vielleicht sind Ihren Kindern die Möhren im nächsten Jahr dann auch wichtiger."

Anleiten und Ausprobieren

Auch bei vielen Pflegeaufgaben im Garten der Großen können Schulkinder gut mitmachen. Dazu gehört zum Beispiel das Anhäufeln der Rosen oder das Ausgeizen der Tomaten. "Mit schwierigeren Tätigkeiten werden Kinder am besten zunächst in Eins-zu-Eins-Situationen beauftragt", rät Sicherheitsexpertin Ruhe. So können die Eltern das Gleichgewicht zwischen Anleiten einerseits und Ausprobieren lassen andererseits individuell bemessen.

Auch im Garten brauchen Kinder Erfolgserlebnisse

Egal, wie alt die Kinder sind: Neben liebevoller Begleitung und fachlicher Anleitung ist die wichtigste und oft auch die schwierigste Aufgabe für Eltern, die Sprösslinge bei der Stange zu halten. Sehr motivierend wirken Erfolgserlebnisse. "Setzen Sie auf schnellwachsende und robuste Arten. Besonders beliebt und einfach in der Kultur sind zum Beispiel Erbsen, Kohlrabi und Salate. Auch Zuckermais kommt gut an, weil er rasant schnell wächst", rät Baumjohann. Außerdem lieben Kinder alles, was sie sinnlich erfahren können: leckere Erdbeeren, duftende Kräuter und farbenfroh leuchtende Blüten.

Sicherheit der Kinder nicht aus dem Blick verlieren

Bei allem Spaß, den Kinder im Garten erleben können, sollten die Risiken nicht außer Acht gelassen werden. Vorschulkinder können Gefahren im Garten noch nicht richtig erkennen und in ihrer Dimension einschätzen. "Sie dürfen auf keinen Fall unbeaufsichtigt in der Nähe eines Teiches buddeln", warnt die Sicherheitsexpertin Inke Ruhe. Neben Wassergefäßen bergen Rasenmäher, Kettensäge, Dünger und Co. die größten Risiken. "Wenn Kinder unter zwölf Jahren im Garten zu Gange sind, sollten alle elektrischen Geräte unter Verschluss gehalten werden." Zudem können Regentonnen oder Teiche sicherheitshalber umzäunt oder abgedeckt werden.

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