Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schulkind >

Mehrsprachigkeit: Eintauchen in das Sprachbad mit immersivem Lernen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mehrsprachigkeit  

Eintauchen in das Sprachbad: Immersives Lernen

24.04.2009, 15:07 Uhr | mmh, dpa

Im bilingualen Unterricht erfassen Kinder den Sinn des Gesagten. (Bild: ddp)Nicht Vokabeln pauken, sondern tiefes Eintauchen in die Sprache, das ist „immersives Lernen“. „Ein Sprachbad“, nennt es Professor Heiner Böttger. Dieses Konzept befürworten die Didaktiker.

Tiefes Eintauchen in das Sprachbad

Die Muttersprache ist tabu, nur die Fremdsprache wird gesprochen. Auf diese Weise nehmen die Kinder auch komplizierte Sprachstrukturen und Grammatik-Konstruktionen intuitiv auf, so die Beobachtung in Modellunterricht, und wenden sie an. Beispiel: „I am spieling ball.“ System erkannt, grammatikalische Regel korrekt angewandt, nur das Wort „spielen“ ist aus dem Deutschen entliehen, denn oft ist der Wortschatz noch zu klein. Gerade aus solchen Fehlern der Schüler erfahren die Wissenschaftler, wie das Sprachenlernen bei Kindern  funktioniert. Diese „Zwischensprache“ wird nach und nach verfeinert. Ziel ist: Am Ende der Grundschulzeit den Kindern eine selbstbewusste und positive Haltung zum Sprachenlernen mitzugeben. Gerade kleinere, unbefangene Kinder entwickeln diese leichter als pubertierende Jugendliche, die eher fürchten, sich mit falscher Aussprache oder Grammatikfehlern zu blamieren. Akzent und Syntax-Fehler lassen sich vorher viel besser ausmerzen. Apropos Akzent: Wer mit einem regionalen Dialekt aufwächst und  lernt, zwischen Hochdeutsch und Dialekt zu unterscheiden, hat einen enormen Vorteil für das Sprachenlernen. Das „neuronale Netz“ im Gehirn funktioniert dadurch ähnlich wie bei Zweisprachlern.

Keine perfekte Zweisprachigkeit

Mit zwei Wochenstunden Englisch ist sicherlich keine perfekte Zweisprachigkeit zu erreichen, aber eine Basis und positive Einstellung zur Zweisprachigkeit. Es ist nicht nur die Unbefangenheit der Kleinen ausschlaggebend, auch die Phasen der Gehirn-Entwicklung. Mit fünf Jahren schon klingt die optimale Phase zum Spracherwerb allmählich ab. Kommt in dieser kritischen Phase der Sprachentwicklung eine zweite dazu, wird die zweite ebenso gut gelernt. Im Alter von drei bis fünf Jahren steht das Sprachenfenster am weitesten offen. Es schließt sich langsam, und im Alter von zehn Jahren – so Neurowissenschaftler – wenn traditionell an deutschen Schulen die Fremdsprachen eingeführt werden, ist es schon fast geschlossen. 

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal