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Kinderbetreuung: Der richtige Babysitter

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Kinderbetreuung  

So finden Sie den richtigen Babysitter

30.07.2010, 14:43 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Kinderbetreuung: Der richtige Babysitter. Junge Frau mit Baby auf dem Schoß.

Die Suche nach dem passenden Babysitter gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. (Bild: imago)

Sei es der gemeinsame freie Abend mit dem Partner, das ungestörte Erledigen von Ämtergängen und Arztbesuchen oder das gemütliche Kaffeetrinken mit der kinderlosen Freundin - der Freiraum, den ein Babysitter schafft, kann den elterlichen Alltag sehr erleichtern. Nicht jeder aber hat das Glück, Großeltern zu haben, die in der Nähe wohnen und gerne ab und zu mal auf das Kind aufpassen. Die Suche nach dem perfekten Babysitter ist dann oft nervenaufreibend. Denn allein schon der Gedanke, sein Kind in fremde Hände zu geben, macht viele Eltern nervös.

Die Chemie muss stimmen

Ganz wichtig ist, dass die Familie und der Babysitter sich sympathisch sind. Der Bewerber sollte aufgeschlossen sein, offen auf das Kind zugehen und zeigen, dass er Spaß am Umgang mit ihm hat. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit sind genau wie Sensibilität, Geduld und Verantwortungsbewusstsein weitere entscheidende Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Die einfachste und meist effektivste Art und Weise, einen geeigneten Babysitter für sein Kind zu finden, ist es, sich bei anderen Eltern beziehungsweise in der Nachbarschaft umzuhören. Auch Aushänge in Kindergärten, Schulen und Gemeinden bringen, neben zahlreichen Babysitterbörsen im Internet, oft den erwünschten Erfolg.

Das Babysitterdiplom

Vielerorts werden von Kirchen, Familienbildungsstätten oder Vereinen wie dem Kinderschutzbund oder dem Deutschen Roten Kreuz Kurse zum Erwerb eines "Babysitterdiploms“ angeboten und Absolventen an Eltern weitervermittelt. Im Rahmen eines solchen Diploms werden Grundkenntnisse wie Versorgung und Pflege von Babys und Kleinkindern, altersgerechte Spielanregungen sowie das Verhalten in schwierigen Situationen und Notfällen nahegebracht. Auch Kenntnisse über Anforderungen und Erwartungen an einen Babysitter werden vermittelt. Ein solches Zertifikat garantiert zwar nicht automatisch, dass es sich um einen guten Babysitter handelt, es beweist aber, dass der Bewerber die Aufgabe ernst nimmt und Verantwortung zeigt.

Auf den Bauch hören

Die Frage, ab welchem Alter man ein Kind von einem Babysitter betreuen lassen kann, muss individuell beantwortet werden. Wichtig ist vor allem, dass die Betreuungsperson sicher ist im Umgang mit dem Kind und sich nicht überfordert fühlt. Wenn ein Kind eine Person als Babysitter ablehnt, so sollte man es nicht dazu zwingen, sondern stattdessen auf das Bauchgefühl vertrauen. Damit man selbst entspannt und beruhigt von zu Hause weggehen kann, ist es wichtig, dass sich beide miteinander wohlfühlen und man sein Kind in guten Händen weiß.

Die Premiere

Hat man sich für einen Babysitter entschieden, dann sollte man das erste Mal gemeinsam mit ihm und dem Kind verbringen. So merkt man schnell, ob die beiden sich gut verstehen. Beim zweiten Treffen kann man sie dann immer wieder mal für kurze Zeit alleine lassen, sollte aber in der Nähe bleiben. Wichtig ist, sich vom Kind zu verabschieden, wenn man geht und sich nicht einfach davonzustehlen. Vor allem wenn es noch klein ist, merkt es dadurch, dass es sich auf seine Eltern verlassen kann und sie wiederkommen werden. Der Babysitter sollte die entscheidenden Räume in der Wohnung wie Küche oder Bad kennen und auch wissen, welche Zimmer für ihn eventuell tabu sind. Eine vorbereitete Liste mit allen Notfallnummern und ein Besprechen der geltenden Regeln schaffen Sicherheit auf beiden Seiten.

Regeln sind wichtig

Grundsätzlich gilt, dass der Babysitter die familienüblichen Regeln einzuhalten hat. Essens- und Fernsehgewohnheiten, Bettzeiten und  bestimmte Rituale sollte er genauso gut kennen wie eventuelle Allergien und Abneigungen.  Auch sollte er wissen, welche Gefahrenpunkte im Haushalt lauern und ob möglicherweise entwicklungsbedingte Schwierigkeiten oder auch Ängste auftauchen können und wie er damit umgehen soll. Passt ein Babysitter auf ein Kind auf, während es schläft, kann man ihm erlauben, das Telefon für Privatgespräche zu nutzen, fernzusehen oder auch eine Freundin mitzubringen. Wie weit man in diesem Punkt gehen möchte, muss man selbst entscheiden, sollte es aber vorher unbedingt zur Sprache bringen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Der Babysitter soll sich auch wohl fühlen

Wichtig ist, dass bei der Übergabe keine Hektik aufkommt und man genügend Zeit für ein Gespräch einplant, in dem die entscheidenden Dinge geklärt werden. Was soll wann gegessen werden, darf das Kind fernsehen und wenn ja, was und wie viel, gibt es Besonderheiten, die beachtet werden müssen? Der Babysitter sollte wissen, wo und wie er die Eltern erreichen kann und sich darauf verlassen können, dass sie bei auftretenden Problemen so schnell wie möglich heimkommen. Selbstverständlich ist, dass der Babysitter sich etwas zu trinken nehmen darf und es sollte auch etwas zu essen bereitgestellt werden. Später sollte man dafür sorgen, dass er sicher nach Hause kommt. Besonders, wenn er noch minderjährig ist.

Gesetzliche Regelungen

Das Jugendarbeitsschutzgesetz besagt, dass Kinder und Jugendliche nicht arbeiten dürfen. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn die Erziehungsberechtigten zustimmen, dürfen Jugendliche bereits ab 13 Jahren leichte Tätigkeiten übernehmen. Die Voraussetzungen dafür kann man unter §5 Verbot der Beschäftigung von Kindern nachlesen. Babysitter müssen bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden. Auch sollte man klären, inwieweit der Babysitter haftpflichtversichert ist, beziehungsweise die eigene Haftpflichtversicherung bei Schäden greift. Denn ein Fleck auf dem weißen Teppich oder eine zu Bruch gegangene teure Schüssel sind schnell passiert. Und auch größere Schäden an Gegenständen und Personen werden so zumindest finanziell abgesichert.

Angemessene Bezahlung

Was die Bezahlung angeht, so gibt es keine gesetzlichen Regelungen. Entscheidend ist hier neben Erfahrung und Ausbildungsstand auch das Alter. Die Beträge variieren in der Regel zwischen drei und zehn Euro pro Stunde, wobei es dabei auch darauf ankommt, welche Aufgaben der Babysitter übernimmt. Die Ausgaben für einen Babysitter können übrigens steuerlich geltend gemacht werden. Man muss sie lediglich nachweisen können.

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