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Schulen: Gute Erfahrung mit kostenlosem Schulobst

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Schulobst  

Schulobst: Gratis und gesund

17.09.2009, 14:59 Uhr | dapd

Der Bundesrat hat entschieden, dass Schulkinder in Deutschland künftig kostenlos Obst und Gemüse erhalten. In einem guten Dutzend Dortmunder Schulen stehen bereits seit Februar 2007 jeden Tag Äpfel und Möhren in der Pause auf dem Tisch - mit großem Erfolg, wie Günter Eissing von der TU Dortmund sagt. Der Professor für Gesundheitsförderung und Verbraucherbildung betreut das Projekt wissenschaftlich.

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Gute Erfahrungen mit kostenlosem Schulobst

Im Interview schildert Professor Günter Eissing von der TU Dortmund, warum es funktionieren kann, dass Schüler in der Schule "Gesundes" sogar gern essen.

Warum soll Kindern in der Schule Obst und Gemüse angeboten werden?
Eissing: Viele Kinder aus sozial schwachen Familien sind schlecht ernährt und können deshalb in der Schule ihre Leistungsfähigkeit nicht ausspielen. Untersuchungen zufolge verzehren sie nur ein Zehntel der täglich empfohlenen 400 Gramm. Im Kindesalter werden zudem die Ernährungsgewohnheiten geprägt.

Wie sieht das Projekt in Dortmund aus?
Eissing: Die Grundschulen werden mit Obst und Gemüse beliefert, der Hausmeister verteilt es an die Klassen. Dort bereiten die Kinder es selbst als Fingerfood zu. Denn steht ein Teller mit kleingeschnittenem Obst und Gemüse auf den Tisch, greifen die Kinder mehr zu und essen etwa 150 Gramm. Werden die Sachen dagegen als Stück angeboten, sind es nur 70 Gramm. Den Apfel als Ganzes lässt man eben eher liegen.

Hat das Erfolg?
Eissing: Das funktioniert. Die Kinder werden besser in der Schule. Auch das Selbstbewusstsein schlechter Schüler wächst, wenn sie merken, dass sie Obst und Gemüse zubereiten können. Das ist zwar kein Rechnen, wird aber in der Klasse von den anderen als Leistung akzeptiert und geschätzt.

Verändert sich das Ernährungsverhalten nachhaltig?
Eissing: Viele Kinder sagen zu Hause: 'Mama, das schmeckt lecker, tu mir das auch in die Schultasche'. Zudem hat es sich als wirkungsvoll erwiesen, Grundschüler zu mündigen Verbrauchern auszubilden, die ihren Eltern erklären können, was gute Ernährung ist. Sie sind die Agenten der Veränderung zu Hause, weil sie schlau geworden sind.

Spielt es eine Rolle, ob das Obst kostenlos angeboten wird?
Eissing: Ja, und deshalb hoffen wir auf die Entscheidung des Bundesrats zugunsten des EU-Programms. Zunächst mussten die Eltern bei dem Dortmunder Projekt pro Kind und Schuljahr 28 Euro selbst aufbringen. In sozial schwachen Gebieten hat nicht einmal die Hälfte der Eltern dieses Geld aufbringen können.


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