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Straßenverkehr: ADAC kritisiert "alltägliche Raserei vor Schulen"

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Straßenverkehr  

ADAC kritisiert "alltägliche Raserei vor Schulen"

08.06.2010, 14:37 Uhr | dapd

Straßenverkehr: ADAC kritisiert "alltägliche Raserei vor Schulen". Verkehrsschild Tempo 30 Zone.

Die meisten Autofahrer ignorieren laut ADAC das Tempolimit vor Schulen. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Der Weg zur Schule ist gefährlich. Allein für das Jahr 2008 meldeten die Berufsgenossenschaften 118.563 Schulwegunfälle mit Verletzten und 68 tödliche Schulwegunfälle. Der ADAC fordert nun wirksamere Maßnahmen, um die Raserei vor den Schulen einzudämmen.

Alle 27 Minuten wird ein Kind angefahren

Die meisten Autofahrer ignorieren laut ADAC das Tempolimit vor Schulen. "Rücksichtslose Raserei ist an der Tagesordnung", kritisierte der Autoclub und forderte mehr Radarkontrollen der Polizei. "Alle 27 Minuten wird in Deutschland ein Kind von einem Auto erfasst", sagte ADAC-Sprecherin Beate Pappritz.

Mehr als 60 Prozent fahren zu schnell

Der Autoclub habe im Frühjahr vor 25 Schulen in zehn Bundesländern das Tempo von 43.828 Fahrzeugen gemessen. Mehr als 60 Prozent hätten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer überschritten. In Hamburg sei ein Autofahrer mit 96 Stundenkilometer an einer Grundschule vorbeigerast, sagte Pappritz. Schon bei Tempo 50 statt 30 verdopple sich der Bremsweg auf 26 Meter.

Mehr Radarkontrollen gefordert

"Um der alltäglichen Raserei vor Schulen entgegenzuwirken", forderte der ADAC regelmäßige Radarkontrollen vor Schulen. Außerdem sollten auf den Straßen bauliche Tempobremsen errichtet werden. Auch elektronische Geschwindigkeitsanzeigen am Straßenrand würden die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Einführung von Wechselzeichen, die abends oder in Ferienzeiten Tempo 50 erlaubten, könnten die Akzeptanz des Tempolimits bei Autofahrern erhöhen. Jeden Tag werden laut Statistischem Bundesamt 73 Kinder oder Jugendliche angefahren. Im Jahr 2008 wurden 26.588 Fußgänger oder Radfahrer unter 18 Jahren bei Unfällen verletzt, 88 wurden getötet. Die Berufsgenossenschaften meldeten im selben Jahr 118.563 Schulwegunfälle mit Verletzten und 68 tödliche Schulwegunfälle.

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