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Schulsysteme: Umfrage bestätigt bisherige Schulform

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Bildungspolitik  

Klar gegen Einheitsschule?

24.09.2009, 12:15 Uhr | ots, t-online.de

Junge auf dem Schulweg.Differenziertes Schulsystem oder Einheitsschule? Was ist der beste Bildungsweg? (Foto: Imago)Nur 31 Prozent der deutschen Bevölkerung sind für eine Abschaffung des gegliederten Schulwesens zugunsten eines integrativen Einheitsschulsystems. Dies ergab eine repräsentative Umfrage bei 1007 Bundesbürgern im Auftrag des deutschen Philologenverbandes. Dagegen sind 63 Prozent der Befragten der Ansicht, das bisherige Bildungssystem sollte beibehalten werden.

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Schulsystem polarisiert

"Gleiche Bildungschancen für alle!" fordert die "Super Nanny", Katharina Saalfrank: "Das dreigliedrige Schulsystem sortiert sehr früh aus. 'Schwächere' Schüler und Schülerinnen, die nicht die Chancen auf gute Unterstützung von zu Hause haben, Kinder, die es schwer in bestimmten Fächern haben, werden abgeschoben und nicht individuell gefördert - unabhängig ihres Elternhauses. Externe Bildungsfaktoren (zum Beispiel soziale Herkunft) haben somit Einfluss auf die Bildungschancen der Kinder. Eine bittere Erkenntnis!" Kaum ein Thema polarisiert Eltern so sehr, wie die Frage nach der besten Schulform. Viele Eltern sind überzeugt, dass das dreigliedrige Schulsystem dazu führt, dass viele Kinder die falsche Schule besuchen und somit auf lange Sicht über- oder unterfordert sind. Dem widerspricht nun eine aktuelle Forsa-Umfrage, die sich klar für das gegliederte, differenzierte Schulsystem ausspricht.

Umfrage bestätigt Pädagogenverband

Der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger wertete dies angesichts der auch im Bundestagswahlkampf von einigen Parteien erhobenen Forderung nach einer verpflichtenden Gemeinschafts- oder Gesamtschule und einem längeren gemeinsamen Lernen als klares Signal, dass die große Bevölkerungsmehrheit nicht hinter einer solchen Bildungspolitik steht und solche Bestrebungen nicht unterstützt. Besonders interessant ist die Tatsache, dass die Befürworter eines differenzierten, gegliederten Schulwesens besonders zahlreich unter der jungen Generation der 18- bis 29-Jährigen ist. Hier sind sogar drei von vier Jugendlichen gegen die Abschaffung der bisherigen Schularten und für das bisherige Schulsystem. Ebenso fällt auf, dass sich erstmals auch eine klare Mehrheit in den neuen Bundesländern (56
Prozent) für das nach der Wende eingeführte, nach Schularten gegliederte Schulwesen ausspricht.

Macht eine Einheitsschule leistungsfähiger?

Besonders groß ist die Zahl der Befürworter eines differenzierten Bildungswesens unter den Anhängern von CDU (72 Prozent) und FDP (78 Prozent), eher überraschend ist, dass sich auch eine Mehrheit von SPD-Anhängern (55 Prozent) gegen den Beschluss des SPD-Parteitags stellt, das gegliederte Schulwesen in Deutschland zu überwinden. Bei den Anhängern der Grünen herrscht eine Pattsituation, selbst unter den Anhängern der Linken bilden die Verteidiger des gegliederten Schulwesens eine starke Minderheit (43 Prozent). Bei der Frage danach, ob die Leistungsfähigkeit deutscher Schulen durch eine Einheitsschule verbessert werden könnte, ist die Mehrheit derer, die dies verneinen, noch eindeutiger. Sogar eine absolute Mehrheit der Grünen-Anhänger (53 Prozent) glaubt nicht daran, dass ein integratives Bildungssystem die Leistungsfähigkeit deutscher Schulen im internationalen Wettbewerb steigert.

Wahlmöglichkeit beibehalten

"Die Botschaft dieser repräsentativen Umfrage ist eindeutig. Es gibt in Deutschland keine Mehrheit für die Abschaffung des gegliederten Schulwesens. Die meisten Bürger wollen auch weiterhin eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Bildungsangeboten und Schularten behalten. Jede Koalition, jede Partei, die in einem Bundesland gegen diese Bevölkerungsmehrheit in der Schulpolitik handelt, kann nicht auf Konsens setzen, sondern muss mit härtestem Widerstand rechnen. Wer zukunftsweisende Reformen umsetzen will, muss sich auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität und der individuellen Förderungsmöglichkeiten sowie der Rahmenbedingungen in allen bestehenden Schularten kümmern. Daran werden die Bürger die Politik messen!", betonte der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger.

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