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Medienerziehung: Umgang mit Computern gehört auf Schul-Stundenplan

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Umgang mit Computern gehört auf Schul-Stundenplan

| dpa

Medienerziehung: Umgang mit Computern gehört auf Schul-Stundenplan. Mädchen einer Klasse sitzen vor Notebooks.

Schulkinder am Notebook.. (Bild: Imago)

Nach Einschätzung von Schülern, Eltern und Lehrern gehört der Umgang mit Computern und dem Internet dringend auf den Stundenplan der Schulen in Deutschland. Das ist die Quintessenz von mehr als 1.500 Wünschen, die der Softwarekonzern Microsoft unter Schülern über das Internet und über ein Jugendmagazin gesammelt hat. Zusätzlich gestützt wird die Forderung von einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts TNS Infratest. Am Dienstag überreichte Microsoft die gesammelte Wunschliste auf der CeBIT in Hannover Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Schulen in der Pflicht

Fast 98 Prozent der Schüler und 90 Prozent der Eltern erwarten der Studie von TNS Infratest zufolge, dass den Schülern die nötigen Kenntnisse in der Schule beigebracht werden. Auch die allermeisten Pädagogen (95,7 Prozent) sehen die Schulen in der Pflicht, die Schüler entsprechend auszubilden und damit fit für die Zukunft zu machen.

Computer wichtiger als Literatur

Mit einem Anteil von 86 Prozent halten sogar mehr Lehrer Kenntnisse rund um Computer und Internet für wichtiger als eine gute Ausbildung in klassischer Literatur (66,4 Prozent), ergab die Studie. Dennoch ist für 61 Prozent der Schüler in Deutschland die Nutzung von Computer und Internet in der Schule noch immer die Ausnahme. Dabei halten 92,4 Prozent der Lehrer die neuen Medien für besonders geeignet, die Motivation für das Lernen bei den Schülern zu erhöhen. Und der Einsatz von Computern in Schulen hat sich seit 2007 allenfalls geringfügig erhöht.

Digitales Klassenzimmer auf CeBIT

Der Softwarehersteller Microsoft setzt auf der CeBIT in Hannover einen Schwerpunkt auf Bildungsinitiativen. So stellt das Unternehmen unter anderem auf 150 Quadratmetern in Halle 4 ein digitales Klassenzimmer aus. "Wir müssen stärker in zeitgemäße Bildung investieren", sagte Microsoft-Deutschlandchef Achim Berg. Speziell für Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren stellte das Unternehmen auch einen neuen Laptop von Samsung vor, der mit vorinstallierten Anwendungen auf die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt sein soll. Zugleich bietet der Kinder-Laptop Eltern zahlreiche Möglichkeiten, die Nutzung zu überwachen und das Angebot auf kindgerechte Internet-Seiten zu beschränken. Das Gerät soll im zweiten Halbjahr im Preissegment von Netbooks auf den Markt kommen.


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