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Grundschule: Kleine Klassen haben keinen Einfluss auf Leistung

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Kleinere Klassen verbessern nicht die Leistung

19.04.2010, 12:05 Uhr | nak, t-online.de

Grundschule: Kleine Klassen haben keinen Einfluss auf Leistung. Mädchen meldet sich.

Die Klassengröße hat keine Auswirkung auf die Lernleistung. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Arbeiterkinder sind bei der Auswahl fürs Gymnasium benachteiligt und kleinere Klassen sollen keinen Einfluss auf die Leistung von Grundschülern haben. Dies zeigt laut Magazin "Der Spiegel" eine neue Schulstudie. Wissenschaftler um den Schulforscher Wilfried Bos kommen zu diesen Ergebnissen, nachdem sie Daten analysiert haben, die für die letzte Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu, 2006) erhoben worden sind.

Kleinere Klassen - keine bessere Leistung

Obwohl Eltern immer wieder kleinere Klassengrößen für ihre Kinder fordern, konnten die Forscher um Wilfried Bos dies widerlegen. So bringen die Schüler keine besseren Leistungen, wenn weniger Kinder zusammen lernen. Auch die Lehrer fühlen sich nicht weniger belastet. "Ein Einfluss der Klassengröße sei nicht nachweisbar", heißt es in der Studie. Statt Klassen zu verkleinern empfehlen die Schulforscher "Maßnahmen zur Steigerung der Unterrichtsqualität, die sich direkt auf den Unterricht richten", wie zum Beispiel "die Unterstützung der Diagnosefähigkeit von Lehrkräften oder die Implementierung von Fördermaßnahmen oder auch einfach ein Mehr an Unterricht".

Arbeiterkind oft chancenlos

Wie viel leichter hat es ein Professorenkind - bei gleicher Leistung - aufs Gymnasium zu kommen als ein Arbeiterkind? Wie der "Spiegel" berichtet, ist die Chance des Professorenkindes etwa vier mal größer. Auch zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. So bestehe im Saarland, in Hamburg und in Hessen "eine besonders enge Koppelung mit der sozialen Herkunft der Kinder", so die Forscher.

Soziale Herkunft entscheidet Bildungsweg

Auch wie sich die Herkunft bei gleichbleibender Leseleistung auswirkt, haben die Forscher berechnet. Kinder aus höheren Schichten haben in diesem Fall im Bundesdurchschnitt immer noch rund drei Mal größere Chancen aufs Gymnasium zu kommen. Die Herkunft ist besonders im Saarland und in Sachsen wichtig für die Schulauswahl. Nur in fünf Bundesländern fanden die Wissenschaftler keine Unterschiede für gleich gute Schüler aus sozial unterschiedlichen Elternhäusern. Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sind in dieser Hinsicht neutral.

"Im Zweifel für das Gymnasium"

Die Forscher plädieren in ihrem Fazit dafür, ein Kind eher auf eine höhere Schule gehen zu lassen. "Im Zweifel für das Gymnasium". Viele Schüler würden trotz fehlender Eignungsempfehlung seitens der Lehrer dort nicht scheitern.

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