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ADAC-Schulbustest: Raserei an der Tagesordnung

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Schulweg  

ADAC-Schulbustest: Raserei an der Tagesordnung

19.05.2010, 09:22 Uhr | ADAC, dpa

ADAC-Schulbustest: Raserei an der Tagesordnung. Kinder drängeln beim Einsteigen in den Schulbus.

Ungeordnetes Einsteigen und Drängeln: Oft bleiben die Kleinsten auf der Strecke. (Bild: ADAC) (Quelle: imago)

Die Sorgen vieler Eltern, deren Kinder mit dem Bus zur Schule befördert werden, sind mehr als berechtigt. Wie der neueste ADAC-Test von Busfahrten zur Schule zeigt, scheint die meisten Busfahrer das Einhalten von Tempolimits nicht zu interessieren. So wurden von insgesamt 36 untersuchten Strecken lediglich zwei ohne Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit absolviert. Das Gesamtergebnis ist durchwachsen: Für die Hälfte der Strecken reichte es nur für die Note ausreichend, ein knappes Viertel fiel mit mangelhaft durch, das restliche Viertel bekam die Note gut. Auf dem Prüfstand waren die Hin- und Rückfahrt auf jeweils drei Strecken in zwölf Bundesländern.

Pünktlich und vorsichtig: Linie 861 Nordend

Testsieger ist die Linie 861 Nordend – Grabowstraße im brandenburgischen Eberswalde. Die Busfahrer hielten sich stets an die Straßenverkehrsordnung, fuhren nie zu schnell und passten sich auch den teils winterlichen Straßenverhältnissen an. Auch in allen anderen Kategorien gab es gute Noten: Die Testhaltestellen waren in Schulnähe, die Busse pünktlich und nicht überfüllt.

Viel zu schnell unterwegs

Ganz anders dagegen der Testverlierer, die Linie 676 auf der Strecke Langwaden – Bensheim in Hessen. Die Busfahrer waren viel zu schnell unterwegs und wurden von einer mit einem GPS-Gerät ausgestatteten ADAC-Testerin mit knapp 100 Stundenkilometern bei erlaubten 60 ertappt. Weitere Punktabzüge gab es für Haltestellen, die mit 500 Metern sehr weit von der Schule entfernt lagen oder keinen Wetterschutz hatten. Auch trübten fehlende Nothämmer, ein defekter Fahrkartenautomat, Schmierereien und angebrannte Polster das Bild in den Bussen sowie Schüler, die sich nicht angemessen verhielten.

Schüler begeben sich in Lebensgefahr

Schlimme Mängel neben den Tempoverstößen waren laut ADAC unter anderem überfüllte und unpünktliche Busse, in denen Nothämmer fehlten oder scharfe Kanten und Stolperschwellen für Verletzungsgefahr sorgten. Keine oder fehlerhafte Fahrpläne und ungepflegte Haltestellen rundeten den insgesamt schlechten Eindruck ab. Problematisch war oft auch das Verhalten der Kinder: Sie drängelten beim Ein- und Aussteigen, standen auf verbotenen Flächen und nutzten im Bus nicht immer alle vorhandenen Sitze. Lebensgefährlich wird es, wenn sie – wie bei jeder vierten Fahrt erlebt – über die Fahrbahn laufen, bevor der Bus abgefahren ist.

Fehlende finanzielle Mittel sind schuld

Schuld an der Misere ist meist fehlendes Geld. Busunternehmer sind gezwungen, knapp zu kalkulieren und unrealistische Fahrpläne zu erstellen. Abhilfe können nur höhere Fördermittel schaffen, bessere Schulungen für Fahrer und Schüler, mehr Polizeikontrollen und runde Tische mit Vertretern von Kommunen, Schulen, Busunternehmen und Eltern.

Kritik am ADAC-Test

Inzwischen hat der der Verband Deutscher Omnibusunternehmer auf den ADAC-Test reagiert: "Teilweise sind die Mängel, die aufgeführt wurden, keine Mängel, die Gesetzesübertritte sind, sondern einfach subjektive Ansichten des ADAC", sagte der Verbandssprecher Martin Kaßler. Der ADAC habe in dem Test Busse des normalen Linienverkehrs untersucht und nicht die des sogenannten freigestellten Schülerverkehrs, sagte der Sprecher des Omnibus-Verbands. Beim freigestellten Schülerverkehr würden die Busse nur für die Schülerbeförderung eingesetzt.

Die Geschwindigkeitsüberschreitungen dürfen nicht sein

"Wir kritisieren, dass die Stichprobe nicht repräsentativ ist, weil hier das großes Feld des freigestellten Schülerverkehrs nicht untersucht worden ist", sagte Kaßler. Reguläre Linienbusse seien nicht zwingend auf Schüler ausgerichtet. "Der ADAC hat immer wieder auch Dinge getestet, die gesetzlich nicht vorgeschrieben sind." So sei es etwa bei Ergebnissen des Tests in Bezug auf die Nähe der Haltestellen zur Schule. Da sei zu beachten, dass es im normalen Linienverkehr keine Vorschriften über die Lage der Haltestelle gebe. "Das gibt es nur im freigestellten Schülerverkehr. Dort hält der Bus vor der Schule." Den Fällen der zu hohen Geschwindigkeit wolle der Verband nachgehen. "Diese dürfen nicht sein, da werden wir genau schauen, wo die Fahrten gewesen sind, und dort auch entsprechend auf die Unternehmen zugehen", sagte Kaßler. Im Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer sind rund 3000 Omnibusunternehmen organisiert. Ein Großteil der Unternehmen befördert auch Schüler.

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Schulkinder warten auf einen Schulbus (Screenshot: ADAC).

Überfüllte Busse, unfreundliche Fahrer und Randale unter den Schülern. zum Video

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