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Was Eltern von unserem Schulsystem halten

09.07.2010, 11:17 Uhr | dpa

Was Eltern von unserem Schulsystem halten. Junge sitzt an seinen Schularbeiten.

Ein Großteil der Kinder benötigt heute außerschulische Unterstützung. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Nicht schlecht, aber ungerecht: Eltern schulpflichtiger Kinder haben den Schulen in Deutschland in einer Umfrage ein durchwachsenes Zeugnis ausgestellt. Demnach kritisieren 51 Prozent der Eltern, dass sich ihre Kinder in diesem Schulsystem nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten entwickeln können. Hauptgrund sei die mangelnde individuelle Förderung, hieß es in der Infratest-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Besser schnitten die Schulen bei der Frage nach ihrer Leistungsfähigkeit ab: Hier gab es als Note von den Eltern eine Zwei minus. Infratest befragte vom 10. bis zum 21. März 2010 1400 Menschen ab 18 Jahren, darunter 650 Eltern von Schulkindern, die vertiefend befragt wurden.

Ohne außerschulische Unterstützung geht es nicht

Die Bewertung der Gerechtigkeit hängt stark vom Schultyp ab: Nur 39 Prozent der Eltern von Grundschülern halten das Schulsystem für ungerecht, hingegen aber 58 Prozent der Eltern von Real- oder Hauptschülern und immerhin noch 49 Prozent der Mütter und Väter von Gymnasiasten. Auch in der Gesamtbevölkerung schätzen vier von zehn das Schulsystem als ungerecht ein (38 Prozent).

Vor allem Väter und Mütter von Grund-, Haupt- und Realschülern kritisieren, dass sich ihre Kinder nicht nach ihren Möglichkeiten entwickeln können und außerschulische Unterstützung benötigen. So helfen mehr als 80 Prozent der Eltern mit einem mittleren oder hohen Bildungsabschluss ihren Kindern bei schulischen Aufgaben. Bei den Eltern mit einem niedrigen Bildungsabschluss sind es hingegen nur 57 Prozent. Von ihnen sieht sich mehr als ein Drittel (37 Prozent) gar nicht in der Lage, ihre Kinder ausreichend zu unterstützen.

Mehr Gerechtigkeit gefordert

Die Gesamtbevölkerung gibt den Schulen für die Leistungsfähigkeit nur ein "befriedigend", die Eltern vergeben hier dagegen gerade noch eine "Zwei" (2,4). Die Eltern von Haupt- und Realschülern bewerten die Leistungsfähigkeit der Schulen dabei mit 2,6, die Eltern von Grundschülern hingegen mit 2,3.

"Unser Schulsystem muss nicht nur besser, sondern auch gerechter werden", sagte Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Stiftung. "Es darf nicht sein, dass Eltern ihre Kinder bei schulischen Aufgaben unterstützen müssen oder Unterstützung in Form von Nachhilfe kaufen, aber nur Eltern mit höherem Einkommen und Bildungsstand sich diese Unterstützung leisten können."

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