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Kids-Verbraucheranalyse: Deutschlands Kinder sind markenbewusst und technikbegeistert

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Deutschlands Kinder sind markenbewusst und technikbegeistert

10.08.2011, 15:52 Uhr | Esteban Engel, dpa, dpa

Kids-Verbraucheranalyse: Deutschlands Kinder sind markenbewusst und technikbegeistert. Die meisten Kinder haben schon ein eigenes Handy. (Foto: imago)

Die meisten Kinder haben schon ein eigenes Handy. (Foto: imago)

Kinder in Deutschland haben fast alle ein Handy, zusammen Milliarden auf den Konten und bei der Auswahl von Getränken, Klamotten oder Schulranzen eine ziemlich feste Meinung. Die Lebenswelten von Kindern und Erwachsenen gleichen sich immer mehr an. Diese Erkenntnis lässt sich aus der Kids-Verbraucheranalyse des Egmont Ehapa Verlags gewinnen, die das Konsumverhalten von Kindern in der Bundesrepublik untersucht. Ob bei der Spielekonsole, der Einrichtung des Kinderzimmers oder dem Taschengeld - unter den Sechs- bis Dreizehnjährigen breitet sich seit Jahren eine neue Eigenständigkeit aus.

Kinder bekommen immer mehr Freiheiten

Die Eigenständigkeit der Kinder ist möglich, weil die Erwachsenen ihrem Nachwuchs mehr Freiheiten gewähren. "Kinder werden immer selbstbestimmender", sagte Ingo Höhn, Geschäftsleiter des Verlags. Mit der repräsentativen Befragung von mehr als 2100 Kindern zwischen vier und 13 Jahren und jeweils einem Elternteil will der Verlag Kunden aus der Werbewirtschaft einen Leitfaden für ihre Anzeigen an die Hand geben.

Die meisten verfügen frei über ihr Taschengeld

Fast 90 Prozent der Zehn- bis Dreizehnjährigen können sich nach Lust und Laune anziehen, 85 Prozent über ihr Taschengeld selbst bestimmen, und immerhin rund die Hälfte kann soviel für Süßigkeiten ausgeben, wie sie will oder im Schnellrestaurant Burger und Pommes vertilgen, bis der Bauch schmerzt - allerdings nur solange sie selber zahlen.

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Markenbewusst und technikbegeistert

Wichtig sind dem markenbewussten Nachwuchs vor allem die "richtigen" Sportschuhe (55 Prozent) und der modisch aktuelle Rucksack (51 Prozent). Weniger wählerisch sind die Jüngsten etwa bei Uhren. Bei der Technik werden die Ansprüche zunehmend größer. Zwar können sich viele Sechs- bis Neunjährige noch nicht die Schuhe richtig schnüren, die Handytastatur beherrschen sie aber. Fast ein Viertel in dieser Altersgruppe hat ein Mobiltelefon, bei den Zehn- bis Dreizehnjährigen sind es sogar 75 Prozent.

738 Euro auf dem Sparbuch

Die Hochkonjunktur ist im Kinderzimmer angekommen. Nach zwei Minusjahren bekommen die Jüngsten wieder mehr Taschengeld - durchschnittlich 25 Euro im Monat. Und auch die Sparkonten sind gut gefüllt. Die Sechs- bis Dreizehnjährigen haben im Schnitt jeweils 738 Euro auf der hohen Kante. Allerdings wollte jeder fünfte Befragte dazu keine Angaben machen.

Technik hat klassische Spiele nicht verdrängt

Doch trotz Hightech und Marken-Hype bleibt der kindliche Kern unangetastet. Das wird vor allem bei der Wahl der Spiele deutlich. Karten- oder Brettspiel, Puzzle, Lego oder Playmobil stehen noch immer ganz oben auf dem Wunschzettel. Der moderne Zeitvertreib hat die klassischen Spiele nicht verdrängt, auch wenn etwa jedes zweite Kind eine Hand-Konsole besitzt.

Bücher sind nur bei Mädchen gefragt

Auch das Internet wirkt sich nicht unbedingt negativ auf das Leseverhalten aus, wie immer wieder befürchtet wird. Sieben von zehn Kindern greifen regelmäßig zu Kindermagazinen, Benjamin Blümchen ist dabei weitaus beliebter als Spongebob. "Die Kinder werden multimedial", sagte Höhn. Es gebe eine Ergänzung, aber keine gegenseitige Verdrängung einzelner Medien. Allerdings gibt es gravierende Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. Zwar sind etwa fast alle (92 Prozent) Zehn- bis Dreizehnjährigen regelmäßig online unterwegs. Aber unter den Mädchen steht die Buchlektüre auf Platz vier der zehn beliebtesten Freizeitaktivitäten. Bei den Jungen kommen Bücher in der Hitliste gar nicht vor. Sie sitzen lieber vor dem Fernseher, spielen Fußball oder surfen im Netz.

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