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Schüler: Jeder zehnte Schüler schwänzt regelmäßig die Schule

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Jeder Zehnte schwänzt regelmäßig die Schule

05.09.2012, 11:14 Uhr | dapd

Schüler: Jeder zehnte Schüler schwänzt regelmäßig die Schule. Schulverweigerung: Was sind die Gründe? (Bild: imago)

Schulverweigerung: Was sind die Gründe? (Bild: imago)

Schätzungen zufolge schwänzt jeder zehnte Schüler regelmäßig die Schule: Angesichts dieser anhaltend hohen Zahl setzt die Bildungsgewerkschaft GEW auf Prävention statt Bestrafung. "Je früher auf erste Signale reagiert wird, desto größer sind die Chancen, dass sich das Problem nicht verfestigt", sagt die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer. Schule schwänzen falle nämlich nicht plötzlich vom Himmel, sondern sei in der Regel ein schleichender Prozess.

Rund 200.000 Schüler schwänzen laut Deutschem Lehrerverband täglich den Unterricht. Demmer sagt, Strafen seien häufig nicht sinnvoll, weil sie den vielfältigen Gründen nicht gerecht würden. Sachsen, das Bundesland, das am härtesten und konsequentesten mit Strafen bis hin zu Jugendarrest arbeite, scheitere damit offenbar derzeit. "Frühzeitige Prävention statt Strafe ist allemal die bessere und preiswertere Lösung", erklärt die Vize-Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Die Gründe für das Schwänzen sind vielfältig

Sie wies darauf hin, die wissenschaftliche Forschung gehe in ihren Schätzungen davon aus, dass etwa zehn Prozent der rund zwölf Millionen Schüler regelmäßig in der Schule fehle. Zwischen drei und sechs Prozent würden als "harte" Schulschwänzer gelten. Sie betont, die Gründe dafür seien sehr unterschiedlich und reichten von Krankheit, Schulangst, Überdruss, Vernachlässigung durch die Eltern und pubertätsbedingte Verweigerung.

"Regelmäßig" bedeute, dass ständig wiederkehrend ein oder mehrere Tage unentschuldigt gefehlt werde, sagt Demmer. Das könne wöchentlich ein Tag sein, aber auch alle zwei Wochen oder einmal im Monat mehrere Tage. Unter "harten Schulschwänzern" verstehe man solche, die Wochen oder sogar Monate lang am Stück unentschuldigt fehlen.

Begrenzte Möglichkeiten der Schulen

Die Möglichkeiten der Schulen seien begrenzt, glaubt Demmer. Wichtig sei, die Schulen mit genügend Sozialarbeitern zu versorgen, die den Kontakt zu den Eltern aufrecht hielten und Bescheid wüssten, ob und welche lokalen Unterstützungsmöglichkeiten vorhanden seien. Darüber hinaus müssten die Lehrer durch Fortbildungen und ein vernünftiges Lernumfeld in die Lage versetzt werden, auf die Kinder und Jugendlichen individuell einzugehen.


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