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Schulnetzwerk: Viele kleine Spenden verbessern den Schulalltag

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Viele kleine Spenden verbessern den Schulalltag

18.02.2013, 15:58 Uhr | tze, t-online.de

Schulnetzwerk: Viele kleine Spenden verbessern den Schulalltag. Fördervereine: Zeitgemäßer Unterricht am Laptop - dafür fehlt vielen Schulen das Geld.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zeitgemäßer Unterricht am Laptop - dafür fehlt vielen Schulen das Geld. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Unterricht an den Schulen praxisnäher gestalten und den Spaß am Lernen steigern könnten: Beamer und Laptops für zeitgemäße Präsentation des Unterrichtsstoffs, intakte Sportgeräte oder die Verschönerung des öden Schulhofs. Aber die Schulen haben dafür kein Geld. Finanzspritzen von Fördervereinen werden deshalb immer wichtiger. Nun wollen die Betreiber des neuen Schulprojekt-Netzwerks Friends4School "das Fördervereinswesen revolutionieren" und das Spendenvolumen massiv steigern.

Raus aus dem stickigen Klassenzimmer

"Draußen scheint die Sonne und wir hocken im gammeligen, überhitzten Klassenzimmer. Daher kam uns die Idee, ein Klassenzimmer im Grünen zu machen. Mit frischer Luft, einem hoffentlich abwechslungsreichen Unterricht mit einem vom Vogelgesang stimulierten Lehrer." Diesen Wunsch haben Schüler der Realschule Katzenelnbogen in Rheinland-Pfalz bei www.friends4school.de veröffentlicht, und er könnte bald Wirklichkeit werden. Um das "Klassenzimmer im Grünen" mit "Bänken" aus Eichenstämmen auszustatten, sind 1900 Euro nötig. Bisher sind für das Projekt schon über 1000 Euro an Spenden eingegangen, wie das Erfolgsbarometer auf der Seite zeigt.

Crowd-Funding: Viele kleine Spenden machen's möglich

Andere Schulen sammeln über das Internetportal Spenden für Zuschüsse zu Klassenfahrten, für den Abi-Ball, für technische Utensilien für den Unterricht oder zur Verschönerung von Schulräumen oder Pausenhöfen.

Die Gründer, Dr. Tilman Buchner und Daniel Behnen, greifen den Trend des so genannten Crowd-Funding auf: Dahinter steckt das Prinzip, dass mittels der enormen Reichweite des Internets eine Vielzahl von Spendern für ein Projekt gewonnen werden können, das nicht aus einer Hand oder aus öffentlichen Mitteln finanziert werden kann. Kurzum: Die Masse macht's.

Ehemaligen-Netzwerke für Schulen ausbauen

Doch Friends4School ist mehr als ein Spendenportal. Vielmehr geht es darum, die Identifikation mit der Schule zu stärken, mit Mitschülern in Kontakt zu bleiben und sich über die Schulzeit hinaus zu engagieren. "Unser Ziel ist es, zum einen eine aktive Schul-Community aufzubauen und zum anderen konkrete Projekte über Spenden zu verwirklichen, zum Beispiel die Anschaffung von Basketballkörben. Hier bietet sich Schülern, Eltern, Lehrern, Ehemaligen oder ortsansässigen Firmen die Möglichkeit, Schule aktiv mitzugestalten," umreißt Buchner die beiden Schwerpunkte des Konzepts.

Anders als in den USA haben bisher nur wenige Schulen in Deutschland gut organisierte Ehemaligen-Netzwerke. Dabei sei das Interesse stark ausgeprägt, meint Buchner. "Bei sozialen Netzwerken wie Facebook trägt doch fast jeder seine ehemalige Schule ein und sucht nach ehemaligen Mitschülern." Deshalb ist es naheliegend, dass Interessierte sich nun auch mit ihrem Facebook-Login bei Frieds4School einloggen und ein Kontaktnetzwerk für ihre Schule gründen können.

Ziel: Spendenaufkommen der Fördervereine verdoppeln

Das neue Internetportal soll den Fördervereinen keine Konkurrenz machen, sondern ihnen als Instrument dienen, sie auf einer professionellen Platzform vernetzen und ihr Spendenpotenzial erhöhen. Die Gründer Buchner und Behnen haben das ehrgeizige Ziel, es zu Deutschlands größtem Projekt- und Spendennetzwerk für Schulen zu machen. "Die Fördervereine der Schulen in Deutschland sammeln derzeit jährlich rund 100 Millionen Euro ein", weiß Buchner. "Friends4School hat das Potenzial, dieses Volumen zu verdoppeln und einen signifikanten Beitrag zur Bildungsoffensive zu leisten", führt der Geschäftsführer des in München ansässigen Portals aus.

Derzeit haben Schüler, Ehemalige oder Eltern auf dem Portal 90 Projekte mit einem Finanzierungsbedarf von rund 47.000 Euro gestartet.

Online einkaufen und dabei spenden

Projekte können nicht nur per Direktspende unterstützt werden, sondern auch durch Einkäufe in zahlreichen Online-Shops, die das Schulnetzwerk unterstützen und auf der Website aufgelistet sind. Für jeden Einkauf zahlt der Shop-Betreiber eine Prämie von fünf bis acht Prozent des Umsatzes an Friends4School, die einem bestimmten Projekt zugewiesen werden kann. Über ein Treuhandkonto wird das Geld dem jeweiligen Förderverein zugewiesen, sobald das benötigte Geld für ein Projekt beisammen ist. Von jeder Spende behält Friends4School eine Provisionsgebühr von fünf Prozent für den Betrieb des Portals ein.

Schüler können eigene Projekte für ihre Schule starten

Schüler haben die Möglichkeit, auf dem Portal ein Projekt für ihre Schule auf die Beine zu stellen, es über Soziale Netzwerke bekannt zu machen und Freunde und Eltern als Spender einzuladen. Dazu können sie aus einer vorgegebenen Kategorie wählen - beispielsweise Zuschuss zu Klassenfahrten oder Online-Mathetraining - oder einen eigenen Vorschlag einreichen. "Oft sind es die einfachen Dinge, die fehlen", weiß Buchner.

Allerdings ist es nicht möglich, dass Schüler sich über das Portal beispielsweise eine Finanzspritze für eine feuchtfröhliche Party verschaffen. Der Veröffentlichung des Projekts geht eine inhaltliche Prüfung und Autorisierung durch den Förderverein der Schule oder einen Lehrer voraus. "Spenden sind zweckgebunden für Projekte, die der Bildung oder Erziehung dienen," betont Buchner. Aber auch der bauliche Zustand vieler Schulen bietet Anlass zum Spendensammeln. Insbesondere bei den Sanitäranlagen seien Investitionen dringend nötig.

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