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Schule im Aufbruch: So wollen Experten Schule verändern

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Bildung  

"Zukunft unseres Landes in Gefahr": So wollen Experten Schule verändern

23.08.2012, 16:05 Uhr | dpa, dapd

Schule im Aufbruch: So wollen Experten Schule verändern. Sind deutsche Schulen nicht mehr zeitgemäß? (Quelle: dpa)

Sind deutsche Schulen nicht mehr zeitgemäß? (Quelle: dpa)

Ein breites Bündnis aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kirchen, Gewerkschaften, Kultur und Schülern macht sich für eine neue Lernkultur an deutschen Schulen stark. "Unsere Schulen sind im 20. Jahrhundert stehen geblieben, so ist die Zukunft unseres Landes in Gefahr", nennt Neurobiologe Gerald Hüther, ein Vertreter von "Schule im Aufbruch", die Motive für den Zusammenschluss. Kernanliegen der Initiative ist, dass die Schulen Kinder für das Lernen begeistern, anstatt durch Zensuren und Autorität Druck erzeugen.

Man darf Kinder nicht in ein Raster pressen

Unterstützt wird der Aufruf des Bündnisses von den Grünen, die sich ebenfalls für eine "partnerschaftliche Schulpolitik" stark machen wollen. Die Forderungen von "Schule im Aufbruch" stützen sich auf die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse Hüthers, nach denen in jedem Kind ein riesiges Potenzial schlummert, das entfaltet werden muss. "Jedes Kind ist hochbegabt und muss entsprechend gefördert werden," so Hüther. Das Wichtigste sei dabei, dass die Kinder motiviert seien zu lernen, denn nur bei der Aktivierung der emotionalen Zentren im Gehirn werde Wissen behalten.

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Deswegen baut das Bündnis grundsätzlich auf offene Schulkonzepte mit Jahrgangsmischung. Jedes Kind solle individuell wählen können, was es lernen wolle, und das eigene Lerntempo bestimmen. Man könne Kinder nicht in das Raster des Lehrplans pressen, da jedes Kind unterschiedlich denke und lerne. Außerdem seien die Schüler durch diese Selbstverantwortung beim Lernen deutlich motivierter, als wenn das zu erlernende Wissen von außen vorgeschrieben sei.

Bündnis kooperiert bereits mit 100 Schulen

Um diese individuellen Schulkonzepte zu verfeinern, sucht das Bündnis bereits für dieses Schuljahr 100 Schulen, die einen sogenannten "Potenzialentfaltungscoach" zur Seite gestellt bekommen und das Bündnis bei der Einführung einer neuen Lernkultur unterstützen sollen. Außerdem wird ein "Reiseführer" für den Weg zur Schule des 21. Jahrhunderts erstellt. Dieser "Reiseführer" soll mithilfe der Rückmeldungen von beteiligten Lehrern, Eltern und Schülern immer weiter entwickelt werden.

"Es gibt in diesem Land schon gute Schulen, aber es sind bisher nur Leuchttürme", sagt der Rechtswissenschaftler Stephan Breidenbach. Als Beispiele wurden unter anderem die Laborschule Bielefeld, die Grundschule Kleine Kielstraße in Dortmund, die Waldhofschule Templin oder die Evangelische Schule Berlin Zentrum genannt - alles Einrichtungen, die bereits mit dem Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung oder anderen Auszeichnungen bedacht worden sind.

"Angepasste Pflichterfüller braucht keiner"

Weiterhin steht an den Projektschulen neben dem Wissenserwerb die Schulfächer "Verantwortung" und "Herausforderung" auf dem Plan. Hier sollen die Kinder zu mündigen und engagierten Bürgern erzogen werden. "Angepasste Pflichterfüller braucht keiner", sagt Hüther. Im 21. Jahrhundert seien Kreativität und Innovationsfähigkeit gefragt.

Auch auf die Lehrerausbildung an den Universitäten will das Bündnis einwirken. Die Lehrer müssten ebenfalls ihr Potenzial entfalten und im Idealfall vom allwissenden Stofflieferanten zum gefragten Berater und Lernpartner werden.

Zukunftsdialog: "Wie wollen wir künftig lernen?"

Hüther, Breidenbach und die Direktorin der Berliner Schule, Margret Rasfeld, gehörten zu dem sechsköpfigen Expertenteam beim Zukunftsdialog "Wie wollen wir künftig lernen?" von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Breidenbach verwies allerdings darauf, dass das Thema Schule wegen der föderalen Länderkompetenzen im Zukunftsdialog kaum eine Rolle gespielt habe.

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