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Abitur: Verkürztes Abitur hat Leistungen nicht verschlechtert

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Schulsenator: Verkürztes Abitur hat Leistungen nicht verschlechtert

04.01.2013, 15:09 Uhr | dapd, dpa

Abitur: Verkürztes Abitur hat Leistungen nicht verschlechtert. Laut einer Studie lernen  Schüler im  achtjährigen Gymnasium nicht schlechter als im neunjährigen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Laut einer Studie lernen Schüler im achtjährigen Gymnasium nicht schlechter als im neunjährigen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Trotz verkürzter Schulzeit haben sich die Leistungen von Abiturienten an Hamburger Gymnasien nicht verschlechtert. Das ist das Ergebnis der Studie "KESS 12", die Hamburgs Schulsenator Ties Rabe am 26. November vorstellte. Nach Angaben der Schulbehörde ist es bundesweit die erste Untersuchung zum Abitur nach nur zwölf Jahren Schule (G8).

G8 wirkt sich positiv auf Können der Abiturienten aus

Bessere Leistungen in weniger Zeit: Die Verkürzung der Schulzeit an Hamburgs Gymnasien von neun auf acht Jahre wirkt sich positiv auf das Können der Abiturienten aus. Demnach lagen die Leistungen des Abiturjahrgangs 2011 in Englisch und Naturwissenschaften auf gleichem oder besserem Niveau als die des Abiturjahrgangs 2005. Dieser hatte noch eine neunjährige Gymnasialzeit.

Auch im Bereich der komplexeren Mathematik, zu der etwa Vektor- oder Integralrechnung gehören, schnitten die G8-Schüler besser ab. Allein bei der mathematischen Grundbildung, zu der etwa der Dreisatz zählt, erzielten sie schlechtere Ergebnisse als Gymnasiasten, die das Abitur in neun Jahren absolvierten. "Die Studie zeigt, dass man sich nicht vor höheren Leistungsanforderungen fürchten muss", sagte Rabe.

Mehr Gymnasiasten haben ihr Abitur gemacht

Es werde zudem mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass ein Anstieg der Abiturientenzahlen mit einem Niveauverlust einhergehe. 2011 haben in Hamburg 4575 Gymnasiasten ihr Abitur gemacht - sechs Jahre zuvor waren es nur 3517 Gymnasiasten.

Die guten Schüler profitieren besonders

Von der verkürzten Schulzeit profitieren den Angaben zufolge besonders die guten Schüler. Demnach lagen die Leistungen der 500 besten Hamburger Abiturienten aus dem Jahr 2011 deutlich über denen der Spitzengruppe des Jahres 2005 - vor allem im Bereich der Mathematik und dem englischen Sprachverständnis. "G8 hat die Leistungen der Leistungsspitze in Hamburg eindeutig verbessert", betonte Rabe.

Lehrerverband hält Studie für nicht aussagekräftig

Der Deutsche Lehrerverband bewertet die Ergebnisse anders. Das verkürzte Abitur nach zwölf Jahren sei nicht der Grund für die besseren Leistungen der Schüler, sagte der Vorstandsvorsitzende Helge Pepperling. Gymnasien würden eher von potenziell leistungsstärkeren Jugendlichen besucht, die anderen wählten die Stadtteilschule, an der die Zeit zum Abitur 13 Jahre beträgt. Bessere Resultate auf das G8-Abitur zu schieben, halte er für einen Fehler, sagte der 56-Jährige.

Kernfächer wurden gestärkt

Neben der Verkürzung der Gymnasialzeit wurden in Hamburg in der Vergangenheit auch die Kernfächer gestärkt. Dadurch werden Abiturprüfungen häufiger als früher in Fächern wie Englisch, Mathematik und Deutsch abgelegt. Auch das spiele bei der Beurteilung der Studie eine Rolle, sagte Schulsenator Rabe. Beide Punkte, die Verkürzung der Schulzeit und die Betonung der Kernfächer, hätten einen "deutlichen Leistungsschub" bewirkt.

CDU beansprucht gute Ergebnisse für sich

Auch die CDU zeigt sich über die Resultate der Studie erfreut und beansprucht diese für sich: "Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Einführung des G8 als auch die stärkere Leistungsorientierung der Gymnasien - etwa durch die zentralen Prüfungen - unter den CDU-Senaten richtig war", sagte der schulpolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion, Robert Heinemann.

Jugendliche haben weniger Zeit für Freizeit und Hobbys

Die Linke betrachtet die Ergebnisse aus einer anderen Perspektive: "Viele Jugendliche klagen, sie hätten kaum noch Freizeit und Zeit, ihren Hobbys nachzugehen oder sich mit Gleichaltrigen zu treffen", kritisierte die bildungspolitische Sprecherin Dora Heyenn. Dieser Aspekt sei in den Ausführungen des Senators viel zu kurz gekommen.

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