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Zeugnisse: Bei schlechten Noten bloß nicht ausrasten

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Problemanalyse statt Strafe  

Schlechtes Zeugnis? Jetzt nur nicht ausrasten!

31.01.2013, 17:05 Uhr | Kristin Kruthaup, dpa, dpa-tmn

Schlechtes Zeugnis? Jetzt nur nicht ausrasten!. Zeugnis: So viele schlechte Noten - was werden die Eltern dazu sagen? (Quelle: imago)

So viele schlechte Noten - was werden die Eltern dazu sagen? (Quelle: imago)

So viele Vierer? Wenn das Halbjahreszeugnis des Kindes schlechter ausfällt als erwartet, rasten viele Eltern aus. Doch ein Donnerwetter und spontane Strafandrohungen bringen nichts. Besser ist es, in Ruhe die Schwachstellen zu analysieren und eine Lernstrategie für das zweite Halbjahr zu entwickeln.

"Die Wut herauszubrüllen und zu schimpfen, fördert nur Widerstand beim Kind", sagt Diplom-Psychologe Ulrich Gerth im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Er empfiehlt, das Problem erst einmal zu vertagen - und am Tag nach der Zeugnisvergabe mit kühlem Kopf auf das schlechte Zeugnis zu schauen.

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Keine spontanen Strafen bei schlechten Zeugnissen

"Eltern sollten sich in Ruhe überlegen, was machen wir denn jetzt", rät Gerth, der auch Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung ist. Denn bei spontanen Standpauken würden häufig Strafen angedroht, die völlig überzogen sind. Herausgebrüllte Drohungen wie "bis zu den Sommerferien ist der Computer weg" bringen jedoch nichts. Eltern überlegen sich besser erst einmal: Lässt sich die Strafe durchhalten? Steht sie in einem Zusammenhang mit den schlechten Noten?

Eine klare Regel für Kinder sei zum Beispiel: "Medienkonsum erst nach den Hausaufgaben", sagt Gerth. Gut sei auch, sich die Hausaufgaben zeigen zu lassen. Doch was immer die Konsequenz für die Kinder ist: Wichtig ist, sie auf Dauer durchzuhalten - und nicht schon nach drei Wochen in den alten Trott zu fallen.

Noten von Geschwistern nicht vergleichen

Haben Eltern zwei Kinder in der Schule, sei es wichtig, sie nicht zu sehr miteinander zu vergleichen. Denn das führt nur zu Streit. Sätze wie: "nimm Dir mal ein Vorbild an Deiner Schwester" sollten Eltern aus ihrem Schimpf-Repertoire besser streichen.

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