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Abitur-Reform kommt: Prüfung wird bundesweit vergleichbar

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Schulpolitik  

Das Abitur wird bundesweit einheitlich(er)

21.06.2013, 11:53 Uhr | dpa

Abitur-Reform kommt: Prüfung wird bundesweit vergleichbar. Das Abitur wird bundesweit einheitlicher.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schwitzen über den Abiturfragen - dumm gelaufen ist das in NRW: Hier wurden den Abiturienten falsche Fragen vorgelegt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bald ist Schluss mit unterschiedlichen Abitur-Standards an deutschen Schulen. Die Reifeprüfung wird zwischen den 16 Bundesländern vergleichbarer. Die Kultusminister haben am 20. Juni in Wittenberg, beschlossen, einen zentralen Pool mit Abituraufgaben aufzubauen. Zudem sollen die Prüfkriterien bundesweit standardisiert werden. Für die erste Abiturprüfung nach den neuen Regelungen wird das Jahr 2016 angestrebt.

Die Basis für den Aufgabenpool bilden die neuen bundesweiten Bildungsstandards für die gymnasiale Oberstufe in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Die Länder können Aufgaben für den Pool vorschlagen, die dann von Wissenschaftlern des ländereigenen Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) überprüft werden. Anschließend können sich die Länder aus diesem Pool die Aufgaben für ihre Reifeprüfung heraussuchen. Aufgaben für die Naturwissenschaften sollen bald folgen.

Bleiben Taschenrechner bei Mathe-Klausuren erlaubt?

Für einige Bundesländer bedeutet der Beschluss, dass sie spezielle, oft seit Jahrzehnten gepflegte Eigenarten beim Abitur aufgeben müssen. Zu den einheitlichen Prüfungskriterien gehört unter anderem auch die Frage, wie weit Taschenrechner bei Mathematik-Klausuren eingesetzt werden dürfen. Auch werde der Einsatz von Literaturlisten geregelt und ob Gedichtinterpretationen mit oder ohne vorliegendem Text gefordert würden, sagte der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Stephan Dorgerloh (SPD) aus Sachsen-Anhalt der Nachrichtenagentur dpa.

Noch ein langer Weg zum vergleichbaren Abitur

Der Weg zu gleichschweren Abituraufgaben in allen deutschen Ländern sei noch lang, meint Dorgerloh. "Das ist ein Prozess, der über viele Jahre geht." Der gemeinsame Aufgabenpool soll von Jahr zu Jahr wachsen. Wissenschaftlich sei bislang nicht erwiesen, dass das Abitur in den Bundesländern tatsächlich unterschiedlich anspruchsvoll sei. "Das kann im Moment keiner belegen", sagte der KMK-Präsident.

"Qualität der Bildung muss gesichert werden"

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) sprach von einem "weiteren wichtigen Schritt zur Qualitätssicherung der gymnasialen Bildung" und zu mehr Vergleichbarkeit über die Ländergrenzen hinweg. "Die Qualität der Bildung in der Oberstufe muss gesichert werden und das Abitur soll bundesweit besser vergleichbar sein", sagte sie. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) erklärte: "Es geht um Gleichwertigkeit, aber nicht um Text-identische Aufgaben." Ihr Bundesland werde die einschlägigen Erfahrungen mit dem Landeszentralabitur einbringen. "Im Interesse der Abiturienten sind Schnellschüsse und Aktionismus fehl am Platz."

Auch Hessens Kultusministerin Nicola Beer (FDP) begrüßte das Zusammenrücken der Länder beim Abitur. Die Kultusminister wollten zudem künftig einen regelmäßigen Bericht über die Entwicklung des Aufgabenpools, sagte Beer. Das von Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) vorgeschlagene Konzept für einen Länder-Staatsvertrag über ein bundesweit vergleichbares Abitur stand in Wittenberg nicht auf der Tagesordnung.

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