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Schummelferien: Diese Eltern-Tricks sind unsozial und strafbar

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Falsche Krankmeldung für längere Ferien  

Schummelferien können richtig teuer werden

05.04.2016, 10:20 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Schummelferien: Diese Eltern-Tricks sind unsozial und strafbar. Ferien eigenmächtig zu verlängern ist eine Straftat.   (Quelle: dpa)

Schummelferien können teuer werden. (Quelle: dpa)

Skifahren statt lernen, sonnen statt büffeln - Sparfüchse können ganz schön in die Falle tappen. Statt bei der Urlaubsplanung zu sparen, weil sie früher als der Rest verreisen, müssen manche Eltern wegen Schummelferien blechen. Das ist nämlich eine Straftat. Wer geschnappt wird, den kommt jeder Extra-Ferientag richtig teuer. 

An Flughäfen und Autobahnen werden in den Tagen vor Ferienbeginn wieder mehr Polizisten zu sehen sein. Nicht nur wegen Staus und Sicherheit. Sie suchen nach  minderjährigen Schulschwänzern und deren Eltern. Immer öfter werden Ferienverlängerer erwischt.

In Deutschland herrscht Schulpflicht. Ein gesundes Kind darf also nicht ohne triftigen Grund dem Unterricht fernbleiben. Beurlaubungen gibt es für Familienangelegenheiten wie Hochzeiten oder Trauerfälle, aber nicht für den Familienurlaub.

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Verlockende Ersparnis bei der Reisebuchung

Flüge, Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze - Ferien sind Hochsaison, also teuer. Da macht ein flexibles Reisedatum schon mal einen großen Unterschied für das Reisebudget. Das ist verführerisch. Nicht wenige Eltern erfinden Gründe oder erschwindeln ein Attest, um früher in den Urlaub starten zu können. 

Erwischt die Bundespolizei die Ferien-Betrüger, muss sie diese der betroffenen Schule melden. Dann liegt es im Ermessen der Schulleitung, ein Strafverfahren beim Schulamt einzuleiten. In diesem Fall wird es teuer.

Bußgeld, Haft, Geldstrafe - das droht Ferienbetrügern

Eigenmächtiges Freinehmen in den Tagen vor und nach den Ferien kann mit einem Ordnungsgeld geahndet werden. Je nach Bundesland beträgt die mögliche Strafe mehrere hundert Euro pro Kind, in Rheinland-Pfalz schlimmstenfalls bis zu 1500 Euro. In Bayern sieht das Schulgesetz nach Angaben des Kultusministeriums bis zu 1000 Euro Geldstrafe vor.

Kommen Schulen einer Mogelei auf die Schliche, wird aber oft nicht gleich ein Bußgeld verhängt. Normalerweise werden Eltern und Kind erst einmal verwarnt, eventuell gibt es einen Eintrag ins Zeugnis. Erst im Wiederholungsfall alarmiert der Rektor die Schul- und Ordnungsämter. Und dann erst werden Bußgelder verhängt.

Auffällige Krankmeldungen vor den Ferien

Selbst das schreckt manche Eltern jedoch nicht ab.  Dieser "Trend zur Trickserei" habe sich angesichts des Konkurrenzkampfes in der Tourismusbranche verschärft, sagte der Chef des Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Offenbar nähmen die betroffenen Eltern Bußgeld-Drohungen nicht ernst oder sie kalkulierten sie im Ferienbudget.

An normalen Schultagen seien zwei bis fünf Prozent der Schüler krank. Unmittelbar vor oder nach den Ferien liege die Zahl der Krankmeldungen um 30 bis 50 Prozent höher als sonst. "Das ist unsozial und ein echtes Problem", findet Meidinger. Eltern vermittelten damit ihren Kinder die Botschaft, sie müssten sich nicht an Regeln halten.

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