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Süßigkeiten in Adventskalendern massiv überteuert

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Verbraucherschützer  

323 Prozent Aufschlag: Süßes in Adventskalendern massiv überteuert

08.11.2013, 15:59 Uhr | t-online.de

Süßigkeiten in Adventskalendern massiv überteuert. Verbraucherschützer warnen vor überteuerten Adventskalendern und rät zum Selberbasteln. (Quelle: dpa)

Verbraucherschützer warnen vor überteuerten Adventskalendern und rät zum Selberbasteln. (Quelle: dpa)

Kunden zahlen für Süßigkeiten in Adventskalendern einer Untersuchung zufolge bis zu viermal so viel wie beim Kauf der Süßwaren in Standardpackungen im Handel. Dies habe ein Vergleich von im Handel erhältlichen Adventskalendern gezeigt, wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilte.

Aufschlag von 323 Prozent bei "Nimm 2" von Storck

Für ihre Stichprobe haben die Verbraucherschützer zehn Kalender aus sieben verschiedenen Geschäften genauer untersucht. Laut Erhebung wird für den Kalender der Marke "Nimm 2" von Storck der höchste Zuschlag verlangt: Mit 9,99 Euro kostet der Adventskalender 323 Prozent mehr als die einzelnen, im gleichen Geschäft erhältlichen Bonbons und Fruchtgummis in ihren herkömmlichen Verpackungen zum Preis von 2,36 Euro.

"Die zwei kleinen billigen Spielzeugüberraschungen, die es dazu gibt, sind da nur ein kleiner Trost für den enormen Preisunterschied", so Lebensmittelexperte Armin Valet. Ähnlich sieht es beim Kalender von Haribo aus, der bei einem Preisaufschlag von über 283 Prozent trotz einiger Fruchtgummis in Weihnachtsedition weder Kinder noch Erwachsene froh macht, wie die Verbraucherzentrale anmerkt.

Alle Süßigkeiten in Kalendern mindestens zweieinhalb mal so teuer

Mit dem Adventskalender der Marke "Hello" von Lindt kaufen Verbraucher die teuerste Verpackung der gesamten Stichprobe. Rechnet man die Kosten für die Verpackungen der einzelnen Süßigkeiten und des gesamten Kalenders heraus, so landen 11,24 Euro später im Müll, und die Schokolade hat einen stolzen Grundpreis von 84,50 Euro pro Kilogramm. Nur der verpackungstechnisch aufwändigere Kalender in Turm-Form der Markte "After Eight" ist mit 86,43 Euro pro Kilogramm noch teurer.

"Insgesamt waren alle Süßigkeiten in den Adventskalendern unserer Stichprobe mindestens zweieinhalb mal so teuer wie die normal abgepackten Produkte", resümiert Valet. Verpackungsexperte Bernd Sadlowsky von der Hochschule HAW Hamburg ergänzt: "Der höhere Verpackungsaufwand für die Adventskalender rechtfertigt nicht den hohen Mehrpreis der Produkte. Nach grober Abschätzung liegen die Mehrkosten bei maximal zwei Euro."

Verbraucherzentrale rät zum selbst gebastelten Adventskalender

Die Hersteller nutzten aus, dass Eltern ihren Kindern in der Vorweihnachtszeit eine Freude machen wollen und bereit sind viel Geld auszugeben, so Valet. "Angesichts der großen Preisunterschiede von über 60 Prozent je nach Verkaufsort gehen wir davon aus, dass auch der Handel kräftig absahnen möchte", glaubt der Experte weiter. Zudem hält Valet die teilweise schlechte Preisauszeichnung mit fehlenden End- und Grundpreisen für nicht akzeptabel.

Die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt Verbrauchern deshalb genau zu überlegen, ob ihnen die vorproduzierten Adventskalender so viel Geld wert sind. Schließlich seien die Inhalte der Kalender oft auch einfallslos und entsprechen dem Sortiment, das auch das ganze Jahr über erhältlich ist. "Wer die Kommerzialisierung der Advents- und Weihnachtszeit nicht hinnehmen will, stellt am besten selbst einen Adventskalender zusammen", rät Valet.

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