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Klage wegen Diskriminierung: Arbeitssuchende Mutter wegen Schulkind abgelehnt

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Klage gegen Diskriminierung  

Arbeitssuchende Mutter wegen Schulkind abgelehnt

04.12.2013, 13:26 Uhr | dpa-tmn

Klage wegen Diskriminierung: Arbeitssuchende Mutter wegen Schulkind abgelehnt. Klage wegen Diskriminierung: Es ist unzulässig, dass eine Mutter bei der Bewerbung um eine Stelle abgelehnt wird, weil sie ein schulpflichtiges Kind hat. (Quelle: imago/Blickwinkel)

Nur weil sie ein schulpflichtiges Kind hat, darf eine Frau nicht bei der Bewerbung um eine Stelle abgelehnt werden. (Quelle: Blickwinkel/imago)

Wenn eine Frau eine Arbeitsstelle nicht bekommt, weil sie ein schulpflichtiges Kind hat, kann sie dagegen Klage erheben. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierung, zum Beispiel von Frauen oder Müttern, bei Bewerbungsverfahren.

Wenn Jobsuchende eine Stelle nur deshalb nicht bekommen, weil sie ein Kind im schulpflichtigen Alter haben, ist das unzulässig. Es liegt ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor - Bewerbern steht dann eine Entschädigungszahlung zu. Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden (Az.: 11 Sa 335/13). Auf das Urteil weist der Bund-Verlag hin.

Verräterische Notiz zum Alter des Kindes

In dem verhandelten Fall bewarb sich eine Frau bei einem Radiosender als Buchhalterin. Sie bekam eine Absage. Mit dem Schreiben kamen auch ihre Bewerbungsunterlagen zurück. Im Lebenslauf war neben ihrer Angabe "verheiratet, ein Kind" handschriftlich ergänzt, dass das Kind sieben Jahre alt ist. Diese Angabe war unterstrichen worden. Die Bewerberin sah darin eine Diskriminierung ihres Geschlechts und erhob Klage.

3000 Euro Entschädigung wegen Diskriminierung

Sie hatte Erfolg. Das Landesarbeitsgericht sprach der Frau in zweiter Instanz 3000 Euro Entschädigung zu. Die Richter sahen in der Ablehnung eine mittelbare Diskriminierung wegen ihres Geschlechts. Da nach wie vor Frauen die Kinderbetreuung häufiger übernehmen als Männer, sei die Frau mittelbar wegen ihres Geschlechts benachteiligt worden. Der handschriftliche Vermerk auf dem Lebenslauf lege nahe, dass die Bewerberin auch deshalb abgelehnt wurde, weil sie ein siebenjähriges Kind betreuen muss.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig - in nächster Instanz entscheidet das Bundesarbeitsgericht.

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