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Bildungsforscher: Sitzenbleiben ist teuer und bringt nichts

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Bildungsforscher kritisieren  

Sitzenbleiben kostet Milliarden und bringt nichts

14.02.2014, 15:56 Uhr | dpa, t-online.de

Bildungsforscher: Sitzenbleiben ist teuer und bringt nichts. Eine schulische Verbesserung zeigt sich bei Sitzenbleibern meistens nur im Wiederholungsjahr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine schulische Verbesserung zeigt sich bei Sitzenbleibern meistens nur im Wiederholungsjahr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sitzenbleiben bringt aus Sicht von Bildungsexperten nichts für den Lernerfolg eines Schülers. Dabei koste jeder Sitzenbleiber die Gesellschaft 40.000 Euro, wie beim dritten Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf erläutert wurde.

Über den gesamten Zeitraum zwischen 2003 und 2012 sei in Deutschland jeder fünfte Schüler mindestens einmal sitzengeblieben, berichtet Bildungsforscher Andreas Schleicher.

Probleme werden nicht gelöst, sondern verschoben

"Es wird viel für Reparaturarbeit ausgegeben statt zu investieren", erklärt Schleicher, der für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die internationalen Pisa-Schulvergleichsstudien koordiniert. Die Betroffenen würden häufig als Sitzenbleiber abgestempelt, ihre Probleme aber einfach in die nächste Klasse verschoben.

UMFRAGE
Sollte das Sitzenbleiben abgeschafft werden?

Bildungsforscher: Sitzenbleiben ist teuer und unwirksam

Schon in der Vergangenheit übten Schulexperten immer wieder Kritik an der berüchtigten Ehrenrunde. Auch laut einer früheren Studie der Bertelsmann Stiftung sei Sitzenbleiben teuer und uneffektiv.

Etwa eine Milliarde Euro geben die Bundesländer jährlich für das Sitzenbleiben aus, doch ohne nachhaltigen Effekt: Die Forschung sieht höchstens im Wiederholungsjahr eine Verbesserung der schulischen Leistung. Bereits im nächsten Schuljahr, in dem die Anforderungen neu und höher seien, würden die Leistungen wieder sinken.

Prominente diskutieren mit

Bis zum 15. Februar diskutieren rund 2000 Schulleiter und 85 Referenten aus allen gesellschaftlichen Bereichen über Bildungsthemen - darunter Extremsportler Joey Kelly und TV-"Super-Nanny" Katharina Saalfrank.

Der Sänger Peter Maffay appellierte an die Schulleiter, dazu beizutragen, für Kinder ein dichtes gesellschaftliches Netz von "Schutzräumen" zu knüpfen. Dazu müsse auch Schule zählen. Vor allem benachteiligten Kindern müsse geholfen werden.

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