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Schulstudie  

Gleichgewichtssinn und schulische Leistungen hängen zusammen

20.03.2014, 14:58 Uhr | dpa

Gleichgewicht und schulische Leistungen hängen zusammen. Kinder mit gutem Gleichgewichtssinn schneiden häufig auch in der Schule besser ab. (Quelle: dpa/Silvia Marks)

Kinder mit gutem Gleichgewichtssinn schneiden häufig auch in der Schule besser ab. (Quelle: Silvia Marks/dpa)

Auf einem Bein stehen oder einen schmalen Balken entlang balancieren: Gleichgewicht müssen Kinder üben. Je besser sie darin sind, umso leichter tun sie sich auch bei schulischen Aufgaben. Das belegt eine neue Studie.

Kinder mit einem gut ausgeprägten Gleichgewichtssinn schneiden in der Schule besser ab. Durch gezieltes Balancetraining können sie ihre Leistungen in Schreiben, Rechnen und Lesen sogar steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des hessischen Kultusministeriums.

Fehlender Gleichgewichtssinn wirkt sich auf schulische Leistungen aus

Wissenschaftler verschiedener Universitäten hatten seit 2007 sechs Jahre lang 8500 Schüler zwischen fünf und 19 Jahren untersucht. Die Forscher testeten den Hör-, Seh- und Gleichgewichtssinn der Kinder. Überraschend viele Jungen und Mädchen, die in den Balancetests schlecht abschnitten, hatten auch in Deutsch, Mathe und Sport schlechtere Noten als diejenigen, die keine Schwierigkeiten mit ihrem Gleichgewicht hatten.

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Gleichgewichtstraining erweist sich als effektiv

In der zweiten Projektphase gingen die Wissenschaftler der Frage nach, ob gezieltes Gleichgewichtstraining die Schulleistungen verbessern kann. Rund 500 Grundschüler nahmen an diesem Versuch teil. Sie wurden in eine Test- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Die Schüler der Testgruppe machten über den Tag verteilt etwa eine Viertelstunde Übungen: Sie sprangen Trampolin oder balancierten auf einem kippeligen Bewegungsboard.

Am Ende der 18-monatigen Phase ließen die Wissenschaftler die beiden Gruppen zu Tests antreten. Überprüft wurden unter anderem Gleichgewicht, Fähigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen sowie die Auge-Hand-Koordination. Erwartungsgemäß konnten alle Kinder in der Testgruppe besser ihr Gleichgewicht halten. Darüber hinaus zeigt sich, dass sie besser im Lesen, Schreiben und Rechnen als die Kinder in der Kontrollgruppe waren.

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