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McDonald's wird nach Protestaktion aus Schulen verbannt

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Nach Protestaktion  

McDonald's wird aus Schulen verbannt

26.08.2014, 13:40 Uhr | t-online.de

McDonald's wird nach Protestaktion aus Schulen verbannt. Erfolgreicher Protest: McDonald's wird Kinder in deutschen Schulen nicht über gesunde Ernährung aufklären. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erfolgreicher Protest: McDonald's wird Kinder in deutschen Schulen nicht über gesunde Ernährung aufklären. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im März 2013 hat die Stiftung Verbraucherschutz das "Bündnis für Verbraucherbildung" ins Leben gerufen, das zur Ernährungsbildung in Schulen beitragen sollte - kurioserweise unter Beteiligung von Unternehmen wie McDonald's. Nun verabschiedet sich die Stiftung von ihrem umstrittensten Partner.

Ausgerechnet Fast-Food-Gigant McDonald's soll unseren Kindern erklären, was gesunde Ernährung ist, wunderten sich zahlreiche Bürger. Mehr als 37.000 Menschen äußerten daraufhin bei einer E-Mail-Aktion der Verbraucherorganisation Foodwatch ihren Unmut. Die vom Bundesverband der Verbraucherzentralen getragene Stiftung reagierte nun auf den Protest und beendete die Zusammenarbeit mit McDonald's.

"McDonald's gehört nicht mehr dazu"

In einem Brief an Foodwatch erläuterte Lukas Siebenkotten, Vorstandschef der Stiftung Verbraucherschutz, die Entscheidung: Es sei nicht im Interesse der Stiftung, dass durch das "Bündnis für Verbraucherbildung" Unternehmen der Weg in Schulen geebnet werde. Nach einer Weiterentwicklung der Leitlinien "gehört McDonald's nicht mehr dazu".

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In den neuen Richtlinien des Bündnisses heißt es: "Unternehmen sind nicht an Bildungsangeboten vor Ort in der Schule beteiligt." Ursprünglich habe es Überlegungen gegeben, dass Edeka firmeneigene Ernährungsberater an die Schulen schicken könnte, wie Foodwatch berichtet.

Foodwatch warnt vor kommerziellen Interessen

Die Verbraucherschützer von Foodwatch werteten die Reaktion als ersten Schritt, betonen aber, dass es nicht ausschließlich um McDonald's gehe: "Schulen sollten frei von kommerziellen Interessen sein", sagt Oliver Huizinga, Foodwatch-Beauftragter für Kinderlebensmittel. "Insofern ist es gut, wenn McDonald's sich aus der Ernährungsbildung heraushält, aber weiterhin inakzeptabel, wenn Schulprojekte der Stiftung von Wirtschaftsverbänden oder Unternehmen wie Edeka, Metro, Rewe oder Tchibo finanziert werden."

Foodwatch fordert, dass Verbraucher- und Ernährungsbildung an Schulen unabhängig von Unternehmen stattfindet. Diese engagieren sich oft gezielt für Sport- und Bewegungsförderung oder Ernährungsbildung. Dabei seien gerade die unausgewogenen, aber aggressiv beworbenen Kinderlebensmittel Kern des Problems von Fehlernährung und grassierendem Übergewicht bei Kindern.

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Kooperationen bei der Bewegungsförderung oder Verbraucherbildung seien der falsche Weg: "Der Staat darf sich nicht in eine finanzielle Abhängigkeit von Unternehmen begeben. Denn es ist naiv anzunehmen, dass sich diese von ihrem Engagement nichts für sich selbst versprechen“, erläutert Huizinga seine Bedenken.

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