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Über ein Drittel der Grundschüler können nicht schwimmen

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Mangelhafte Schwimmfähigkeiten  

Viele Kinder können sich kaum über Wasser halten

28.08.2014, 13:59 Uhr | t-online.de, dpa

Über ein Drittel der Grundschüler können nicht schwimmen. Mehr als jedes dritte Kind kann heute nicht richtig schwimmen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mehr als jedes dritte Kind kann heute nicht richtig schwimmen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Schwimmfähigkeiten deutscher Kinder gehen den Bach runter. Viele können sich kaum über Wasser halten. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Untersuchung, die die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes mit Grundschülern durchgeführt hat.

In Neustrelitz kann über ein Drittel (36 Prozent) der Grundschüler nicht schwimmen. Das geht aus dem Test hervor, an dem 168 Drittklässler teilnahmen, wie der "Nordkurier" berichtet.

Seepferdchen-Prüfung überfordert viele Kinder

Bei dem Schwimmtest mussten die Schüler fünf einfache Stationen bewältigen. "Das Seepferdchen sollte normalerweise jeder mit acht oder neun Jahren haben“, erklärt Torsten Krüger vom DRK der Zeitung. Doch oft sind Kinder den Anforderungen nicht gewachsen.

UMFRAGE - SCHWIMMEN
Hat Ihr Kind das Freischwimmerabzeichen?

Vor allem bei der letzten Station, dem Seestern, fielen 53 Prozent der Kinder durch. Bei dieser Übung sollen sich die Schüler auf den Rücken legen und sich ohne Schwimmbewegungen treiben lassen. Selbst die Kinder, die schwimmen können, hätten laut Krüger oft kein Vertrauen zum Wasser. "Sie haben Angst sich fallen zu lassen, weil ihnen nicht klar ist, dass nichts passiert."

Zahlen entsprechen bundesweitem Trend

Die Resultate sind erschreckend, aber nicht überraschend. Bereits im vergangenen Jahr hat die DRK-Wasserwacht einen Schwimmtest mit Drittklässlern aus Neustrelitz, Mirow, Feldberg und Wesenberg durchgeführt und schon damals hieß es: 35 Prozent der Kinder können nicht schwimmen.

Zahlen, die sich mit denen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) decken: Auch auf der Internetseite der DLRG steht, dass in Deutschland knapp 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen und ein Viertel der Erwachsenen Nichtschwimmer oder schlechte Schwimmer sind.

Immer weniger klassische Schwimmbäder in Deutschland

Dabei sollten eigentlich alle Grundschüler Schwimmunterricht erhalten. Doch in vielen Fällen ist das nicht möglich, denn es mangelt an Lehrern und besonders an geeigneten Schwimmbädern. Nach Recherchen der DLRG sind seit 2007 in Deutschland fast 300 Bäder geschlossen worden und noch mehr stehen aktuell vor dem Aus, vor allem im Osten. Der Umwandlung klassischer Hallenbäder in Freizeit- und Funbäder stehen DLRG-Experten ebenfalls kritisch gegenüber. Meist eignen sich diese nicht, um Sport zu treiben und Menschen das Schwimmen beizubringen, so Klaus Wilkens, Ehrenpräsident der DLRG.

Wilkens zufolge hätten Ende der 1980er Jahre noch mehr als 90 Prozent der Schüler am Ende der vierten Klasse das Freischwimmerabzeichen erreicht. Heute treffe das nur noch auf bundesweit 50 Prozent zu.

Experten raten zum Schwimmkurs ab fünf Jahren

Indes sind sich Experten einig, dass Kinder schon früh mit dem Schwimmen beginnen sollten. Fünf Jahre sei ein gutes Alter, um Kinder in einem Schwimmkurs anzumelden, erklärt Andreas Lerg, Pressesprecher der DLRG Rheinland-Pfalz.

"Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Kindern in diesem Alter gemacht. Mit fünf sind sie körperlich und von der Koordination her fit für einen Schwimmkurs", so Lerg. "Wir arbeiten in unseren Kursen vor allem mit der Neugierde und dem Spieltrieb. Beides hilft sehr gut beim Schwimmenlernen.“

Ein Schwimmabzeichen befreit Eltern nicht von ihrer Aufsichtspflicht

Eltern sollte aber bewusst sein, dass sie ein bestandener Schwimmkurs oder ein Schwimmabzeichen nicht von ihrer Aufsichtspflicht befreit. "Auch wenn Kinder das Seepferdchen-Abzeichen geschafft haben, sind sie noch keine gut geübten Schwimmer", warnt Lerg.

"Ob am eigenen Gartenteich, im Schwimmbad oder am Fluss oder Meer, Eltern sollten immer so nahe beim Kind bleiben, dass sie es mit ein oder zwei Schritten erreichen und helfen können", betont Lerg. Schwimmflügel und ähnliches seien kein geeignetes Rettungsmittel "und können und dürfen die Aufsichtspflicht ebenfalls nicht ersetzen."

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