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Pro und Contra Gymnasium - so denken die Leser

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Pro und Contra Gymnasium - so denken die Leser  

"Unser dreigliedriges Schulsystem ist schlichtweg menschenfeindlich"

05.09.2014, 14:59 Uhr | t-online.de

Pro und Contra Gymnasium - so denken die Leser. Wohin steuert unser Bildungssystem? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wohin steuert unser Bildungssystem? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie sieht zeitgemäße Bildung aus, die den unterschiedlichsten Kindern und ihren Bedürfnissen gerecht wird? Brauchen wir dazu noch Gymnasien oder sollten sie besser abgeschafft werden? Oder sollten alle Kinder das Gymnasium besuchen dürfen?

Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Das zeigen auch die Stimmen unserer Leser:

Bernd50: Jedes Kind sollte im Rahmen seiner Fähigkeiten und Talente gefördert werden. Eltern und vor allem die Politiker sollten endlich aufhören, Menschen ohne Abitur als minderwertig zu sehen. Nicht die Schulformen, sondern unsere Sichtweise muss sich ändern.

UMFRAGE
Gymnasium - abschaffen oder für alle Kinder öffnen?

BloodRayne: Die meisten Berufe, angefangen vom Müllmann, haben ihre Berechtigung und deshalb Respekt verdient. Falsche Bildungspolitik hat die Blickwinkel verschoben. Nur noch akademische Würden scheinen etwas wert zu sein. Gebt jedem Beruf sein Ansehen zurück, dann erledigt sich vielleicht auch der Hype um die "beste" Schulform.

Nur gute Schüler sollen ein Gymnasium besuchen

dietmark: Nicht alle Schüler besitzen die gleichen intellektuellen Fähigkeiten. Es ist ein totaler Irrsinn, das Gymnasium für alle Schüler zu öffnen. Schon heute können Gymnasien ihrer Aufgabe, eine dringend notwendige kreative Elite herauszubilden, die Wissenschaft und Technik voranbringen kann, nicht nachkommen. Zu viele Schüler behindern den Wissenserwerb an Gymnasien, da sie nicht über die intellektuellen Voraussetzungen verfügen.

warte_mal: Gymnasium - grundsätzlich ja, aber reformbedürftig! Allerdings ist es ein Fehler, das Gymnasium jedem zugänglich zu machen. Der Besuch muss an messbare Leistungen geknüpft werden. Genau so wie sportliche Leistungen gefördert werden, müssen auch geistige Leistungen gefördert werden.

Hase69: Man muss sich von dem Gedanken verabschieden, dass alle Menschen gleich (intelligent) sind. Daher ist es sehr wohl wichtig, die verschiedenen Leistungsniveaus auch in Form unterschiedlicher Schulstufen abzubilden. Es ist nicht menschenverachtend, sondern für alle Beteiligten von Nutzen. Der stärkere Schüler muss auch mehr gefordert werden und der schwächere darf nicht überfordert werden. Wenn man alles in einen Topf wirft, orientiert sich in der Regel alles am schwächsten Glied, was zur Folge hat, sehr viel Intelligenz und Potential brach liegt. Was allerdings teilweise fehlt, sind gleiche Möglichkeiten für alle Gesellschaftsschichten, dass ist aber kein Problem des Schulsystems, sondern fängt im Elternhaus an und hört bei der Politik auf.

ENCOM: Ich kann weder Menschen, noch Schulen noch Bildung gleichschalten!

Lizzi: Die gymnasiale Bildung muss "premium" bleiben und darf nicht unter dem Deckmantel der Chancengleichheit "gleich" gemacht werden. Allerdings muss unbedingt verhindert werden, dass der mittlere Bildungsabschluss den Duktus der Verlierer hat. Das ist nämlich mitnichten so. Der Hauptschulabschluss gehört abgeschafft, eine dreifache Abstufung in Sachen Bildung kann sich keine Gesellschaft erlauben.

Das Schulsystem soll bleiben, wie es ist

Jimy: Das bisherige dreigliedrige Schulsystem in Deutschland hat sich bewährt. In kaum einem anderen EU-Land gibt es derart viele Wahlmöglichkeiten für Schulen und Möglichkeiten für Quereinsteiger, Abendrealschüler, Abendgymnasiasten, Förderschulen, Wege zur Mittleren Reife, wie bei uns. Weshalb sollte man sich diese Freiheit nehmen lassen? Sollen nun alle auf einen einzigen Schultyp gezwungen werden?

Mahatma11: Wieviel Schule soll denn eigentlich noch geändert werden? Ich bin eine etwas ältere Generation und stellte schon mehrfach die Frage, warum eigentlich? Als wir noch ein dreigliedriges Schulsystem hatten, waren wir in der Welt führend in unserer Ausbildung und konnten mit der Ausbildung "Made in Germany" überall in der Welt vorstellig werden. Heute, nach den ganzen "Reformen" sind wir nur noch unter ferner liefen. Armes Deutschland und arme Kultusministerien die sowas nicht bemerken!

Chancengleichheit gibt es nicht

bebo: Chancengleichheit gäbe es nur, wenn alle Menschen gleich intelligent wären. Sind sie aber nicht. Hauptschule, Realschule und Gymnasium haben schon ihre Berechtigung. Lieber dort den Lernstoff straffen und aktualisieren. Für die, die hinten runterfallen, gibt's Aufbau-Möglichkeiten und für die, die kein Deutsch können, verpflichtend einen Deutsch-Sprachkurs mit Prüfung als Voraussetzung zur Zulassung zum normalen Unterricht.

Dreamy: Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit bedeuten auch, dass Kinder, die etwas mehr Grips im Kopf haben und mehr können und wollen, die Möglichkeit bekommen, angemessen gebildet und ausgebildet zu werden.
Das Niveau der Gymnasien ist in den vergangenen Jahrzehnten in Teilen schon genügend gesunken, um möglichst alle mitkommen zu lassen. Nicht die weniger Klugen, auch die Klugen haben Rechte.

Reinhard-s: Was heißt hier es besteht keine Chancengleichheit? Selbstverständlich ist diese gegeben. Bevor das Gymnasium ansteht, werden die Fähigkeiten der Schüler in den Grundschulen ermittelt. Ein Kind mit Hauptschulempfehlung stellt auf dem Gymnasium nur eine "Geschwaderbremse" dar und behindert die anderen Klassenkameraden. Stellt sich im Laufe der weiteren Schulzeit eine positive Entwicklung heraus, bleibt immer noch der zweite Bildungsweg für die Chancengleichheit.

Eine Reform ist nötig

H_exGTH: Das deutsche Schulsystem ist mehr als überholt! Ob nun mit oder ohne "traditionellem" Gymnasium: Es bedarf einer grundlegenden Neuorientierung! Nicht soziale Stellung oder Kontostand der Eltern, sondern vielmehr intellektuelle Kompetenz des Einzelnen sollten über die beruflichen Möglichkeiten entscheiden.

oderkahn: Da ja erst ab fünften Klasse die naturwissenschaftlichen Fächer unterrichtet werden, kann der Leistungsstand davor nicht relevant sein für die Aufnahme ins Gymnasium. Das wird erst nach Abschluss der achten Klasse sichtbar. Und deshalb sollte erst ab neunten Klasse ein Schulwechsel für das Abitur erfolgen. Das hätte auch den Vorteil, dass man die Kinder nicht unnötig quält.

Vercingetorix: Auch ich plädiere für die Abschaffung, weil unser dreigliedriges Schulsystem schlichtweg "menschenfeindlich" ist, erinnere an den Ursprung: Vor circa 100 Jahren war Bildung an die jeweiligen Gesellschaftsschichten geknüpft: Volksschule für die Plebejer, Mittelschule für die Angestelltenberufe, untere und mittlere Beamtenlaufbahnen und Gymnasium für die Oberschicht. Es hat sich zwar mittlerweile, Gott sei Dank, einiges geändert, aber eine tatsächliche Chancengleichheit aller Kinder besteht immer noch nicht.

voghn: Das Gymnasium ist ein überlebender Dinosaurier! Bin selbst durchgegangen und halte es für ein nicht mehr zeitgemäßes Schulsystem. Seit 100 Jahren wird daran herumreformiert, ohne Erfolg. Zeitgemäß ist ein zehnjähriges Schulsystem mit höheren Anforderungen. Wer studieren möchte, muss noch zwei Jahre länger lernen, um die Hochschulreife zu erreichen. Wer die zehnjährige Schule nicht schafft geht auf die Hauptschule.

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