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Ferrero-Domain .kinder sorgt für Proteste von Kinderschützern

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Kinder "als Handelsobjekt missbraucht"  

Kinderschützer wollen neue Ferrero-Domain verhindern

02.12.2014, 13:08 Uhr | rev, t-online.de

Ferrero-Domain .kinder sorgt für Proteste von Kinderschützern. Gibt es bald die Internetendung .kinder? (Quelle: imago/Reimann)

Gibt es bald die Internetendung .kinder? (Quelle: Reimann/imago)

Kinder sind eine Bevölkerungsgruppe. Aber nicht, wenn es nach Ferrero geht. Passend zu Produkten wie "Kinder Schokolade" oder "Kinder Überraschung" soll .kinder zur Markenendung im Internet werden. Kinderschützer protestieren gegen das Vorhaben.

Am 7. November veröffentlichte die Internetverwaltung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), die die Vergabe neuer Domains regelt, einen Betreibervertrag mit dem Süßwarenhersteller für die Endung .kinder. ICANN-Angaben zufolge befindet sich die Domain zurzeit in technischen Tests. Diese dauern für gewöhnlich drei bis vier Wochen, wie Heise Online erklärt.

Kritik: Kinder sind keine Marke

Laut dem Antrag von Ferrero bei ICANN soll die neue Markenendung strategischen und kommerziellen Interessen dienen und als Top Level Domain ausschließlich Ferrero zur Verfügung stehen. Damit würde "Kinder" zur geschützten internationalen Marke werden. Das wollen der Deutsche Kinderschutzbund und das Deutsche Kinderhilfswerk verhindern.

Der Begriff Kinder werde "als Handelsobjekt missbraucht", kritisierte der Jugendmedienbeauftragte des Kinderschutzbundes, Ekkehard Mutschler, schon im Juni bei Heise Online. Auch Kai Hanke vom Kinderhilfswerk betont nun gegenüber dem Nachrichtenportal, dass Kinder keine Marke seien, sondern eine Bevölkerungsgruppe. Zudem könnten Kinder denken, dass unter der Domain .kinder Angebote für sie zu finden sind, tatsächlich würden sie aber auf kommerziellen Angeboten von Ferrero landen.

UMFRAGE
Sollte Ferrero die Markenendung .kinder einführen dürfen?

Komplizierte Regelung begünstigt Ferrero

Eigentlich sollten sogenannte generische Internetendungen mit exklusivem Nutzungsrecht verboten sein, geben die ICANN-Verträge vor. Damit sind Endungen gemeint, die als "generisch" gelten, die also eine allgemeine Klasse an Gütern, Gruppen, Organisationen oder Dingen beschreiben. Wie zum Beispiel .book, das als Markenendung von Amazon angedacht war.

Ob die Kinderschützer noch ein Verbot der Markenendung .kinder bewirken können, darf trotzdem bezweifelt werden, denn der bestehende Betreibervertrag lässt vermuten, dass ICANN den Antrag von Ferrero längst akzeptiert hat. Ob eine Endung nämlich als "generisch" angesehen wird, hängt stark von der Nutzung des Unternehmens ab. ICANN erklärt das an einem fiktiven Beispiel: Ein Betreiber von Sushi-Restaurants dürfe die Endung .sushi nicht benutzen, eine Autofirma mit dem Namen Sushi jedoch schon.

Ferrero selbst rechtfertigt sein Vorhaben mit seiner internationalen Ausrichtung, berichtet Heise Online: Laut dem Lebensmittelhersteller betreffe die neue Domain in der Mehrheit nicht deutschsprachige Länder. In denen habe das Wort "Kinder" keine sprachliche Bedeutung, sondern werde in erster Linie als Marke von Ferrero wahrgenommen.

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