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Warnstreik an Schulen: Angestellte Lehrer legen Arbeit nieder

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Warnstreik im öffentlichen Dienst  

Diese Woche streiken die angestellten Lehrer

27.02.2015, 16:12 Uhr | AFP, dpa

Warnstreik an Schulen: Angestellte Lehrer legen Arbeit nieder. Streik: Schwerpunkte des angekündigten Lehrer-Warnstreiks sind Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.  (Quelle: dpa)

Schwerpunkte des angekündigten Lehrer-Warnstreiks sind Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. (Quelle: dpa)

Weil es bei der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst noch keine Einigung gab, gibt es ab Dienstag bundesweit Warnstreiks an den Schulen. Allerdings streiken nur die angestellten Lehrer, nicht die beamteten. Unklar ist, inwieweit dadurch Unterricht ausfallen wird.

Bundesweit gibt es 200.000 angestellte Lehrer und 650.000 beamtete Lehrer.

Die Lehrergewerkschaft GEW hat die angestellten Lehrer zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In den einzelnen Ländern wird an unterschiedlichen Tagen gestreikt. in Berlin etwa ab Dienstag, in Nordrhein-Westfalen von Dienstag bis Donnerstag. Besonders betroffen sind laut GEW auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Ausgenommen ist Hessen. Gestreikt werde nur in den Bundesländern, die zur Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) gehören. Hessen war 2004 aus der TdL ausgeschieden.

Im Osten mehr angestellte Lehrer

Die Relation von Lehrern im Angestelltenverhältnis zu Lehrern mit Beamtenstatus ist von Bundeland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt dabei ein deutliches Ost-West-Gefälle: In drei der fünf neuen Bundesländer wurden Lehrer nach der Wende überwiegend als Angestellte beschäftigt.

2010 war der Anteil der angestellten Lehrer am höchsten in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dagegen lag in den alten Bundesländern der der Anteil von Beamten an allgemeinbildenden und Berufsschulen zwischen 80 und 90 Prozent. Das geht aus Daten des Dienstes statista.com hervor.

Darum geht es bei dem Lehrerstreik

Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Hauptgründe für das vorläufige Scheitern sind starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer.

Die Altersvorsorge ist im öffentlichen Dienst Standard, soll aber wegen hoher Kosten reformiert werden. Die angestellten Lehrer sollen besser tarifvertraglich abgesichert werden - uneins sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Höhe.  

Für die angestellten Lehrer gibt es seit Jahren keine verbindlichen Regeln zur Eingruppierung in die Tarifgruppen. Der Chef der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), sagte, die Länder hätten sich nun zu solchen Regeln und einer Angleichung der Ost- an die Westtarife bereit erklärt. Die Gewerkschaften monierten aber eine unzureichende Eingruppierung der Lehrer: Als "Provokation" bezeichnete es GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke, dass die Länder eine Lehrer-Aufwertung ablehnten.

Streiks auch an Unikliniken und Landesverwaltungen

Die nächste Runde ist für Mitte März angesetzt. Verhandelt wird für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Gewerkschaften fordern zudem eine Übertragung des Ergebnisses auf die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre. Betroffen sind neben den Schulen auch auch Unikliniken, Küstenschutz, Straßenwärter und die Landesverwaltungen insgesamt, wie die Gewerkschaften Verdi und GEW am Freitag in Potsdam mitteilten.

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