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Allensbach-Studie: Eltern geben Lehrern gute Noten

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Rat von Lehrern gefragt  

Das sind die größten Schulsorgen von Eltern

11.03.2015, 16:43 Uhr | tze, dpa

Allensbach-Studie: Eltern geben Lehrern gute Noten. Der Lehrer ist eine Autoritätsperson in Sachen Bildung und Erziehung - so sieht es die Mehrheit der Eltern. (Quelle: dpa)

Der Lehrer ist eine Autoritätsperson in Sachen Bildung und Erziehung - so sieht es die Mehrheit der Eltern. (Quelle: dpa)

Das Ansehen, das Lehrer bei Eltern genießen, ist besser, als die gängigen Klischees vermuten lassen. Die meisten Väter und Mütter in Deutschland stellen den Lehrern ihrer Kinder ein gutes Zeugnis aus. Sie vertrauen ihnen in Fragen von Erziehung und Bildung und schätzen deren Rat - und zwar über alle sozialen Schichten hinweg. Allerdings hängt der Schulabschluss sehr stark vom Sozialstatus der Eltern ab. Das ergab die Studie "Was Eltern wollen" des Allensbach-Instituts im Auftrag der Vodafone Stiftung.

Ein alarmierendes Ergebnis der Umfrage ist, dass sich über die Hälfte der Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen bei Kindererziehung und Bildung unsicher fühlt. Bei sozial bessergestellten Müttern und Vätern empfinden dies nur halb so viele. Ebenso finden nur 40 Prozent der sozial benachteiligten Eltern, dass ihr Kind in der Schule gut zurecht kommt - bei den Bessergestellten sind es rund 70 Prozent. Dieses Gefälle spiegelt sich in Deutschland bei den angestrebten Bildungsabschlüssen.

Ausgangspunkt für die Umfrage unter 1126 Eltern war laut Vodafone Stiftung das Bildungs- und Teilhabepaket der ehemaligen Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Es sollte gezielt 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien unterstützen. Die Mittel wurden jedoch zunächst zu einem großen Teil gar nicht abgerufen - womöglich, weil den Eltern die Orientierung fehlte, lautet eine Schlussfolgerung.

UMFRAGE
Sollten Lehrer die Eltern noch stärker bei Erziehungsproblemen unterstützen?

Lehrer sind willkommene Ratgeber

Deutlich wird, dass Eltern mit niedrigem sozialen Status mehr Unterstützung für den Bildungsweg ihrer Kinder brauchen. Wenn Schulprobleme deutlich werden, bemühen sich alle Eltern zuerst, das Kind bei den Hausaufgaben und beim Lernen für Klassenarbeiten zu unterstützen. Allerdings traut sich nur die Hälfte der sozial schwachen Eltern dies zu. Die Sorge, dem Kind in der Schule nicht gut genug helfen zu können und der Bedarf nach Rat und Hilfe ist bei ihnen stärker ausgeprägt.

In zwei Punkten aber sind sich die Befragten über alle Schichten hinweg einig. Erstens: Lehrer sind willkommene Ratgeber. Von Berührungsängsten der Eltern ist immer weniger zu spüren: 59 Prozent reden über die Förderung ihrer Kinder mit Pädagogen - und sogar 66 Prozent jener, deren Kind Probleme in der Schule hat.

Zweitens: Erziehung wird immer schwieriger, sagen 56 Prozent aller Eltern - in höheren sozialen Schichten meint das die Hälfte, in schwächeren gar 65 Prozent.

Die größten Schulsorgen von Eltern

Laut der Umfrage sind dies die fünf Bildungs- und Erziehungsfragen, die Eltern am häufigsten beschäftigen:

  • Wie bringt man Kinder dazu, ihre Schulpflichten selbständig und Gewissenhaft zu erledigen? (68%)

  • Wie kann man Kinder besser beim Lernen und bei den Hausaufgaben unterstützen? (59%)

  • Wie vermittelt man Kindern mehr Freude an der Schule und am Lernen? (60%)

  • Wie lässt sich der Alltag der Kinder rund um die Schule besser organisieren? (55%)

  • Was ist die beste Schule für mein Kind? (50%)

Sozialstatus beeinflusst Bildungsziel Abitur

Zwar wünschen zwei Drittel der sozial schwachen Eltern ihrem Kind den Aufstieg in bessere Lebensbedingungen, aber 52 Prozent sind der Meinung, dass dazu ein mittlerer Bildungsabschluss ausreicht. Nur ein Drittel möchte, dass das Kind Abitur macht. Ein krasser Gegensatz zu den Bildungsambitionen in Elternhäusern mit hohem Sozialstatus: für 90 Prozent ist das Abitur der angestrebte Bildungsabschluss.

Sollen Lehrer sich auch um Eltern kümmern?

"Die Umfrage widerlegt nicht nur das gängige Vorurteil vom Misstrauen zwischen Elternhaus und Schule, sondern zeigt auch, wo die Politik ansetzen sollte", verkündet die Stiftung. "Sie sollte das Vertrauen der Eltern in die Lehrer nutzen und die Schulen beim Ausbau der Informations- und Beratungsangebote für Eltern unterstützen. Hierfür bedarf es noch mehr gemeinsamer Initiativen von Bildungs- und Familienpolitik." Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, appellierte deshalb, die Beratungsangebote für Eltern auszubauen. "Dafür brauchen Schulen eigene Zeitkontingente, das heißt im Endeffekt zusätzliche personelle Ressourcen."

"Faule Säcke"? Von wegen!

Auch eine Abstimmung unter Lesern von t-online.de zeigt, dass die Mehrheit das Klischee von Lehrern als "faule Säcke" ablehnt. Ein knappes Viertel von rund 11.400 Abstimmungsteilnehmern widerspricht dieser Auffassung und weitere 50 Prozent meinen, dass faule Lehrer die Ausnahme seien.

 (Quelle: dpa)

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