Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schulkind >

Flüchtlinge als neue Mitschüler: Integration wird zur täglichen Aufgabe

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Flüchtlinge in Deutschland  

Die Neuen im Klassenzimmer

19.11.2015, 14:07 Uhr | Elena Zelle, dpa-tmn

Flüchtlinge als neue Mitschüler: Integration wird zur täglichen Aufgabe. Flüchtlingskinder: Spielen verbindet - ohne Sprachbarrieren. (Quelle: dpa)

Flüchtlingskinder: Spielen verbindet - ohne Sprachbarrieren. (Quelle: dpa)

Manch einer hat nach den Sommerferien neue Klassenkameraden: Schulwechsler, Zugezogene, Sitzenbleiber. Diesen Herbst kommen auch Kinder und Jugendliche in die Schule, die nach Deutschland geflohen sind.

Hier wird die Integration zur täglichen Aufgabe. Klingt aufwendig und schwierig, ist es aber eigentlich gar nicht: "Man sollte offen und interessiert sein", rät Stefan Drewes vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen und Leiter des Zentrums Schulpsychologie in Düsseldorf. "Woher kommt der Neue? Wie war die Schule dort? Wie wurden dort Feste gefeiert?" Diese Fragen zeigen Interesse - schon das kann den Neuen helfen, sich nicht ignoriert und abgelehnt zu fühlen.

Sport hilft der Integration auf die Sprünge

Man kann den- oder diejenige auch mal mitnehmen - zum Sport zum Beispiel. Oder den Schulweg gemeinsam gehen. Wenn es mit der Sprache noch nicht so gut klappt, kann man sich mit Gesten behelfen. Extra Deutsch-Nachhilfe braucht niemand geben: "Jugendliche lernen Sprache vor allem durch ungezwungenes Zusammensein", erklärt Drewes. "Am Anfang sollte man die Unterhaltungen dann etwas einfacher halten: Kurze Sätze, leichte Wörter, nicht zu abstrakt."

Viele Jugendliche haben auf der Flucht oder im Heimatland schlimme Erfahrungen gemacht. "Manche wollen darüber nicht reden. Das heißt nicht neugierig nur nach den Fluchterfahrungen fragen", rät Drewes. Die Flucht kann auch ein Grund sein, dass Jugendliche vielleicht etwas ungewöhnliche Kleidung tragen - viele sind nur mit dem gekommen, was sie anhatten und jetzt etwa auf Kleiderspenden angewiesen. "Davon sollte man sich nicht irritieren oder abschrecken lassen", betont Drewes.

Traumatische Erlebnisse beeinflussen das Verhalten

Gleiches gilt, falls jemand sich mal ungewöhnlich benimmt: In dem Land, wo der oder diejenige herkommt, sind die kulturellen Hintergründe vielleicht ganz anders. "Dort kann es unerwünscht gewesen sein, sich zum Beispiel am Unterricht zu beteiligen. Man sollte sich daher nicht wundern, wenn jemand sehr still ist", erklärt Drewes. Auch traumatische Erlebnisse auf der Flucht können hinter einem seltsam wirkenden Verhalten stecken.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal