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Sohn von Prüfung befreit: Kritik am thüringischen Grünen-Minister Lauinger

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Prüfungsbefreiung für Sohn  

Thüringens Minister Lauinger in der Kritik

11.08.2016, 17:43 Uhr | dpa, t-online.de

Sohn von Prüfung befreit: Kritik am thüringischen Grünen-Minister Lauinger. Thüringens Justizminister Dieter Lauinger (Grüne) und seine Ehefrau Katrin bei einer Pressekonferenz in Erfurt. (Quelle: dpa)

Der Justizminister von Thüringen, Dieter Lauinger (Grünen) und seine Ehefrau Katrin, in Erfurt. (Quelle: dpa)

Weil der eigene Sohn von der Prüfung für die Aufnahme am Gymnasium befreit war, steht der thüringische Justizminister Dieter Lauinger (Grüne) unter Rechtfertigungszwang.

Thüringens Justiz- und Migrationsminister Lauinger wehrt sich in Erfurt gegen den Vorwurf, sein Amt für private Interessen genutzt zu haben. Hintergrund ist eine Prüfungsbefreiung für seinen Sohn wegen eines mehrmonatigen Auslandsaufenthalts am Ende der zehnten Klasse.  

Als Vater gehandelt

"Es ging um etwas vollkommen Privates, was mit meinem Job nichts zu tun hat", sagte Lauinger. Er habe als Vater und nicht als Minister agiert – und dies auch bei Gesprächen mit Mitarbeitern des Bildungsministerium stets deutlich gemacht.

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Die Schule und das Schulamt hätten die Versetzung seines Sohnes ohne Prüfung genehmigt, erläuterte der Minister. Monate später, als sein Sohn sich bereits in Neuseeland aufhielt, habe das Bildungsministerium überraschend die Genehmigung aufgehoben. 

Schulamt gab grünes Licht

Es sei "die normalste Reaktion der Welt, dass Eltern anrufen und sich erklären lassen, was der Grund dafür ist", sagte Lauinger. Dass er und nicht seine Frau anrief, begründet er damit, dass es um juristische Fragen gegangen sei. Lauinger ist Jurist und war viele Jahre Richter.

Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) hatte schließlich die Prüfungsbefreiung des Jugendlichen bestätigt. Er konnte damit in die elfte Klasse versetzt werden. Nach der 10. Klasse verlangt das thüringische Bildungsministerium von allen Gymnasiasten einen "zentralen Leistungsnachweis".

Bodo Ramelow: "Schule hatte es positiv unterstützt"

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) meldete sich per Twitter zu dem Fall: "Die Schule hatte es positiv unterstützt und das Schulamt genehmigt, ohne den Namen des Schülers zu kennen!!", schrieb Ramelow in dem Kurznachrichtendienst.

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