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Bildungsmonitor 2016: Milliarden für Bildung von Flüchtlingen nötig

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IW Bildungsmonitor  

Milliarden-Ausgaben für Bildung von Flüchtlingen nötig

18.08.2016, 19:56 Uhr | AFP, dpa

Bildungsmonitor 2016: Milliarden für Bildung von Flüchtlingen nötig. Laut Bildungsmonitor 2016 haben Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg die besten Bildungssysteme. (Quelle: dpa)

Laut Bildungsmonitor 2016 haben Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg die besten Bildungssysteme. (Quelle: dpa)

Wie steht es um die Bildung in Deutschland? Wirtschaftsforscher beklagen im Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), dass es im Bildungssystem hakt. Die größte Herausforderung ist es demnach, Flüchtlingskindern zu einem Schulabschluss zu verhelfen.

Der Studie zufolge gab erstmals in 13 Jahren im Durchschnitt der Bundesländer keine Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Rückschritte bei den Abschlüssen ausländischer Schüler hätten sich aber bereits vor dem starken Zuzug an Flüchtlingen abgezeichnet.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat die Untersuchung in Auftrag gegeben. Sie misst die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems anhand von 93 Indikatoren. Dies sind unter anderem die Verfügbarkeit von Ganztagsschulen, die Qualität der schulischen Leistungen oder der Abbruchquoten. Die Daten beziehen sich zumeist auf die Jahre 2014 und 2015.

3,5 Milliarden Euro zur Bildung von Flüchtlingen nötig

Die Schulabbrecherquote unter Ausländern sein innerhalb eines Jahres von 10,7 Prozent auf 11,9 Prozent gestiegen, erklärte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Die Bildungsintegration der Flüchtlinge sei eine "neue, riesengroßen Herausforderung".

Die Wirtschaftsforscher empfehlen, dass möglichst alle Flüchtlingskinder im entsprechenden Alter in Kitas gehen. Erzieher sollten für das Vermitteln von Deutsch als Fremdsprache qualifiziert werden. Möglichst rasch sollten Flüchtlingskinder in reguläre Klassen kommen. An Hochschulen, an denen im nächsten Jahr 17.000 zusätzliche Studenten zu erwarten seien, sollte es Sprachkurse geben.

Die Wirtschaftsforscher kalkulieren, dass dafür im kommenden Jahr rund 3,5 Milliarden Euro erforderlich seien.

"Die Länder müssen der Bildung in den öffentlichen Haushalten einen höheren Stellenwert einräumen", sagte Studienleiter Axel Plünnecke. Aus humanitärer Sicht seien diese Ausgaben geboten. Aber auch finanziell: Langfristig rechne sich eine bessere Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge. Der IW-Forscher verwies auf eingesparte Sozialleistungen und zusätzliche Steuereinnahmen. 

Hier bekommt Bildung die besten Noten

Die leistungsfähigsten Bildungssysteme haben laut der Studie Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.

Aber auch dort gibt es Schwächen: Sachsen erreicht demnach Spitzenplätze bei der Forschungsorientierung, der Förderinfrastruktur und der Schulqualität. Negativ ist jedoch die steigende Zahl an ausländischen Schulabbrechern. Thüringen punktet mit hohen Bildungsausgaben je Schüler und sehr guten Betreuungsbedingungen. Dagegen steht ein sehr hoher Anteil älterer Lehrer, die in den kommenden Jahren nur schwer ersetzt werden könnten, urteilten die Forscher. 

Bayern ist Spitze bei der beruflichen Bildung, bei der Vermeidung von Bildungsarmut und dem effizienten Mitteleinsatz im Bildungssystem, hat aber ebenso wie Baden-Württemberg weiterhin Nachholbedarf bei Ganztagsplätzen. Hamburg liegt bei der internationalen Ausrichtung des Bildungssystems vorne, verzeichnet aber einen hohen Anteil an Schülern, die die Mindestanforderungen im Lesen oder Mathematik nicht erreichen.

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