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Schule: Deutsche für Erhalt von Schulnoten und Sitzenbleiben

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Leistungen in der Schule  

Wer schlechte Noten hat, bleibt sitzen – und das ist gut so

01.09.2016, 17:05 Uhr | dpa, t-online.de

Schule: Deutsche für Erhalt von Schulnoten und Sitzenbleiben. Schulsystem: Die Mehrheit der Deutschen hält es für sinnvoll, dass Leistungen von Schülern mit Noten bewertet werden. (Quelle: dpa)

Büffeln für gute Noten - die Mehrheit der Deutschen befürwortet dieses System. (Quelle: dpa)

Leistungen von Schülern müssen mit Noten bewertet werden, und wer schlechte Noten hat, bleibt sitzen. So soll es auch bleiben, da sind die Deutschen streng. 

Immer wieder gibt es Vorstöße, Schulnoten oder das Sitzenbleiben abzuschaffen. Doch solche Reformen des Schulsystems finden in der Bevölkerung keine Mehrheit. Drei von vier Deutschen halten Schulnoten nach wie vor für sinnvoll. Im Osten sogar noch mehr (81 Prozent) als im Westen (74 Prozent).

Dass Schüler bei schwachen Leistungen ein Schuljahr wiederholen müssen, befürworten ebenfalls mehr als 80 Prozent der Deutschen. 33 Prozent finden es "sehr sinnvoll", 48 Prozent "eher sinnvoll. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 1024 Bürgern.

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Jeder vierte Deutsche ist ein Sitzenbleiber

Knapp jeder vierte Befragte gab zu, dass er in der Schule selbst mal eine "Ehrenrunde" (21 Prozent) oder sogar mehrere (drei Prozent) drehen musste. Der Rest brachte die Schulkarriere - zumindest nach eigenem Bekunden - problemlos hinter sich. Unter den Sitzenbleibern waren mehr Männer (27 Prozent) als Frauen (21 Prozent).

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass selbst Schüler das Sitzenbleiben nicht abschaffen wollen. Das ergab eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2013. Damals argumentierten die befragten, dass dann die Leistungsbereitschaft in der Schule sinken würde.

Wie ungerecht sind Noten?

Nur jeder fünfte Deutsche ist gegen Schulnoten. 14 Prozent halten sie für "eher nicht sinnvoll", sechs Prozent für "gar nicht sinnvoll". Bei Männern ist dieser Prozentsatz mit insgesamt 19 Prozent etwas niedriger als bei Frauen mit 22 Prozent.

Kritiker des Notensystems meinen, dass Schulleistungen nicht auf Ziffern zwischen 1 und 6 reduziert werden sollten. Noten gelten als ungerecht, anfällig für Verzerrungen und schlecht vergleichbar. Daher gibt es immer wieder Bestrebungen, sie durch andere Formen der Bewertung zu ersetzen. So verzichten Waldorfschulen und reformpädagogische Modellschulen bis zur Oberstufe auf Noten.

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Pro & Contra Schulnoten

Auch in der Elternredaktion von t-online.de gibt es kontroverse Meinungen zu Schulnoten. "Noten machen Schüler zu willenlosen Auswendiglernmaschinen", findet eine Kollegin. "Nein, Noten sind Mutmacher, Ansporn und Orientierungshilfe. Aber wir müssen sie neu bewerten", lautet die Gegenmeinung. Weitere Argumente Pro und Contra Schulnoten lesen Sie in diesem Artikel

Zustimmung von konservativer Lehrer-Seite

Der Vorsitzende des eher konservativen Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sprach von einem "eindrucksvollen Votum gegen eine Abkehr vom Leistungsprinzip an unseren Schulen". Er betonte: "Zu einer erfolgreichen pädagogischen Arbeit gehört beides: Fördern und Fordern. Wer auf das Einfordern von Leistungen und Jahrgangsstufen-Standards verzichtet, der schadet den Zukunftschancen der Jugendlichen selbst am meisten."

Daher wendet sich Philologenverbands-Chef Meidinger konkret gegen die (SPD-regierten) Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die das Sitzenbleiben in ganzen Jahrgangsstufen abgeschafft hätten oder "Grundschulen ermöglichen, komplett auf Noten zu verzichten". Dies vermittele den falschen Eindruck, dass man "auch ohne vergleichende Leistungsbewertung und ohne das Erreichen von Standards in der Schule und letztlich später auch im Leben erfolgreich sein" könne, sagte der Chef der Lehrergewerkschaft, der selbst seit langem ein Gymnasium in Bayern leitet.

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