Schwangerschaftsmythen
Hübsche Frauen gebären öfter Töchter25.07.2012, 11:21 Uhr | mmh, nw, t-online.de
Nach einer neuen Studie bekommen schöne Mütter eher Töchter. (Bild: imago) (Quelle: imago)
In der Promiwelt sind sie allgegenwärtig. Die hübschen Töchter mit ihren schönen Müttern. Paris Hilton hat eine attraktive Mutter, genauso wie Sophia Thomalla und Elisabeth Jagger. Ihre Mutter ist Mick Jaggers Ex Jerry Hall. Ist dies Zufall oder ist es die Regel? Eine wissenschaftliche Studie aus Großbritannien versuchte diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Hier stellen die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Mutter und dem Geschlecht des Kindes her.
Die Langzeitstudie der London School of Economics hat ergeben, dass erstgeborene Töchter häufig hübsche Mütter haben. Dagegen bekommen weniger attraktive Frauen eher Söhne, so die Studie. Was ist dran an solchen Untersuchungen? Zugrunde liegen Forschungen von Dr. Satoshi Kanazawa, der 50 Jahre lang Daten von 17.000 Probanten sammelte. Begleitet wurde deren gesamter Lebensweg und in bestimmten Altersabschnitten wurde immer wieder der Attraktivitätsgrad gemessen. Danach bekamen diejenigen Mädchen, die bereits im Alter von sieben Jahren als attraktiv eingestuft wurden, eher Töchter als Söhne. Jene, die in ihrer Kindheit als weniger attraktiv bewertet wurden, bekamen als erstes Kind meist einen Sohn.
Die Wissenschaftler erklären diese verblüffenden Erkenntnisse mit der Evolution: Danach geben offenbar eher Frauen das Erbmerkmal Schönheit weiter. Wo "Schönheit" weniger dominant im Erbmaterial ist, scheinen sich eher andere Vorzüge wie beispielsweise körperliche Stärke oder Durchsetzungsvermögen genetisch durchzusetzen, die dann, laut der britischen Studie, meist an Jungs weiter vererbt werden.
Diese wissenschaftliche Theorie ist jedoch sehr umstritten: Untersuchungen an der Columbia University in den USA kamen zu einem gegenteiligen Ergebnis. Unter die Lupe genommen wurden die 50 "schönsten" Menschen, die zwischen 1995 und 2000 jährlich vom People Magazine vorgestellt wurden. Danach hatten diese attraktiven Promis als erstgeborene vorwiegend Söhne. Beispiel: Die Beckhams gelten beide als "schön" und haben drei Söhne. Es scheint sich bei der These "Schöne Mütter bekommen zuerst Töchter" also doch eher um einen Schwangerschaftsmythos zu handeln.
Um die Geschlechtsbestimmung des Kindes ranken sich noch andere Legenden und Mythen: In Zeiten von Ultraschall und Fruchtwasseruntersuchung wissen die meisten schon lange vor dem Geburtstermin, ob ihr Baby Paul oder Paula heißen wird. Und nicht nur das: Viele würden es am liebsten vor oder bei der Zeugung beeinflussen, welches Geschlecht ihr zukünftiges Kind hat. Und so trägt manch ein Mann beim Sex Socken oder nimmt ein heißes Bad - in dem festen Glauben, dadurch das Geschlecht bestimmen zu können. Lässt sich das tatsächlich beeinflussen? Oder sind diese Binsenweisheiten purer Unsinn? Auch mit diesem Thema haben sich Forscher beschäftigt.
Die gute Nachricht: Schokolade und viel Sex beeinflussen das Wunschgeschlecht. Die schlechte: Eine Garantie gibt es dafür nicht. Doch es ist nicht alles Aberglaube. Wissenschaftler der Universität in Maastricht haben herausgefunden, dass gezielte Ernährung und das richtige Timing das Geschlecht des Babys bestimmen können. Dabei half ihnen die erste menschliche Versuchsgruppe zum Thema Wunschgeschlecht.
Insgesamt 172 Frauen haben die Wissenschaftler fünf Jahre lang begleitet. Die Frauen waren im Alter zwischen 23 und 42, hatten schon einen Sohn und wünschten sich jetzt unbedingt ein Mädchen. Resultat der Forscher: Wünscht sich ein Paar ein Mädchen sollte die Frau eine bestimmte Diät halten, mit viel Kalzium und Magnesium. Außerdem hilft täglicher Sex den Mädchen auf die Sprünge, allerdings nicht an den Tagen direkt vor und nach dem Eisprung. Als Zeugungszeitpunkt für Mädchen sollten Paare idealerweise drei Tage vor dem Eisprung anpeilen, denn die weiblichen Spermien sind größer und widerstandsfähiger als die männlichen, sie sind länger überlebensfähig. Die schnellen kleineren männlichen Spermien drängeln sich beim Sex näher am Eisprung vor. Der Erfolg gibt den Forschern Recht. 80 Prozent der Frauen bekamen wirklich ein Mädchen.
Dabei ist es nicht wirklich spaßig: Viel Kalzium und Magnesium stecken in Joghurt, Hartkäse, Rhabarber, Spinat, Tofu, Orangen, Nüsse, Feigen oder Bohnen. Das kann auch bedeuten, jeden Tag Omelett mit Speck und kann sich auch - zusätzlich zum Babybauch - auf die Figur auswirken. Und täglicher Pflicht-Sex empfinden nicht alle Paare als romantische Perspektive. Nicht zuletzt wegen der anstrengenden Diät brachen einige Frauen den Versuch ab.
Die Maastrichter Forscher empfehlen bei dem Wunsch nach einem Mädchen folgende Diät:
Und was tun die Männer? Die haben es laut Maastrichter Studie leicht. Keine Diät, aber viel Sex - zumindest, wenn sie sich ein Mädchen wünschen.
Es ranken sich viele Mythen und Aberglaube rund um das Thema. Schon seit Jahrhunderten versuchen die Menschen Einfluss darauf zu nehmen, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen. Die Kelten gingen beispielsweise davon aus, dass sie das Geschlecht des nächsten Kindes bestimmen können, indem sie den Mutterkuchen des Erstgeborenen unter einem Apfel- oder einem Birnbaum vergraben. Nicht weniger ausgefallen sind heutige Versuche: Ob durch Tragen bestimmter Kleidungsstücke beim Sex, heiße Bäder oder spezielle Diäten - es grassieren zahlreiche Theorien, wie es garantiert mit dem gewünschten Geschlecht klappt. "Achtet Mama zu sehr auf ihre Linie, bekommt sie ein Mädchen." Auch das belegt eine Studie. Demnach gilt umgekehrt: Je mehr Kalorien eine Frau zum Zeitpunkt der Befruchtung zu sich nimmt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen Jungen zur Welt zu bringen. Nachgewiesen hat eine andere Studie, dass Schwanger-Sein vergesslich macht. Das ist wirklich nicht nur eine Ausrede, das sind die Hormone!
Allen Versuchen zum Trotz stehen die Chancen aufs Wunschkind etwa gleich gut. So kommen bei den Geburten 106 Jungen auf 100 Mädchen. Dabei entscheidet die Samenzelle des Mannes darüber, welches Geschlecht das Kind haben wird. Trägt sie das entscheidende Y-Chromoson, so wird es ein Junge. Sicher feststellen lässt sich das Geschlecht des Kindes in jedem Fall während der Schwangerschaft. Etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche kann der Arzt per Ultraschall feststellen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Durch Fruchtwasseruntersuchung ist dies schon früher möglich.
ratgeber.t-online.de - Fruchtbare Tage: Sex zur richtigen Zeit
25.07.2012, 11:21 Uhr | mmh, nw, t-online.de
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