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Schwangerschaft von Teenagern  

Schwanger und doch selbst noch ein Kind

08.10.2009, 19:45 Uhr | Simone Blaß; ots

Schwanger und doch selbst noch ein Kind. Schwangerschaft bedeutet mehr als nur romantische Vorstellungen.

Schwangerschaft bedeutet mehr als nur romantische Vorstellungen. (Bild: Imago)

Auch wenn nicht alle Teenagermütter aus schwierigen Verhältnissen stammen, so erhöhen doch Armut, ein niedriger Bildungsstand sowie Probleme in der Familie die Wahrscheinlichkeit einer sehr frühen Schwangerschaft. Untersuchungen in Mutter-Kind-Einrichtungen haben ergeben, dass nicht nur materielle Not und Alkohol in den Familien eine große Rolle gespielt haben, sondern häufig auch Misshandlung und sexueller Missbrauch zum Alltag gehörten. Viele Mädchen glauben, durch das Kind der Ausweglosigkeit zu entkommen. Mutter zu sein ist schließlich ein anerkannter Status in der Gesellschaft. Manchen gelingt es sogar, den Teufelskreis zu durchbrechen und ihren eigenen Weg zu gehen, viele allerdings unterschätzen die Situation mit Kind und sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Romantische Vorstellungen helfen nicht

In so jungen Jahren ein Kind zu bekommen, bedeutet, mit einem Schlag erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Kind. Viele, die vorher eher romantische Vorstellungen vom Mutterdasein hatten, sind mit der Situation komplett überfordert. Schule und Berufsausbildung sind mit der Kindererziehung schwer zu vereinbaren und scheinen erstmal unwichtig. Das allerdings macht es später schwerer, einen qualifizierten Beruf auszuüben und allein in der Lage zu sein, für sich und das Kind zu sorgen. Die Folge ist ein erhöhtes Armutsrisiko.

Deutschland liegt im Mittelfeld

Die meisten Teenagermütter leben übrigens, laut UNICEF, in den USA. In Europa führen die Briten. Deutschland liegt mit 13 Geburten pro Tausend Frauen zwischen 15 und 19 Jahren im Mittelfeld der OECD-Staaten. Geburten von jüngeren Mädchen sind hier nicht berücksichtigt.

Beratung und Aufklärung sollten an erster Stelle stehen

Es gibt zahlreiche Stellen, die unterstützend zur Seite stehen. Die beraten, aber nicht werten. Für eine erste Information bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Internetseite an, die sich allein dem Thema „schwanger unter 20“ widmet (http://www.schwanger-unter-20.de). Hier findet man unter anderem die Kontaktdaten zahlreicher Beratungsstellen in Postleitzahlennähe.

Unterstützung vom Jugendamt

Auch ans Jugendamt kann man sich wenden. Die Mitarbeiter sind an eine Schweigepflicht gebunden und bieten unter Umständen Unterstützung in Form von finanziellen und wirtschaftlichen Hilfen an. Wenn beide Eltern minderjährig sind und sich nicht für einen anderen Vormund entscheiden, so übernimmt das Jugendamt auch die Rolle als gesetzlicher Amtsvormund, wobei es sich hier unter anderem für die Klärung von Unterhaltsansprüchen einsetzt oder im Fall des Falles um die Vaterschaftsanerkennung bemüht.

Buchtipp: Schwanger!? - Der Ratgeber für Jugendliche

Die Autorin Sylvia Schneider hat bereits zahlreiche Gesundheitsratgeber verfasst und richtet sich auch mit ihrem neuesten Buch Schwanger!? wieder direkt an Jugendliche. Neben Erfahrungsberichten von jungen Menschen zum Thema Schwangerschaft gibt sie Tipps zum Umgang mit der Situation und Hilfestellung bei rechtlichen Fragen. Einen großen Teil des Buches aber macht die Aufklärung aus. Neben den Vorgängen und Veränderungen im Körper, eventuellen Krankheiten und der Verhütung befasst sie sich ganz ausführlich damit, jungen Mädchen das notwendige Selbstbewusstsein zu vermitteln, die eigenen Wünsche durchzusetzen. Sylvia Schneider geht neutral mit dem Thema Abtreibung um, informiert aber auch ausführlich über zur Verfügung stehende Alternativen und nennt wichtige Adressen für Beratungen und Hilfestellungen.

Dient ebenfalls der Vorbeugung

Dieses Buch ist übersichtlich gestaltet und spricht alle relevanten Themen an. Es eignet sich nicht nur dann, wenn der Fall einer Schwangerschaft bereits eingetreten ist, sondern auch zur Vorbeugung. Es ist informativ geschrieben, spricht mit den Erfahrungsberichten die Jugendlichen direkt an und bietet eine ganze Menge kompakt zusammengefasster Information.

Jugendthemen im Ueberreuter Verlag

Die Reihe „talk about“ des Ueberreuter Verlags richtet sich übrigens gezielt an Jugendliche. Themen wie Drogen, Homosexualität oder Scheidung der Eltern werden in altersgerechter Form behandelt und mit praktischen Tipps ergänzt.

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