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Zigarettenqualm verkürzt den Schlaf

01.12.2008, 11:51 Uhr


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Rauchen während der Schwangerschaft ist mit vielerlei Risiken verbunden.Rauchen während der Schwangerschaft ist mit vielerlei Risiken verbunden. (Bild: Imago)Tabakkonsum verringert nicht nur das Geburtsgewicht von Babys, er beeinflusst auch ihren Schlafrhythmus - und zwar negativ. Neugeborene rauchender Mütter schlafen bis zu zwei Stunden weniger, ergab eine Studie.
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Rauchen während der Schwangerschaft: Weitere Folge

Die Gefahren von Zigaretten für das ungeborene Leben sind hinlänglich bekannt. Nun haben Forscher aus Frankreich bei Neugeborenen eine weitere Folge des Rauchens in der Schwangerschaft entdeckt: Die Babys schlafen schlechter. Diese Veränderungen des Schlafrhythmus könnten die spätere Entwicklung des Kindes beeinträchtigen, berichtet Frederic Telliez von der Picardie-Jules-Verne-Universität in Amiens im Fachmagazin "Sleep" (Bd. 31, Nr. 12).

Schlafuntersuchungen

Die Mediziner untersuchten in isolierten Schlaflabors den Schlaf von 40 gesunden Säuglingen, die mehr als einen Monat zu früh geboren worden waren. Dabei überwachten sie kontinuierlich die Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte sowie die Anzahl und die Intensität der Körperbewegungen der Säuglinge während des gesamten Schlafs.

Unruhiger Schlaf bei Kindern von Rauchermüttern

Wie die Auswertung der Aufzeichnungen zeigte, schliefen die neugeborenen Kinder von Raucherinnen, die mehr als zehn Zigaretten pro Tag rauchten, im Durchschnitt zwei Stunden weniger als die Säuglinge der Kontrollgruppe von Nichtraucherinnen. Ausgelöst wurde dieser Unterschied durch häufigere Körperbewegungen der Kinder, die einen unruhigeren Schlaf verursachen, wie Telliez erklärt.

Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter

Dieser Schlafmangel könnte sich negativ auf die Entwicklung des Gehirns auswirken, da die ausgleichenden Reaktionen des Körpers auf das autonome Herz-Kreislauf-System und die Atmung vermindert sind. Demnach haben die Kinder von Raucherinnen später ein erhöhtes Risiko von Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und Hyperaktivität. Doch der Tabakrauch der Mutter schadet nicht nur während der Entwicklung: Auch Erwachsene, deren Mütter viel geraucht hätten, könnten sich oft schlechter konzentrieren und seien oftmals impulsiv, sagen die Wissenschaftler.

Gestörter Schlafrhythmus noch lange nach der Geburt

Die Forscher untersuchten auch die Entwicklung der Kinder, nachdem diese beinah einen Monat lang nach ihrer Geburt nicht mehr dem Rauch ihrer Mütter ausgesetzt waren. Obwohl sich das Gehirn von Säuglingen nach der Geburt sehr schnell an neue Umweltbedingungen anpassen kann, stellten die Wissenschaftler noch immer einen veränderten Schlafrhythmus fest. Von ihren Studien erhoffen sie sich nun bessere Vorhersagemodelle und neue Behandlungsmethoden, um die Defizite der Raucherkinder besser ausgleichen zu können.




(Quelle: Spiegel Online)


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