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"Wunschkind von der Samenbank": ZDF-Doku zeigt Lebenswege von Beteiligten

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Samenbank  

Wunschkind von der Samenbank

13.01.2009, 13:16 Uhr | mmh; rev; ots

Wunsckind von der Samenbank. (Bild: Imago)Wunsckind von der Samenbank. (Bild: Imago)Aus der Perspektive aller Beteiligten betrachtete die ZDF-Reportage "Wunschkind von der Samenbank", aus der Reihe "37°" das sensible Thema "Samenspende". Zu Wort kamen ein Elternpaar, einen Samenspender und ein "Kind" aus einer Samenspende.

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Verschiedene Perspektiven: Drei Lebenswege

Elke und Rainer, ein Ehepaar aus einer ostdeutschen Kleinstadt, habe sich für eine Befruchtung mit Fremdsamen entschieden, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Heute sind die beiden glückliche Eltern von zwei kleinen Jungen. Doch das Thema ist offenbar immer noch gesellschaftlich tabu: Das Paar tritt nur unter falschem Namen und mit verändertem Aussehen und Stimme vor die Kamera.

Paar widersetzt sich Vorurteilen

Als Rainer, der aufgrund einer Erbkrankheit zeugungsunfähig ist, seine Mutter ins Vertrauen zieht, ist diese skeptisch: Sie kann sich nicht vorstellen, wie ihr Sohn mit einem Kind "von einem anderen Mann" klarkommen soll. Auch Rainers Frau hat Bedenken: Anders als bei anderen Familien wird ihr Kind dem Vater wahrscheinlich nicht ähneln. Trotz aller Skepsis und Vorurteilen geht das Paar letztlich seinen Weg. Sechs Versuche braucht Elke, um mit Hilfe einer Samenspende schwanger zu werden. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 17 Prozent pro Versuch und das Paar zahlt für beide Kinder schließlich etwa 20.000 DM. Als einer ihrer Söhne acht Jahre alt ist, erzählen sie ihm sachlich, wie er gezeugt wurde. Der Junge zeigt sich interessiert daran, dass sein Papa 48 Chromosomen hat und kommt gut mit der Neuigkeit zurecht.

Zufällig von der Herkunft erfahren

Die Schweizerin Manuela (32) ist ein solches "Kind" aus einer Samenspende. Zwar fühlt sie sich schon immer als Fremdkörper in ihrer Familie, doch ihre Eltern verschwiegen ihr ihre Entstehungsgeschichte. Zufällig erfährt sie als Schülerin im Biologieunterricht, dass die Blutgruppe ihrer Eltern nicht zu ihrer eigenen passt, und stellt die Mutter zur Rede. Sie erfährt, dass sie im Berner Frauenspital "gemacht" wurde, vermutlich mit dem Samen eines Studenten. Für Manuela ein Schock. Sie bricht kurz vor dem Abitur die Schule ab und verlässt ihr Elternhaus, ihren Heimatort.

Auf Suche nach dem Erzeuger

Jahre später, als sie selbst schon zwei Töchter hat, macht sie sich auf die Suche nach ihrem Erzeuger und dem "dritten Opa" ihrer Kinder. Nachdem sie die Suche schon beinahe aufgegeben hat, gibt es Hinweise auf ihren möglichen Erzeuger. Sie schlägt dem Mann, ein Universitäts-Professor, ein Treffen vor, doch dieser weigert sich, seine vermeintliche Tochter zu treffen. Eine Entscheidung, die Manuela letztendlich akzeptieren muss.

Beruf: Samenspender

René (26) ist Jobberater in Berlin und regelmäßiger Samenspender bei einer Berliner Samenbank. Vor allem locken ihn die rund 100 Euro pro verwertbarer Spende, doch er hat auch das Gefühl, Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch zu helfen. Ebenfalls findet er den Gedanken schön, dass er, sollte er selbst später keine Familie gründen, nicht kinderlos sterben wird. Dass irgendwann eines der Kinder, die mit seinem Samen gezeugt wurden, vor seiner Tür stehen könnte, will er sich lieber nicht vorstellen. Doch eine vollständige Anonymität ist nicht möglich - nach deutschem Recht hat jedes Kind Anspruch darauf, den Namen seines Erzeugers zu erfahren.

Klinisch wie eine Urinprobe

Den Akt der Samenspende selbst vergleicht René mit dem Abgeben einer Urin- oder Blutprobe. Genauso "klinisch" habe man sich das vorzustellen - jenseits von Erotik oder Romantik. Die Zeugung eines Kindes ist in diesen Fällen meilenweit entfernt von jenen Vorstellungen von Liebe, die man damit gerne verbindet.

ZDF zeigt vertiefende Diskussion

Am Mittwoch, 14. Januar 2009, 20:00 Uhr, greift der ZDFdokukanal das Thema in der Diskussion "37°plus: Vom Kinderwunsch zum Wunschkind" vertiefend auf. Doro Wiebe spricht mit Experten und Betroffenen über die Risiken und Chancen der Reproduktionsmedizin. Die Gäste sind: Giovanni Maio, Direktor des Instituts für Ethik und Medizingeschichte in Freiburg, der Gynäkologe Dr. Ulrich Hilland, Leiter des fertility center in Bochholt, sowie ein "Spenderkind" und eine Psychologin, die Paare mit unerfülltem Kinderwunsch berät.

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