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UNICEF: Täglich sterben 1500 Frauen bei der Geburt

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Sterblichkeit  

Täglich sterben 1500 Frauen bei der Geburt

15.01.2009, 14:23 Uhr | rev, dpa

Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung - Ärztin untersucht eine Patientin in Garoua.Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung - Ärztin untersucht eine Patientin in Garoua. (Bild: Imago)Jeden Tag sterben nach Berechnungen des Kinderhilfswerks UNICEF weltweit 1500 Frauen durch vermeidbare Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt. Seit 1990 seien das zehn Millionen Frauen gewesen. Am riskantesten seien Geburten in Afrika südlich der Sahara und Südasien. Frauen hätten dort ein 300 mal so hohes Risiko, während Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, wie in Industrieländern. Die Kluft zwischen Arm und Reich sei in keinem anderen Bereich der Gesundheitsversorgung so groß wie bei dem werdender Müttern. Zudem überleben pro Jahr vier Millionen Neugeborene die ersten 28 Tage nach der Geburt nicht.

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Viele Mädchen zwischen 15 und 19 betroffen

Um die sogenannten Millenniumsziele einer nachhaltigen Verringerung dieser Zahlen zu erreichen, müssten die Zahlen bis 2015 um rund 70 Prozent reduziert werden, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Donnerstag in Johannesburg (Südafrika) im Jahresbericht zur weltweiten Lage der Kinder mit. Die Ziele sehen im Vergleich zu 1990 eine Verringerung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel vor. UNICEF-Exekutivdirektorin Ann M. Veneman erklärte bei der Vorstellung des Berichts: "Jedes Jahr sterben mehr als eine halbe Millionen Frauen wegen Komplikationen bei Geburt oder Schwangerschaft, darunter 70.000 Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren."

Größtes Risiko in Afrika

99 Prozent der Todesfälle entfallen auf Entwicklungsländer - zwei Drittel allein auf zehn Länder. Am höchsten ist das Risiko für Frauen in Afrika (265.000 Todesfälle) und Südasien (187.000), wo es chronischen Mangel an medizinischem Personal gibt. Dort bringen über 60 Prozent der Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt, oft unter unhygienischen Bedingungen.

Zehn Millionen Frauen jährlich mit Komplikationen

Vielfach gebe es kaum medizinische Betreuung. Krankenhäuser oder Gesundheitsposten seien oft Dutzende Kilometer entfernt. Auf 10.000 Einwohner kämen in Entwicklungsländern nur zehn Krankenhausbetten. Das Land mit dem höchsten Risiko für gebärende Frauen sei das westafrikanische Krisenland Sierra Leone, wo auf 100.000 Geburten 2100 Todesfälle kommen. In dem Bericht heißt es zudem: "Auf jede Frau, die an Komplikationen während der Schwangerschaft stirbt, kommen 20 weitere, die Verletzungen, Infektion und Invalidität erleiden - das sind rund zehn Millionen Frauen jedes Jahr."

Teenager-Schwangerschaften und Genitalverstümmelungen weiter ein Problem

Eine ähnliche Relation gebe es bei der Kindersterblichkeit. Die Babys sterben vor allem an Komplikationen bei der Geburt, an Tetanus, Malaria, Lungenentzündung und Durchfall. Erschwert würde die Situation in vielen Ländern durch Teenager-Schwangerschaften oder Genitalverstümmelungen. "In 27 Ländern Afrikas und des Nahen Osten haben rund 70 Millionen Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren diese Praxis erlitten." Obwohl Genitalverstümmelung und Kinder-Ehen weltweit zurückgingen, sei der Fortschritt zu langsam.

EU gefordert

Als Lichtblick gilt dagegen eine Immunisierungskampagne gegen Masern, die die dadurch verursachten Todesfälle in Afrika zwischen 2000 und 2006 um beachtliche 91 Prozent reduziert hat. In dem Fall hätten Regierungen und Hilfsorganisationen eng zusammengearbeitet. Die Autoren des Berichts empfehlen unter anderem, künftig die sich entwickelnde Zusammenarbeit der Schwellenländer ("Süd-Süd-Kooperation") mehr zu beachten, die Bevölkerung stärker einzubinden und Hilfsgelder zielgerichteter einzusetzen. Erst am Vortag hatten die Rechnungsprüfer der Europäischen Union die Hilfen der EU für die Gesundheitsversorgung in den afrikanischen Ländern kritisiert.

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