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Nicht verzweifeln bei unerfülltem Kinderwunsch

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Kinderwunsch  

Nicht verzweifeln bei unerfülltem Kinderwunsch

29.01.2009, 10:58 Uhr | sca, dpa

Diese Schritte können alle noch beim Frauenarzt unternommen werden. Bei verheirateten Paaren übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Ist dann allerdings noch immer kein Nachwuchs unterwegs, kann möglicherweise eine der zahlreichen Kinderwunschkliniken weiterhelfen. "Wir versuchen beispielsweise, den Zyklus mit Hilfe von Hormonen zu stimulieren und somit zu optimieren", sagt Christian Friedrich Stoll vom Kinderwunschzentrum Berlin.

Insemination und In-vitro-Fertilisation

Sind beim Mann zwar Spermien vorhanden, aber laut dem Spermiogramm in der Qualität, Funktionsfähigkeit oder Beweglichkeit eingeschränkt, helfen Kinderwunschkliniken auch mit der sogenannten Insemination. Dabei werden die besten Samenzellen mittels eines kleinen Schlauches direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht, erklärt Stoll. Eine weitere Möglichkeit, zum Beispiel bei einem Eileiterverschluss der Frau, ist die In-vitro-Fertilisation (IVF). "Dazu werden Eizellen entnommen und in einem Reagenzglas mit Samenzellen des Mannes zusammengeführt", erläutert der Mediziner. Ist die Samenqualität dafür zu schlecht, können sie auch direkt in die Eizelle injiziert werden. Diesen Vorgang nennt man Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI. In beiden Fällen werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter zurückübertragen.

Nicht wirklich preiswert

Diese Versuche sind allerdings nicht wirklich preiswert. Gesetzlich versicherte Frauen müssen verheiratet und dürfen nicht älter als 40 Jahre sein, damit ihre Krankenkassen zumindest die Hälfte der Kosten übernehmen. Ist das der Fall, erhalten Paare für insgesamt drei Versuche einen Zuschuss der Krankenkasse für eine Insemination von bis zu 500 Euro, für eine IVF bis zu 1400 Euro und für eine ICSI bis zu 1800 Euro.

Keine Erfolgsgarantie

Erfolgreich ist das aber nicht immer, wie mehrere Studien belegen. "Die Wahrscheinlichkeit, durch sogenannte künstliche Befruchtungsverfahren wie IVF oder ICSI schwanger zu werden, liegt im Durchschnitt bei 30 Prozent", sagt Albring. Damit geht nur für jedes dritte Paar der Kinderwunsch auch tatsächlich in Erfüllung.

Stress verhindert Schwangerschaft

"Unabhängig von allen medizinischen Versuchen muss man sich klar machen, dass Stress eine Schwangerschaft verhindert", sagt Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte. Das habe einen natürlichen Sinn: Schwangere Frauen wären vor Jahrhunderten zu schwach für lebensnotwendige Belastungen wie längere Wanderungen zu nahrungsreicheren Gebieten gewesen. Deswegen signalisiert das Gehirn bei Stress jeder Art dem Körper noch heute, nicht schwanger zu werden.

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