Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schwangerschaft >

Deutsche bekommen mehr Kinder

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Geburtenrate  

Deutsche bekommen mehr Kinder

16.02.2009, 11:31 Uhr | dpa

Die Zahl der Geburten steigt in Deutschland seit 2007Die Zahl der Geburten steigt in Deutschland seit 2007 (Foto: dpa) In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. Nach dem neuen Familienreport hat sich der seit 2007 zu beobachtende Trend im Vorjahr - wenn auch abgeschwächt - fortgesetzt. Nach Jahren des Rückgangs gab es 2007 mit 685.000 Geburten 12.000 mehr als im Vorjahr. 2008 waren es laut Prognose des Statistischen Bundesamtes etwa 690.000 Geburten, also 5000 mehr. Familienministerin Ursula von der Leyen stellt den Familienreport am Montag vor.

Forum Diskutieren Sie mit
Newsletter Immer top-informiert mit dem Eltern-Newsletter
Entbindungsorte - Teil 2 Hausgeburt

2006 war der Tiefpunkt erreicht

Besonders bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren habe die Zahl der Geburten zugenommen, sagte von der Leyen der "Bild am Sonntag". Diese Frauen lebten in "Partnerschaften, in denen genau überlegt wird, ob sie ein Leben mit Beruf und Familie meistern können". Vor allem bei Männern nehme der Kinderwunsch nach einer Umfrage zu. 2006 war mit 673.000 Geburten der absoluten Tiefpunkt seit Kriegsende registriert worden. Sogar im ersten Nachkriegsjahr 1946 lag die Geburtenzahl mit rund 922.000 um 27 Prozent höher als 2006.

Zahl der potenziellen Mütter sinkt

Bevölkerungsstatistiker verweisen darauf, dass wegen des Altersaufbaus der Gesellschaft die Zahl der potenziellen Mütter seit 1998 kontinuierlich zurückgeht. Nach einem internationalem Index sind dies Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren. Wegen der niedrigen Geburtenzahlen vor 2007 wird die Frauengruppe im gebärfähigen Alter in den nächsten 15 Jahren noch erheblich abnehmen. 80 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leben heute im alten Bundesgebiet, nur 20 Prozent in den neuen Ländern. Vor der Vereinigung 1990 waren dies noch 28 Prozent.

Von der Leyen: "Lassen Eltern nicht alleine"

Als Ursache für den Wiederanstieg der Geburtenzahlen sieht Ursula von der Leyen einen Mentalitätswandel. "Junge Menschen haben das Gefühl, die Gesellschaft lässt sie als Eltern nicht alleine." Mit ihrer Politik versuche sie, Hürden abzubauen. 56 Prozent der nicht berufstätigen Mütter würden laut Umfrage gerne arbeiten. Die Ministerin: "Aber nicht um jeden Preis. Sie wollen eine gute Kinderbetreuung und Teilzeitarbeitsplätze. Diesen Frauen müssen wir entgegenkommen." Eltern dürften nicht zwischen Beruf und Kindererziehung zerrieben werden. Nach einer Umfrage für den Report sind 50 Prozent der Deutschen der Meinung, die Familienpolitik der Bundesregierung habe die Situation der Familien verbessert. Nur fünf Prozent sehen eine Verschlechterung. Ein Drittel hält die Situation für unverändert.

Familie hat Konjunktur

Von der Leyen glaubt nicht, dass die Wirtschaftskrise zu mehr Schwangerschaftsabbrüchen führen wird. Sie gehe vom Gegenteil aus. "Die Zahl sinkt. Wenn die Zeiten rauer werden, sagen drei Viertel der Menschen: Mein wichtigster Halt ist meine Familie. Wenn die Wirtschaft wankt, hat die Familie Konjunktur." Dies zeige sich auch daran, dass es weniger Scheidungen gebe und die Zahl der Single- Haushalte konstant bleibe. 90 Prozent der Deutschen hielten Familie für wichtig - 2002 seien es 86 Prozent gewesen.

"Alleinerziehende finden schneller Partner"

Jedes fünfte Elternteil in Deutschland ist laut Familienreport alleinerziehend. "Aber Alleinerziehende sind im Schnitt nur drei Jahre ohne festen Partner", sagt von der Leyen. "Nach einer Scheidung wird viel selbstverständlicher als früher wieder geheiratet. Was mich freut: Kinder sind dabei kein Hindernis."

"Familie hat ihr Gesicht verändert"

Innerhalb der Familie sieht die Ministerin zugleich einen wieder wachsenden Zusammenhalt der Generationen und zugleich auch mehr Großfamilien. "Jede fünfte Familie besteht heute schon aus vier Generationen. Die Hälfte der Familien hat ihre Großeltern in der Region. Familie ist weiterhin ganz stark, sie hat nur ihr Gesicht verändert."

Samenspende ZDF-Doku: "Wunschkind von der Samenbank"
Quiz Fruchtbarkeitsmythen: Wie gut kennen Sie sich aus?

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal