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Drillingsgeburt in Etappen: Ein Baby da, zwei noch im Bauch

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Drillingsgeburt  

Geburt in Etappen: Ein Baby da, zwei noch im Bauch

20.02.2009, 14:25 Uhr | rev, mmh, dpa

Kleines Baby wird gehalten.Verschiedene medizinische Behandlungsmethoden können die Schwangerschaften verlängern und so Frühgeburten verhindern. (Bild: Imago)Eine Französin ist in die ungewöhnliche Lage geraten, nach der Entbindung weiterhin mit zwei Babys schwanger zu sein. Die Frau, die Drillinge erwartete, hat zunächst nur eines der drei Kinder auf die Welt gebracht. Anschließend habe sie wehenhemmende Medikamente erhalten, so dass die beiden anderen noch weiter ausgetragen werden können, berichtete der Radiosender France Info am Freitag, den 20. Februar 2009.

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Frühgeburt

Die Schwangerschaft könne noch Tage oder sogar Wochen fortgesetzt werden. Das ist wichtig, denn gerade in einer Risiko-Schwangerschaft zählt jeder Tag, den ein Baby länger im Mutterleib bleibt und dort reift. Der kleine Yanis kam bereits in der 25. Schwangerschaftswoche zur Welt und liegt nun im Brutkasten.

Drillingsgeburt in Etappen

Nach Angaben des Vaters sind Mutter und Kinder wohlauf. Das Team an der Universitätsklinik in Rennes hat bereits Erfahrung mit Zwillingsgeburten in zwei Etappen. Medizinern zufolge kommen solche Geburten bei Drillingen nur selten vor.

Therapie mit wehenhemmenden Mitteln

Bei vorzeitigen Wehen kann eine Therapie mit wehenhemmenden Mitteln, Tokolytika, Erfolg bringen, die den Geburtstermin um Tage oder sogar Wochen hinauszögern kann. Diese Medikamente führen zu einer Erschlaffung der Gebärmuttermuskulatur, so dass Wehen nicht mehr auftreten und der Muttermund sich nicht weiter öffnet. Meist werden diese wehenhemmenden Mittel in Zusammenhang mit strenger Bettruhe so erfolgreich eingesetzt, dass die Schwangerschaft bis zum errechneten Geburtstermin dauern kann. Leider können diese Mittel auch Nebenwirkungen haben wie Juckreiz, Hautausschlag, Übelkeit und einen Anstieg der Herzfrequenz.

Medizinische Möglichkeiten: Beispiel Cerclage

In einer Schwangerschaft kann es zu Verschlussproblemen des Gebärmutterhalses (Zervix-Insuffizienz) kommen, das bedeutet, eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes droht. Dies kann eine Frühgeburt oder auch eine Fehlgeburt verursachen. Erst kurz vor der Geburt soll sich der Muttermund dann öffnen, das ist für Hebammen und Gynäkologen ein Hinweis, dass die Entbindung kurz bevor steht. Um ein vorzeitiges Öffnen zu verhindern, empfiehlt sich ein künstlicher Verschluss des Muttermundes, beispielsweise durch eine so genannte Cerclage, das ist eine Umschlingung des Gebärmutterhalses. im Volksmund auch "Zunähen" genannt. Dabei wird unter Vollnarkose ein Seiden- oder Perlonfaden um den Gebärmutterhals (Cervix) gelegt, der den Gebärmutterhals geschlossen hält. Etwa drei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, spätestens wenn die Wehen einsetzten, wird der Faden wieder gezogen. Eine Mehrlingsschwangerschaft kann die Gefahr einer vorzeitigen Muttermundöffnung vergrößern.

Mehrlingsgeburten und die Risiken

Die meisten Geburten mit mehr als zwei Kindern sind heute die Folge von Hormonbehandlungen. Jede Mehrlingsschwangerschaft bedeutet allerdings auch ein hohes Risiko für die Mutter und die ungeborenen Kinder. Für die Mütter gilt eine dreimal so hohe Sterblichkeit wie bei einer "normalen" Schwangerschaft, den Kindern droht eine Frühgeburt oder eine Wachstumsverzögerung. In der späteren Schwangerschaft können bei den Frauen häufiger Gestosen auftreten, die irrtümlich auch "Schwangerschaftsvergiftung" genannt wird. Mehrlingsschwangerschaften werden in Deutschland weitaus häufiger routinemäßig von Gynäkologen kontrolliert als Einlingsschwangerschaften.

Komplikationen für Frauen und Kinder

Für die Mutter bedeutet eine Mehrlingsschwangerschaft eine starke körperliche Belastung mit folgenden Risiko-Faktoren: Vermehrte Wassereinlagerung vor allem in den Beinen, die große Gebärmutter kann Bauchorgane behindern, was Blasen- und Darmprobleme bewirken kann, außerdem Blutarmut, Bluthochdruck bis hin zur Präeklampsie, also eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin und Wassereinlagerungen (Ödeme), zudem Krampfadern, Plazentalösung oder vorgelagerte Plazenta, einen verkürzten Gebärmutterhals oder eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes (Zervix-Insuffizienz). Bei den Kindern kann es zu Blutübertragungen zwischen den Mehrlingen kommen, das bedeutet, die Kinder werden unterschiedlich mit Blut versorgt, außerdem kann es zu übermäßiger Fruchtwasserbildung und gefährlichen Nabelschnurumschlingungen kommen.

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