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Fehlgeburten  

Was habe ich falsch gemacht?

03.03.2009, 13:13 Uhr | sca, dpa

Jede zehnte Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt.Jede zehnte Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt. (Bild: Imago) Frauen empfinden eine Fehlgeburt meist als persönliches Scheitern. Oft werden die betroffenen Frauen in der Folge von schweren psychischen Problemen geplagt: Selbstwertprobleme, Schuldgefühle und der Neid auf andere Mütter stehen nach Einschätzung von Psychologen der Universitätsklinik Charité in Berlin an erster Stelle. Das psychische Gleichgewicht der Frauen sei durch das Erlebnis gestört. Denn ein weniger als 14 Wochen altes Kind werde noch nicht als eigenständige Person wahrgenommen, sondern als "Teil des eigenen Selbst", schreiben die Wissenschaftler in der in Stuttgart erscheinenden Fachzeitschrift "PPmP - Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie". #

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Viele leiden an Depressionen

Jede zehnte Schwangerschaft endet den Angaben zufolge mit einer Fehlgeburt. Viele Frauen entwickeln nach einem solchen Ereignis zunächst Anzeichen einer Depression. Diese bilden sich aber zurück: Ein Jahr nach dem Verlust seien noch bei rund jeder fünften Frau klinisch relevante Anzeichen einer Depression zu erkennen.

Drei Verarbeitungstypen

Die Forscher haben drei Verarbeitungstypen ermittelt: Demnach ziehen sich depressive Frauen zurück und versuchen den Verlust zu verharmlosen oder abzustreiten. Ängstlich Trauernde beschäftigen sich dagegen intensiv mit dem Erlebnis und grübeln viel. Aktiv bewältigende Frauen gehen hingegen davon aus, dass das Kind ohnehin nicht überlebensfähig gewesen wäre. Sie werten die Fehlgeburt daher als "natürlichen Regulationsprozess" und fühlen sich wenig schuldig. Außerdem sprechen sie sich den Forschern zufolge selbst Mut zu, suchen nach Selbstbestätigung und Genuss in anderen Bereichen.

Beziehung zum Partner entscheidend

Wie eine Frau mit dem Verlust einer Schwangerschaft umgeht, lässt sich weder anhand ihres Alters noch anhand der Zahl der Kinder, die sie bereits hat, vorhersagen. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Frauen, die schon ein Kind haben, anders als bislang angenommen eine Fehlgeburt nicht besser verkraften als kinderlose. Vielmehr sei ein anderer Faktor ganz entscheidend: die Qualität der Beziehung zum Partner. An der zwei Jahre dauernden Studie nahmen 232 Frauen teil, die maximal 14 Wochen vor Beginn der Erhebung eine Fehlgeburt hatten. Sie waren durchschnittlich 31 Jahre alt und zum zweiten Mal schwanger.

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