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Künstliche Befruchtung  

Mehr Erfolg mit nur einem Embryo

25.03.2009, 15:31 Uhr | mmh, AFP

Künstliche Befruchtung mit ur einem Embryo ist erfolgreicher und kostengünstiger.Künstliche Befruchtung mit ur einem Embryo ist erfolgreicher und kostengünstiger. (Bild: Imago)Bei künstlichen Befruchtungen ist - anders als bisher angenommen - das Einpflanzen eines einzigen Embryos offenbar erfolgversprechender als der Versuch mit mehreren Eizellen. Zudem ist das Einpflanzen von nur einem Embryo für die Gesundheit weniger gefährlich und außerdem kostengünstiger, wie finnische Wissenschaftler der Universität Oulu feststellten. Der Erfolg einer künstlichen Befruchtung hängt von der Qualität des eingepflanzten Embryos ab, nicht vom Alter der Mutter, so die Forscher. Die Uni-Forscher aus Oulu erhoffen sich nach eigenen Angaben, dass auch Politiker die Ergebnisse in Hinblick auf die Diskussion um Mehrlingsgeburten zur Kenntnis nehmen. In den Vereinigten Staaten hatte eine Frau im Januar 2009 Achtlinge geboren und eine hitzige Diskussion ausgelöst.

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Erfolgreiche Versuche mit Einzel-Embryos

Die Forschungsgruppe untersuchte rund 3600 künstliche Befruchtungen. In einer ersten Zeitspanne zwischen 1995 und 1999 bekamen vier Prozent der Frauen einen einzigen Embryo eingepflanzt, allen anderen wurden zwei befruchtete Eizellen eingesetzt. In einer zweiten Untersuchung zwischen 2000 und 2004 wurde es bei 46 Prozent der Frauen mit nur einem Embryo versucht. Der Studie zufolge war die Chance, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, bei den Frauen mit nur einem eingepflanzten Embryo um fünf Prozent höher. Dieser sogenannte Single Embryo Transfer (SET) verlief auch bei älteren Frauen zwischen 36 und 39 Jahren erfolgreich. das Mediziner-Team will jetzt untersuchen, ob die Methode auch für Frauen über 40 Jahre geeignet ist.

Mehrlingsgeburten sind umstritten

"Die politischen Entscheidungsträger sollten unsere Ergebnisse genau beachten", erklärte die Wissenschaftlerin Hannu Martikainen zur Veröffentlichung der Ergebnisse. Mehrlingsgeburten sind äußerst umstritten, da sie die Gesundheit der Mutter gefährden und oft mit Entwicklungsstörungen der Kinder verbunden sind. Viele Länder schreiben daher vor, wie viele Embryonen einer Frau höchstens eingepflanzt werden dürfen. Nach dem Embryonenschutzgesetz in Deutschland dürfen innerhalb eines Zyklus maximal drei Embryonen eingepflanzt werden. In Großbritannien sind nur zwei Embryonen erlaubt, ab übernächstem Jahr soll sogar nur noch einer sein.

Weniger gefährlich und kostengünstiger

In den USA gibt es hingegen keine Begrenzungen für die Anzahl der Embryonen. Im Januar hatte die Geburt von Achtlingen bei einer Frau aus Kalifornien für Kritik gesorgt, da sie bereits sechs Kinder hatte. Außerdem war die Frau erst 33 Jahre alt. Mediziner empfehlen jedoch unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen, bei Frauen unter 35 maximal zwei befruchtete Eizellen einzupflanzen. Die Babys waren neuneinhalb Wochen vor dem Geburtstermin per Kaiserschnitt geholt worden und hatten bei der Geburt weniger als anderthalb Kilogramm gewogen.

Situation in Skandinavien

In skandinavischen Ländern gilt der Single-Embryo-Transfer für Frauen bis 35 als Standardmethode der In-vitro-Fertilisation. Das bedeutet, dass Ärzte nach der Befruchtung im Labor der zukünftigen Mutter nur einen einzigen Embryo einsetzen. Sie wählen dafür den mit der besten Qualität und damit mit den höchsten Chance für die Einnistung. Dies erhöht die Erfolgsquote, ohne das hohe Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft. In Deutschland verbietet diese selektive Vorauswahl das Embryonenschutzgesetz. In Deutschland dürfen nur so viele befruchtete Eizellen über das sogenannte Vorkernstadium hinaus kultiviert werden, wie dann auch tatsächlich in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Das sind maximal drei Embryonen. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift "Human Reproduction".

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